Rausverkauf: Daimler trennt sich von seinen Renault-Aktien

Läutet das Ende der Beteiligung das Ende der Kooperation ein?

Rausverkauf: Daimler trennt sich von seinen Renault-Aktien: Läutet das Ende der Beteiligung das Ende der Kooperation ein?
Erstellt am 14. November 2021

Update: Nun trennt sich auch Daimler von seinen Renault-Aktien

Ist das das Ende einer langjährigen Beziehung? Nachdem Renault im März 2021 seine Daimler-Aktien verkaufte und auch Renault-Allianz-Partner Nissan im Mai dieses Jahres seine Beteiligung am Daimler veräußerte, zieht auch der Erfinder des Automobils einen Schlussstrich unter das Kapitel der Beteiligung am Konzern des jeweils anderen Kooperationspartners. Die Stuttgarter hielten seit dem Jahr 2010 rund 3 % vom Aktienkapital des französischen Autobauers. Wie am Wochenende in den Medien  - so z.B. im Manager Magazin - gemeldet wird, trennt sich die Daimler AG von seinem kompletten Renault-Aktienpakt. Deutet sich durch das Ende der wechselseitigen Beteiligungen auch ein Ende der gemeinsamen Kooperation zwischen Mercedes-Benz einerseits und Renault-Nissan andererseits an? Fakt ist: Im Kleinwagenbereich fand die Zusammenarbeit schon ein Ende. Der neue smart kommt aus China und wird von Geely gefertigt. Geely wird künftig auch kleine Benzinmotoren für Mercedes-Automobile bauen. Als Motorenlieferant im größeren Stil dürfte Renault dann höchstwahrscheinlich demnächst aus dem Rennen sein. Das einzige Projekt, das Renault und Daimler derzeit noch verbindet und noch Zukunftspotential besitzt, ist der Mercedes Citan, welcher ja im Wesentlichen baugleich mit dem Renault Kangoo ist. Die zweite Generation des Citan ist ja soeben erst vorgestellt worden.

Ursprüngliche Meldung vom 12.03.2021

Keine Frage, in der seit zehn Jahren andauernden Beziehung zwischen Daimler und Renault lief schon mal mehr und es lief auch schon mal besser. Doch nun ist ein Ereignis eingetreten, das aufhorchen und nicht wenige den Fortbestand der Partnerschaft anzweifeln lässt. Renault hat sich nämlich von jetzt auf gleich, quasi über Nacht, von all seinen Daimler-Aktien getrennt. Der französische Autobauer hielt bislang 1,5 % der Daimler-Aktien. Der Verkauf spült 1,1 Milliarden Euro in die Renault-Kasse. Will Renault sich womöglich nicht nur von seinen Daimler-Aktien, sondern auch vom Daimler trennen? Sicher ist nur ein: Die aus finanzieller Sicht derzeit arg klammen Franzosen brauchen dringend frisches Geld. Und die Daimler-Aktie lief zuletzt ganz gut. Also hat man Kasse gemacht. Die Projektarbeit zwischen Daimler und Renault sei von dieser Aktion nicht betroffen, ließ man aus dem Renault-Konzern verlautbaren. (Newsquelle: tagesschau.de)

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