Massenrückruf von Mercedes USA: Bremsen können versagen

Mercedes rät: Fahrzeug stehen lassen - 290.000 Pkw betroffen

Massenrückruf von Mercedes USA: Bremsen können versagen: Mercedes rät: Fahrzeug stehen lassen - 290.000 Pkw betroffen
Erstellt am 12. Mai 2022

Mercedes-Benz muss schon wieder zigtausende Fahrzeug in die Werkstatt rufen. Der Grund ist ein möglicher Defekt, welcher die Bremsleistung mindert oder im Extremfall sogar zum kompletten Versagen der Bremsen führen kann. Dadurch bestehe ein erhöhtes Unfallrisiko: Die gute Nachricht für uns Europäer lautet: Betroffen sind (bis jetzt) „nur“ Fahrzeughalter in den USA - dafür aber sind es viele. 290.000 Pkw der Baureihen ML-, GL- und R-Klasse, einschließlich einiger Diesel- und Hybrid-Modelle der Modelljahre 2006 bis 2012 sind von dem aktuellen Mercedes-Benz-Rückruf betroffen. Um wegen des möglichen Mangels einer Unfallgefahr vorzubeugen,  habe Mercedes-Benz USA - so meldet autonews.com - die betroffenen Halter gebeten, ihre Mercedes-Fahrzeuge bis zur Überprüfung in einer Mercedes-Benz-Werkstatt vorerst nicht mehr zu fahren.

Wie die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), das ist die zivile US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit, mitteilt, habe der deutsche Premium-Automobilhersteller die Behörde informiert, dass die Funktion des Bremskraftverstärkers bei einigen Modellen der Baureihen ML-, GL- und R-Klasse infolge von Korrosion am Gehäuse des Bremskraftverstärkers beeinträchtigt sein könnte. Wortwörtlich heißt es in der bei der NHTSA am 11. Mai eingereichten Mitteilung: „Als Folge von Feuchtigkeitsansammlungen kann im Laufe der Jahre Korrosion zu einer Undichtigkeit des Bremskraftverstärkers führen. In diesem Fall kann die Bremskraftunterstützung gemindert sein, was eine Erhöhung der zum Abbremsen des Fahrzeugs erforderlichen Bremspedalkräfte erfordert." Im schlimmsten Fall des Falles drohe ein Totalausfall der Bremsleistung. Dass es im Zusammenhang mit diesem Mangel in der Vergangenheit zu Unfällen oder Schäden gekommen wäre, sei Mercedes-Benz USA nicht bekannt. Bei dem betreffenden Bremskraftverstärker handele es sich übrigens um ein Teil des US-Zulieferers Continental Tire The Americas mit Sitz in Fort Mill, South Carolina.

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