„Radgeber“: Augen auf bei der Felgenaufbereitung

Mit Sicherheit eine runde Sache: Optische Felgenaufbereitung bei Mercedes-Benz

„Radgeber“: Augen auf bei der Felgenaufbereitung: Mit Sicherheit eine runde Sache: Optische Felgenaufbereitung bei Mercedes-Benz
Erstellt am 7. Dezember 2020

Leichtmetall-Felgen sind schön anzusehen. Die hochwertigen Räder sind tolle Blickfänger und mehren die Freude des Fahrers an seinem Automobil. Doch der Spaß an den zumeist auch nicht gerade preiswerten Rädern kann zuweilen erheblich eingetrübt werden - und das kann schnell geschehen.

Split,‭ ‬Streugut oder eine unschöne Bekanntschaft mit der Bordsteinkante können Felgen arg zusetzen oder sie sogar schwer beschädigen. Schätzungen zufolge sollen allein in Deutschland rund 31 Millionen Räder eine leichte oder gar schwere Macke haben! Entsprechend groß ist das Reparaturangebot und noch größer sind die Versprechen hinsichtlich einer einwandfreien Instandsetzung. Achtung aber ist geboten, ob das Resultat der angebotenen Dienstleistung wirklich eine runde Sache ist. Die Aufbereitung von Leichtmetallfelgen unterliegt nämlich strengsten Vorschriften. Also Augen auf bei der Werkstattwahl! Angesichts der verzwickten Rechtslage und aus Gründen der eigenen Fahrsicherheit ist es für Stern-Fahrer ebenso gut wie beruhigend zu wissen, dass sie sich auf die fachlich kompetente, optische Felgenaufbereitung von Mercedes-Benz verlassen können.

Das Wichtigste vorweg: Glanzgedrehte Leichtmetall-Felgen lassen sich aufarbeiten - aber nur in einem gewissen Rahmen und unter Beachtung strikter Vorgaben, unsachgemäße Aufbereitungen können bei der Hauptuntersuchung zu Beanstandungen führen. Leichtmetallfelgen sollen nämlich nicht nur attraktiv und sportlich ausschauen. Sie haben auch eine wichtige Funktion, denn sie sind hochbeanspruchte, sicherheitsrelevante Fahrzeugteile.

Die Grenzen des Machbaren: Was ist bei der Felgen-Aufbereitung möglich und was nicht?

Im „Grundsatzpapier zur optischen Radaufbereitung des Fachausschusses Kraftfahrzeugtechnik (FKT), Sonderausschuss „Räder & Reifen“ beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ist grundsätzlich geregelt worden, was im Fall des Falles erlaubt ist und was nicht. Darin ist zum Beispiel bestimmt, dass „Reparaturen, die Eingriffe in das Materialgefüge, Wärmebehandlung und Rückverformung beinhalten, grundsätzlich abzulehnen sind.“ Ähnlich ist es auch in ISO-Norm 14400 (Straßenfahrzeuge - Räder und Felgen - Benutzung, allgemeine Wartungs- und Sicherheitsanforderungen und Stillsetzungsbedingungen) formuliert. Hier heißt es: „Reparaturen im Sinne von Schweißen oder Materialhinzugaben im Felgen- oder Nabenbereich auf Grund von Brüchen, Spalten, Rissen oder deutlichen Abtragungen sind nicht zulässig, da sie zu zusätzlichen Beanspruchungen in den kritischen Bereichen führen.“

Verschweißt und verflext nochmal!

Das geht schon mal gar nicht: Das Ausbügeln von Beschädigungen mit über einem Millimeter Tiefe im Grundmetall! No-Gos sind ferner, LM-Felgen mit Hitze zu entlacken, Risse zu schweißen oder große Dellen mithilfe des Schweißbrenners zurückzuverformen. Die Fahrzeugsicherheitsprofis des TÜV Süd etwa warnen, dass bei der Aufbereitung von Felgen jeglicher Wärmeeinfluss zu vermeiden sei. Bei den üblichen thermischen Verfahren werden die Felgen zuweilen über Stunden enorm erhitzt. Wärme wirkt hier aber keine Wunder. Im Gegenteil: Tests des TÜV Süd haben ergeben, dass unter der Einwirkung sehr starker Hitze die Stabilität des Rades erheblich gemindert wird und seine Lebensdauer um bis zu 90 Prozent sinkt.

Faktenwissen: Welche Teile sind von der optischen Felgenaufbereitung grundsätzlich ausgeschlossen‭?‬ 

  • Bereits aufbereitete Räder
  • Leichtmetallräder,‭ ‬deren Rund-‭ ‬und Planlaufeigenschaften die‭ ‬0,5‭ ‬mm Toleranz überschreiten
  • Leichtmetallräder mit einer Beschädigung tiefer als‭ ‬1‭ ‬mm
  • Beschädigungen außerhalb‭ ‬5‭ ‬cm vom Außendurchmesser Richtung Radmitte
    Gerissene Leichtmetallräder
  • Thermisch entlackte,‭ ‬gestrahlte oder rückverformte Leichtmetallräder
  • Schmiederäder
  • Durch Wärmeaufbringung geschweißte Leichtmetallräder

Wie sieht die Rechtslage aus?

