J.D. Power 2019 Germany Vehicle Dependability Studie

Ranking Fahrzeugverlässlichkeit in Deutschland: Mercedes schneidet nur unterdurchschnittlich ab

J.D. Power 2019 Germany Vehicle Dependability Studie: Ranking Fahrzeugverlässlichkeit in Deutschland: Mercedes schneidet nur unterdurchschnittlich ab
Erstellt am 16. Mai 2019

Die gute Nachricht zuerst: Gemäß einer gestern veröffentlichten Studie des international renommierten Markenforschungsinstitutas J.D. Power haben Automarken in Deutschland bezüglich der Fahrzeugzuverlässigkeit merkliche Fortschritte erzielt. Jetzt komtm aus Sicht des Sterns die weniger gute Nachricht: Mercedes-Benz liegt im Ranking unter dem Branchendurchschnitt und verfehlt eine Top-Pazierung deutlich. Kleiner Trost: Audi und BMW haben nicht besser abgeschnitten.

Die „J.D. Power 2019 Germany Vehicle Dependability Study" ermittelt auftretende Probleme pro 100 Fahrzeugen anhand von 177 Problemsymptomen in acht Kategorien: Karosserie; Fahrerlebnis; Funktionen/Bedienelemente/Displays; Audio/Kommunikation/Entertainment/Navigation; Sitze; Heizung, Lüftung und Klimaanlage; Fahrzeuginnenraum sowie Motor & Getriebe. Obwohl die Studie zeigt, dass sich die Gesamtzuverlässigkeit erhöht hat, bleiben einige von Deutschlands eigenen Marken hinter den Erwartungen zurück. Tatsächlich verbleiben beim diesjährigen Ranking alle drei deutschen Premium-Automarken -Audi, BMW und Mercedes-Benz - unter dem Branchendurchschnitt.

„Autokäufer in Deutschland scheinen den deutschen Premiummarken besonders treu zu sein. Aber diese Treue wird nicht nachhaltig sein, wenn die die Begeisterung für das Produkt, die zum Kaufzeitpunkt vorlag, durch die alltägliche Nutzungserfahrungen abgeschwächt wird“, warnt Josh Halliburton, Europa-Chef bei J.D. Power. „Volvo—die führende Premiummarke—und ein Großteil der Volumenmarken erzielten wesentlich bessere Ergebnisse als deutsche Marken. Audi, BMW und Mercedes-Benz müssen sich intensiver damit auseinandersetzen, wie sie die Probleme beheben können, bevor Kunden anfangen, sich anderweitig umzusehen.“ Übrigens: Die deutschen Premiummarken erzielten diese schwache Leistung trotz der Tatsache, dass Besitzer von Premiumfahrzeugen eher dazu bereit sind, Qualitätsprobleme zu verzeihen, als Besitzer von Volumenmarken.

Marken-Ranking

Die Gesamtzuverlässigkeit wird durch die Anzahl an auftretenden Problemen pro 100 Fahrzeugen ermittelt. Die ersten 11 Plätze bei der Fahrzeugzuverlässigkeit gehen an Volumenmarken, wobei Mitsubishi bezüglich der Gesamtzuverlässigkeit des Fahrzeugs am besten abschneidet.Volvo erzielt innerhalb der Premiummarken das beste Ergebnis, belegt aber insgesamt nur Platz 12. Die deutschen Premiummarken BMW, Mercedes-Benz und Audi belegen Platz 17, 19 und 21. Ganz sieglos blieb Mercedes-Benz Cars bei der J.D. Power Studie aber nicht. In den einzelen Segmenten gab es sogar zwei erste Plätze für Daimler-Produkte: So wurde zum besten Kleinstwagen der smart fortwo gekürt. Und in der Oberklasse kam die Mercedes E-Klasse  auf den ersten Rang.  

 

Hinweis zur  Studie
Die Studie „2019 Germany Vehicle Dependability Study“ basiert auf den Antworten von 12.854 Besitzern von Fahrzeugen, die zwischen November 2015 und Januar 2018 zugelassen wurden. Die Studie, welche die Probleme ermittelt, die während der letzten 12 Monate bei Erstbesitzern von Fahrzeugen in Deutschland 12-36 Monate nach Kauf auftraten, wurde von November 2018 bis Januar 2019 durchgeführt. (Foto: GTÜ / Grafik: J.D. Power


Autor:‭ ‬Mathias Ebeling

1 Kommentar

  • Karl der Kleine

    Karl der Kleine

    Antworten von 12.854 Besitzern von Fahrzeugen haben dieses Ranking geschaffen. Eine objektive Ermittlung ist auf jeden Fall zuverlässiger. Vor einer Bundestagswahl habe ich auf Befragen die Antwort gegeben, dass ich die ………. Partei wähle, obwohl ich die nicht ausstehen kann.

Schreibe einen Kommentar

Login via Facebook

Community