Fahrbericht: BRABUS B25 S auf Basis Mercedes-Benz A250 (W177)

Zwischen A250 und A35? Wie scharf ist die BRABUS A-Bombe?

Fahrbericht: BRABUS B25 S auf Basis Mercedes-Benz A250 (W177): Zwischen A250 und A35? Wie scharf ist die BRABUS A-Bombe?
Erstellt am 13. Juni 2019

Wer A sagt, muss auch B sagen - so heißt ein bekanntes Sprichwort. In diesem Fall trifft dies sogar den Nagel auf den Kopf! Der Bottroper Veredler und Hersteller BRABUS hat sich die A-Klasse A250 zur Brust genommen und aus dem A250 einen B25 S gemacht. Mehr Optik, mehr Leistung, mehr Sport? Wo wird sich der B25 S einsortieren? Zwischen A250 und A35? Ist die A-Klasse im BRABUS-Dress ein waschechter Sportler oder einfach ein geschärfter A250? Wir machen den Test.

Nachgeschärft: 270 PS und 430 Newtonmeter im B 25 S

Mit dem B25 S präsentiert BRABUS seine Idee einer sportlichen A-Klasse. Basis für den B25 S ist der Mercedes-Benz A250. Der A250 ist das stärkste Modell unterhalb der Mercedes-AMG-Palette. Serienmäßig ist der A250 mit einem 1.991 cm³ großen 4 Zylinder ausgestattet. Das Aggregat leistet 224 PS und ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern. Nach der BRABUS-Kur und der Implementierung des B25-POWEREXTRA leistet der kompakte Sportler nun 270 PS und ein maximales Drehmoment von 430 Newtonmetern. Dieses Upgrade umfasst mit dem Leistungschip nicht nur die Software sondern auch mit einer neuen Ansaugbrücke die Hardware. Damit sprintet die Bottroper A-Klasse in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das sind 0.3 Sekunden schneller als der serienmäßige A250.

Aerodynamik, 20 Zoll und Echt-Carbon

Markant an unserem Testwagen sind aber vor allem die optionalen Aerodynamikkomponenten und da besonders allem die Monoblock-Räder in 20-Zoll. 20-Zoll-Räder an der A-Klasse? Mehr geht nicht! Wem das zu viel ist, kann auch auf 18- oder 19-Zoll Monoblock-Räder zurückgreifen. Aber die "Twennies" sind schon schick!
Bei unserem Testwagen sind zwei Felgen-Designs montiert: Die Monoblock F "Liquid Titanium" und die Monoblock R "Liquid Titanium". Welche gefällt Euch besser? Dazu kommen noch Frontschürzen-Auf- und Einsätze, Diffusor, Spoiler und Endrohrblenden in Kombination mit Edelstahl und Carbon. Auch im Motorraum findet sich echte Carbonfaser wieder. Abgerundet wird das äußerliche Erscheinungsbild durch die typischen BRABUS-Markenembleme an Haube, Grill, Spoiler, Felgen und Heckdeckel.

Interieur mit Schaltpaddles aus Aluminium

Im Interieur dagegen, hat sich beim B25 S nicht viel getan. Das war aus der Sicht der Bottroper einfach nicht nötig. Auffällig sind im Innenraum noch die neuen BRABUS-Schaltpaddles am Lenkrad aus Aluminium, neue Einstiegsleisten, Fußmatten und Pedalauflagen. Ansonsten wurde alles im Serienzustand belassen.
Nun aber auf zur Testfahrt. Bereits vor kurzer Zeit konnten wir den Mercedes-Benz A250 testen und haben somit den direkten Vergleich zum BRABUS B25 S. Den Fahrbericht zum A250 lest ihr hier.

Optimal abgestimmte A-Klasse mit 270 PS

Nach den ersten Kilometern im B25 S wird die Idee des Fahrzeugs schnell deutlich. Im Sport-Modus macht die Klappen-Sportauspuffanlage angemessen fröhlich Radau. Im Gegensatz zum Serien-250er klingt der BRABUS gemein und knackig. Die 46 Mehr-PS im B25 S sind so veranlagt, dass sie genau da einsetzen, wo dem A250 die Puste ausgeht. Perfekt! Fahrspaß pur! Die Leistung ist optimal abgestimmt. Wir haben nicht das Gefühl, in einem geschärften A250 zu sitzen, nein – dies ist schon eine komplette Stufe oben drüber. Klang, Leistung und Optik sind mit einem A250 nicht zu vergleichen. Dank der zusätzlichen Leistung wirkt das Fahrgefühl viel souveräner und somit deutlich "mercedesiger" komfortabler. Das Fahrwerk ist übrigens unangetastet geblieben. Das Serienfahrwerk steckt die Mehrleistung locker weg und kommt auch mit den 20-Zoll-Felgen gut zurecht, die ja nur eine 30er Gummierung tragen. Auch auf kibbeligen Landstraßem ist das Fahrgefühl klar definiert und es macht eine Menge Spaß die Mehr-Leistung abzurufen. Das haben die Jungs und Mädels bei BRABUS schon ziemlich gut hinbekommen.

Garantie auf Motor und Antriebsstrang

Wie tief muss man in die Tasche greifen? Das Performance-Upgrade B25-POWEREXTRA kostet lediglich 2.1300,10€ plus Einbau. Dafür bekommen A250-Fahrer 46 PS und 80 Newtonmeter mehr. Dazu gibt es die BRABUS-Tuninggarantie. Dies beinhaltet 3 Jahre oder 100.000 Kilometer und gibt Käufern die Garantie auf den Motors und Antriebsstrang.

Klappen-Sportauspuffanlage für den richtigen Ton

Wer seinem A250 nicht nur eine Leistungs-Kur verpassen möchte, sondern auch gleich den passenden BRABUS-Look, muss 1.915,08€ einkalkulieren. Dafür gibt es dann Frontschürzen-Auf- und Einsätze sowie den geil geformten Spoiler auf dem Dach. Für den passenden Klang kann die Klappen-Sportauspuffanlage sorgen. Hierfür werden 2.356,19€ fällig.

Unser Fazit zum BRABUS B 25 S auf Basis des A250

Der B25 S ist mit dem A250 nicht mehr zu vergleichen. Es ist keinesfalls „nur" eine geschärfter A250, sondern ein eigenes Fahrzeug mit einer eigenen Idee, einem eigenen Charakter. Die A-Klasse von BRABUS ist eine kleine, gemeine Fahrmaschine, die richtig Spaß macht. Für alle, die ihrem A250 mehr gönnen wollen ist der B25 S eine prima Option und bietet eine interessante Alternative als zum nächsthöherem, dem sogenannten Spar-AMG A35 aus Affalterbach. Wer A hat, sollte mal über B nachdenken...

Die Fotostrecke zum BRABUS B25 S (W177)

41 Bilder Fotostrecke | Fahrbericht: BRABUS B25 S auf Basis Mercedes-Benz A250 (W177): Zwischen A250 und A35? Wie scharf ist die BRABUS A-Bombe? #01 #02

Leistungsdaten:
BRABUS B25 S auf Basis Mercedes-Benz A-Klasse A250 (W177)
Motor: 1.991 cm³ 4-Zylinder
BRABUS PowerXtra B25 S
+34 kW / 46 PS, + 80Nm auf 199 kW / 270 PS
Drehmoment: 430 Nm bei 3.500 U/min.
0-100 km/h: 5,9 s
Vmax: 250 km/h / 156 mph
Preis für unseren Testwagen: 78.112,79 EUR (brutto)

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