Dass dennoch hierzulande nicht wenige Betriebe die - eigentlich unmögliche - Reparatur von Leichtmetallfelgen in unstatthafter Weise anbieten, hat seine Ursache in einer seltsamen Rechtslage: Da es kein Gesetz gibt, dass diesen Sachverhalt regelt, ist die Reparatur einer defekten Felge zwar nicht verboten, die Wiederverwendung der reparierten Räder im öffentlichen Straßenverkehr hingegen ist dennoch weder gestattet noch zulässig. Klingt komisch, ist aber leider so. Umso wichtiger ist es, dass sich derjenige, welcher Hilfe und ein gutes Rad sucht, mit seinem Anliegen an einen verantwortungsvoll agierenden Werkstattbetrieb mit geprüften und zugelassenen Verfahren zur Felgenaufbereitung wie etwa eine Mercedes-Benz-Werkstatt wendet.

Video: Optische Felgenaufbereitung bei Mercedes-Benz

Das ist bei der Felgenaufbereitung machbar

Während die Reparatur einer LM-Felge, weil sie die Felgenstruktur verändert und die Fahrsicherheit de facto beeinträchtigt, nicht machbar ist, ist die optische Aufbereitung einer glanzgedrehten Felge sehr wohl möglich - insofern sie fachgerecht vorgenommen wird. Mehr noch: Sie ist sogar geboten, denn kleinere Beschädigungen am Rad können Korrosion begünstigen. Was aber ist unter optischer Aufbereitung zu verstehen? Ein Blick in das bereits erwähnte Grundsatzpapier des Sonderausschuss „Räder & Reifen“ hilft weiter: Darunter ist„...die fachgerechte technische Wiederherstellung des Rades hinsichtlich optischer Defekte durch Polieren, örtliches Anschleifen, Verrunden von Kerben, eventuelles Füllen, Grundieren und Lackieren zu verstehen. Im Fokus der Betrachtung stehen die oberflächig sichtbaren Makel, die bei unbehandelter Weiternutzung der Räder weder zu technischen noch zu rechtlichen Einschränkungen (z. B. bei einer Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO) führen würden.“

Vorteile der optischen Felgenaufbereitung von Mercedes-Benz‭

Die optische Aufbereitung behebt oberflächlich sichtbare Schäden,‭ ‬die keinen Einfluss auf die Funktionsweise des Fahrzeugs haben.‭ Das ‬Verfahren wurde exklusiv für glanzgedrehte Original-Felgen von Mercedes-Benz entwickelt, wobei dem Stern zur Sicherheit des Kunden sein exklusives Herstellerwissen zugute kam. ‭ Das praktizierte Verfahren kann gewährleisten, ‬dass die Struktur der Felge während der Aufbereitung erhalten bleibt.‭ Und davon profitiert der Kunde im besonderem Maße: D‬ie optische Aufbereitung seiner Felgen spart nämlich nicht nur Ressourcen ein,‭ sie ‬schont auch den Geldbeutel. Nicht zuletzt kann der Kunde sich zudem absolut sicher sein, dass Mercedes-Benz sich an die Vorgaben zur Aufbereitung der Felgen hält.

Da kann man sicher sein: Optische Felgen-Aufbereitung bei Mercedes-Benz

Die optische Felgenaufbereitung bei Mercedes-Benz behebt oberflächlich sichtbare Schäden,‭ ‬die keinen Einfluss auf die Funktionsweise des Fahrzeugs haben. Die optische Aufbereitung der Felgen und Wiederherstellung der Originaloptik der Felge im sichtbaren Bereich durch Mercedes-Benz beinhaltet kosmetische,‭ ‬jedoch keine strukturellen Eingriffe.‭ ‬Dazu gehört zum Beispiel ‭ ‬die optische Aufbereitung von Kratzern,‭ ‬die kleiner als‭ ‬1‭ ‬mm sind‭ (‬etwa bei einem Bordsteinschaden‭)‬.‭ Wichtig: ‬Die Prozessschritte Schleifen,‭ ‬Glanzdrehen und Beschichten im Rahmen der optischen Aufbereitung ändern dabei nicht das Materialgefüge der Felgen.

Serviceversprechen: Mercedes-Benz Qualität für Eure Pkw-Felgen

Wer sich mit einer Felgenaufbereitung seines Automobils an Mercedes-Benz wendet, kann sicher sein, dass man fachmännische Arbeit nicht nur verspricht, sondern das Wort auch hält. Das hier praktizierten Verfahren der optischen Aufbereitung glanzgedrehter Felgen stellt den bekannt hohen Qualitätsanspruch von Mercedes-Benz ohne Wenn und Aber sicher. Die optische Felgenaufbereitung bei Mercedes-Benz trägt nicht nur zu einer akkuraten Erscheinung von Rädern und Automobil bei, sondern erhält last but not least auch den Wert des Fahrzeugs. Nicht mehr und nicht weniger darf man als Kunde von Mercedes-Benz erwarten. (Bilder: Daimler (9); Archiv EMM (2))

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