AUTO DER WOCHE
Carrera Panamericana-Heckflosse: 1964 Mercedes-Benz 300 SE (W 112)
HK-Engineering baute den W112 für die legendäre Rallye auf
Der Mercedes-Oldtimer kam wieder nach Deutschland
Im Jahr 2003 wurde das Fahrzeug als Eigentum von Guido Hommel wieder von Mexiko nach Deutschland zurück transportiert. Nach dem Rücktransport aus Bremerhaven war das Auto erst einmal ein oder zwei Jahre verschollen. „Ein Mitarbeiter von Guido Hommel erzählte mir, dass das Fahrzeug schließlich in einer Halle in Bremerhaven gefunden worden ist“, berichtet Weber, „2004 wurde das Fahrzeug zurück transportiert zu Guido, der es dann zwei Jahre in seiner Halle abstellte.“
Bei der Panamericana 2002 hat das Fahrzeug zweimal einen Ausritt ins Grüne gemacht, einmal ist es auch über einen terrassenartigen Vorsprung drüber geschlittert. Der rechte Außenschweller war stark eingeknickt. „Sicher war es Guido zu aufwendig, das Fahrzeug zu restaurieren. Ich habe es dann im Jahr 2006 gekauft und zwar auf Vermittlung von Thomas Guth, einem Mitarbeiter von Guido“, erklärt der Hofheimer.
Der Rallye-Einsatz sorgte für Kampfspuren
Abgesehen vom Schweller blieben die Restaurierungsarbeiten nach dem harten Rallye Einsatz durchaus in Grenzen.“Der Motor lief fein, das Fahrwerk war in Ordnung und die Bremsen zu überarbeiten war nicht schwer“, meint Weber. Nachdem das Auto technisch und optisch wieder aufbereitet war, wollte der Mercedes-Fan den Wagen auf die Straße bringen. „Leider hatte man bei der vorherigen Zulassung offensichtlich das ursprüngliche Auto zugelassen und dann anschließend umgebaut und den umgebauten Zustand nicht in die Papiere eintragen lassen“, berichtet Weber.
Historisch korrekter Umbau
Da der Hersteller des Käfigs nicht mehr zu ermitteln war, war es schwierig, diesen eintragen zu lassen. Auch der Umbau des Antriebs und des Fahrwerks stand noch nicht in den Papieren. „Das alles musste mit einem aufwendigen Gutachten dargestellt werden“, so Weber, der schließlich im Juli 2007 alle technischen Veränderungen eingetragen bekam und auch noch das H-Kennzeichen erringen konnte. In einem Sachverständigen Gutachten erhielt die Heckflosse eine Note von 2,5 und man ermittelte einen Wert von 22.500 Euro.
Der Mercedes-Klassiker dreht heute seine Runden auch auf der Nordschleife
„Ich fahre das Auto regelmäßig bei der Bad Homburg Historic Rallye. Darüber hinaus bin ich damit auch schon zwei oder drei Dutzend Nürburgring-Nordschleifen-Runden gefahren“, berichtet der Mercedes-Fan, der in den 1990er Jahren bis 2002 mit einem Ford Mustang in historischen Tourenwagenrennen gefahren ist und einer der wenigen stolzen Besitzer eines echten Carrera Panamericana-Wagen ist.
Text: Thomas Frankenstein
Fotos: Thomas Ebeling
Mercedes-Fans Facts
1964 Mercedes-Benz 300 SE (W112)
Antrieb: OHC-Reihensechszylinder, Saugrohreinspritzung, 2,8 Liter, 200 PS, aufgebaut von HK Engineering; Viergang-Schaltgetriebe, Hinteradantrieb
Fahrwerk: Vorne Einzelradaufhängung mit Doppelquerlenker, hydraulische Teleskop-Stoßdämpfer, Scheibenbremsen; Hinten: Eingelenk-Pendelachse, hydraulische Teleskop-Stoßdämpfer, Scheibenbremsen
Räder: 6x14“-Leichtmetallfelgen mit 205/70 VR14
Sonstiges: Rennfahrzeug der Carrera Panamericana, Luftfederung ausgebaut, Überrollkäfig, Schalensitze vorn, Gewichtsreduzierung durch teilweisem Ausbau der Innenausstattung,
GALERIE: CARERRA PANAMERICANA-HECKFLOSSE: 1964 MERCEDES-BENZ 300 SE (W 112)
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Aktualisiert: Freitag, 01. Juni 2012
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LukasKett11 » Lukas aus Oer-Erkenschwick (16)
Schick Schick