Das Mercedes-AMG Team Zakspeed beim GT Masters auf dem Sachsenring

Nach dem Jubel kam der Schock: Die Hintergründe

Das Mercedes-AMG Team Zakspeed beim GT Masters auf dem Sachsenring: Nach dem Jubel kam der Schock: Die Hintergründe
Erstellt am 20. September 2017

Das Mercedes-AMG Team Zakspeed hatte sich für das Renn-Wochenende des ADAC GT Masters neu sortiert und mit dem Doppelsieg am Sonntag triumphiert. Danach allerdings kam der Schock in Form einer Disqualifikation für das gesamte Renn-Wochenende!

Wie bereits von uns vermeldet, wurden beide Fahrzeuge des Teams Zakspeed nachträglich aus der Wertung genommen, weil die beiden Autos nicht regelkonform waren. Das stellte sich beid er abschließenden technischen Kontrolle heraus. Gegen die Entscheidung hat das Zakspeed-Team zunächst Berufung eingelegt, diese aber am Montag, den 18. September, zurückgezogen.

Peter Zakowski traf eine schwere Entscheidung!

Peter Zakowski, Teamchef Mercedes-AMG Team Zakspeed: „Laut DMSB entsprach der Verstellbereich der Nockenwellen nicht dem Homologationsstand des Fahrzeugs. Da wir als Kundenteam keinen Zugriff auf diese Daten haben, haben wir unmittelbar externen Sachverstand eingeholt. Dieser bestätigte die Aussage des DMSB, was uns letztlich dazu bewegte, die Berufung zurückzuziehen. Das Ergebnis vom Sachsenring ist somit endgültig und im Sinne des Sports kann in Hockenheim ein Meister gekrönt werden. Außerdem möchten wir unseren Start beim Finale nicht gefährden. Es tut mir sehr für unsere Fans und Partner leid, dass die Erinnerung an unseren ersten Doppelsieg auf diese Art einen faden Beigeschmack erhält. Wieso dieser Fall eintreten konnte, müssen wir nun mit dem Hersteller klären.“

Im Sinne des Sportes entschieden!

Gängigerweise hat das Team während des Renn-Wochenendes keinen Zugriff auf das Motor-Mapping, das für die Verstellung der Nockenwellen zuständig ist, sondern die Ingenieure von AMG. Wie es zu dieser Unregelmäßigkeit kommen konnte, wird momentan geklärt. Da bis zum großen Finale aber nur noch wenige Tage vergehen, wäre eine Entscheidung übe die Berufung bis dahin nicht möglich gewesen. Diese Entscheidung hätte aber deutliche Auswirkungen auf die Punktestände der anderen Titel-Kandidaten gehabt, so dass man am Sonntag in Hockenheim trotz Rennergebnis keinen Meister hätte küren können. Das wäre erst später am grünen DMSB-Tisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschenen. Daher entschied man sich bei Zakspeed schweren Herzens, im Sinne des Sportes und der Meisterschaft, den Einspruch zurück zu ziehen. Klar ist, wäre die Pause bis zum Finale länger, hätte man auf die Berufung bestanden!

Sportliche Top-Leistungen!

Sportlich war das Wochenende abgesehen von der Disqualifikation sehr erfolgreich. Die zuvor vorgenommenen Personal-Änderungen bei Team und Fahrern griffen. Neuzugang Yelmer Buurman, der mit Nicolai Sylvest die #20 steuerte, brachte auf Anhieb Top-Leistungen und motivierte auch Sylvest zu Höchstleistungen. Die Pole Position des Niederländers Buurman am Sonntag vor einem Top-Mann wie Maximilian Götz spricht Bände. Aber auch die #21 mit Luca Stolz und Luca Ludwig zeigten vor allem in den Rennen aggressive Manöver, viel Biss und mit dem Sieg auf der Strecke auch Titel-Ambitionen.

Um so bedauerlicher ist es, dass diese tollen Leistungen durch die technischen Unregelmäßigkeiten zunichte gemacht wurden. In Hockenheim möchte man wieder voll angreifen!

Hier unsere große Zakspeed-Galerie vom Sachsenring: 84 Bilder Fotostrecke | ADAC GT Masters auf dem Sachsenring: Das Mercedes-AMG Team Zakspeed - Impressionen #01 #02

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