Mercedes-Benz & Dieselskandal: Braut sich neues Ungemach zusammen?

Neue Verdachtsfälle: KBA nimmt A-Klasse und B-Klasse unter die Lupe

Mercedes-Benz & Dieselskandal: Braut sich neues Ungemach zusammen?: Neue Verdachtsfälle: KBA nimmt A-Klasse und B-Klasse unter die Lupe
Erstellt am 2. Dezember 2019

Der Abgasskandal ist beim Daimler noch längst nicht ausgestanden. Der Vorwurf des Einsatz einer unzulässigen Abschaltvorrichtung, mit dem sich der Daimler vom KBA konfrontiert sieht, erreicht jetzt vielmehr neue Dimensionen. Wie der Spiegel berichtet, habe Daimler selbst dem Kraftfahrt-Bundesamt zwei weitere möglicherweise unzulässige Abschalteinrichtungen gemeldet. Im Gegensatz zu früheren Fällen handelt es sich hierbei um kleinere Motoren, die hauptsächlich in der A- und B-Klasse verbaut worden sind. Die Motoren selbst stammen von Renault, sollen aber laut Renault von Mercedes programmiert und kalibriert worden sein.
Die Untersuchungen der Abschalteinrichtungen durch das KBA laufen noch. Mit einem weiteren Rückruf, der erneut tausende Autos betreffen würde, muss offenbar gerechnet werden. Daimler selbst hatte Stand November auf seiner Informationsseite zu laufenden Rückrufen angekündigt, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass das KBA weitere Anordnungen für Rückrufe erlassen werde.
Laut dem Handelsblatt handelt es sich beim betroffenen Motor um den OM 607, der erste Dieselmotor, der aus der Kooperation zwischen Renault und Daimler hervorgegangen war. In Frankreich muss sich Renault ebenfalls Vorwürfen des Abgasbetrugs stellen. Französische Ermittler berichteten dort ebenfalls von einer unzulässigen Abschalteinrichtung, die in etwa einer Million Renault Diesel Fahrzeugen verbaut worden sein soll. Rechtliche Folgen hatte der Renault Abgasskandal für den Konzern jedoch noch nicht. (Quelle ots)
Autor:‭ ‬Mathias Ebeling

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