Formel E

HWA RACELAB macht die FIA Formel E spannend

Formel E : HWA RACELAB macht die FIA Formel E spannend
Erstellt am 8. Oktober 2018

Neuer Name, neue Rennserie, neue Herausforderung: In wenigen Wochen wird das erfolgreichste Team in der Geschichte der DTM in der ABB FIA Formel E Meisterschaft antreten. Der Start in der vollelektrischen Rennserie erfolgt unter dem neuen Teamnamen HWA RACELAB. Um die Herausforderung der Formel E zu meistern, hat das Engineering-Unternehmen aus Affalterbach eine schlagkräftige Mannschaft aus Motorsport-Experten aufgestellt und eine komplett neue technische Infrastruktur geschaffen.

Nahtloser Anschluss an die DTM

Als Teamchef von HWA RACELAB trägt Ulrich Fritz die Gesamtverantwortung für das neue Formel-E-Engagement. Dem Vorstand der HWA AG und langjährigen DTM-Teamchef zur Seite stehen wird Franco Chiocchetti als Head of Formula E Operations. Der Südafrikaner verstärkt seit März 2018 die HWA AG und besitzt langjährige Erfahrung in der Formel E als technischer Einsatzleiter und Renningenieur. Komplettiert wird der Führungskreis von HWA RACELAB durch den Director Track Operations Martin Marx, der in dieser Funktion schon entscheidend zu den zahlreichen Erfolgen von HWA in der DTM beitragen konnte.
„Der Teamname HWA RACELAB bündelt die DNA der HWA AG. Seit der Gründung der Firma 1998 liegt unsere Kernkompetenz in der Entwicklung, der Forschung und im Einsatz von Fahrzeugen im Rennsport. Um erfolgreich an der ABB FIA Formel E Meisterschaft teilzunehmen, wird es in erster Linie auf die Fokussierung und das Vertrauen auf diese Kompetenzen ankommen“, so Ulrich Fritz. Somit wird HWA nach dem DTM-Aus nahtlos weiterarbeiten können. Dadurch sollen laut Uli Fritz auch keine Stellen abgebaut werden müssen. Von den rund 150 in das DTM-Projekt eingebundenen Mitarbeitern werden ca. 50 in das Formel-E-Projekt übernommen. Weitere Fachkräfte kümmern sich im Verbund mit den beiden britischen Mercedes-Werken um die Entwicklung des eigenen Autos ab 2019.

Weitere Projekte von HWA RACELAB?

Zudem sprach Uli Fritz etwas kryptisch von weiteren Projekten, die man in der Pipeline habe, ausdrücklich auch über die geplante Partnerschaft mit dem wahrscheinlichen DTM-Einsteiger Aston Martin hinaus. Was das sein könnte, darüber kann man nur spekulieren. Möglich wäre beispielsweise die Entwicklung eines Rennautos auf Basis der neuen A-Klasse für die boomende TCR-Klasse, was allerdings noch vor wenigen Wochen seitens AMG Customer Racing ausgeschlossen wurde. Sinn machen würde solch ein Engagment aber schon, denn in der TCR-Klasse könnte sich der neue Mercedes-AMG A35 gegen seine direkten Mitbewerber im Markt messen. 

Bat Mobil in neuen HWA-Farben

Als Fahrzeug von HWA RACELAB in der Formel E kommt das neue Generation-2-Car VFE-05 des Herstellers und Partners Venturi Automobiles zum Einsatz. Das futuristische Design des Fahrzeugs mit schwarzer Carbon-Optik und Akzenten in der Farbe Technical Blue ist dem neuen Erscheinungsbild von HWA RACELAB entlehnt. Die kommende Saison ist ein reiner Kundeneinsatz, bei der das Fahrzeug von HWA nicht oder nur wenig weiter entwickelt wird. Ziel ist es eher, in die neue Rennserie hinein zu finden und die Abläufe kennen zu lernen.

Wer wird Paffetts Teamkollege?

Am Steuer des vollelektrischen Boliden wird Gary Paffett sein Debüt in der ABB FIA Formel E Meisterschaft geben. Der DTM-Champion von 2005 und Meisterschaftsanwärter der laufenden DTM-Saison zählt zu den bekanntesten Namen im internationalen Motorsport. Anfang 2018 hatte der Brite bei einem Rookie-Test in Marrakesch schon erste Erfahrungen in einem Formel-E-Fahrzeug sammeln können. Am 15. Dezember startet er mit HWA RACELAB in Riad (Saudi-Arabien) in die neue Saison 2018/19. Wer das zweite Einsatzfahrzeug des Teams pilotieren wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. AMG-Pilot Maro Engel, der bereits zwei Saison in der Formel E unterwegs war und sehr viel Erfahrung mitbringen würde, scheint ein idealer Kandidat zu sein. Allerdings äußerte sich Teamchef Uli Fritz im Gespräch zurückhaltend: "Ich weiß nicht, ob uns ein erfahrener Pilot wirklich helfen würde. So jemand würde wahrscheinlich zu einseitig denken. Ich bin eigentlich ein Freund von frischen Ideen und hätte kein Problem mit zwei Formel-E-Rookies. So können die Piloten völlig unbefangen an die Sache heran gehen und ihre unverfälschten Eindrücke einbringen." Gerüchteweise steht der in der Formel 1 bei Mclaren aussortierte Belger Stoffel Vandoorne auf der Pole Position. Aber auch die DTM-Piloten Lucas Auer, Paul di Resta und Daniel Juncadella dürfen sich noch Hoffnungen machen. Ex-Mercedes-Junior Pascal Wehrlein ist hingegen raus. "Ich hätte mir vorstellen können, es mit ihm zu versuchen", so Uli Fritz. "Allerdings hätte er sich zu hundert Prozent auf die Formel E konzentrieren müssen. Das konnte er wegen seiner Formel-1-Ambitionen nicht garantieren. Und mir nützt ein Pilot nichts, den ich vielleicht nach zwei Rennen schon wieder ersetzen muss." Nach dem DTM-Finale in Hockenheim und den Testfahrten der Formel E in Valencia will man den zweiten Piloten bekannt geben.



Gary Paffett ist jedenfalls heiß auf die neue Herausforderung: „Ich bin wirklich sehr gespannt darauf, mit HWA in die fünfte Saison der Formel E zu starten. Im Grunde ist es das erste Mal seit 15 Jahren, dass ich wieder eine Serie und damit auch das Fahrzeug wechsle. Das wird eine große Herausforderung – für mich aber auch für das Team. Die meisten sind – so wie ich – Umsteiger aus der DTM. Von daher gibt es für uns viel zu lernen. Der Start wird sicher nicht einfach, aber wir sind bereit und alle freuen sich darauf. Die Formel E ist eine sehr vielversprechende Serie mit guten Perspektiven. Es ist toll, ein Teil davon zu sein. Ich habe Anfang des Jahres das Rennen in Marrakesch gesehen und war begeistert von der Atmosphäre. Ganz anders als die DTM und alles, was ich sonst gesehen habe. Auf dieses neue Format müssen wir uns einstellen und unsere Herangehensweise an so ein Rennwochenende entsprechend anpassen. Das Niveau der Fahrer und Teams ist auf jeden Fall sehr hoch.“

Bildergalerie: HWA RACELAB

50 Bilder Fotostrecke | HWA RACELAB - Formel E aus Affalterbach: Aufbruch in eine neue Epoche #01 #02

Autor:‭ ‬Mathias Ebeling, Christopher Otto

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Login via Facebook

Community

  • gartendj
    Gartendj kommentiert den Artikel Aloha-Benz: 1990er Mercedes-Benz 200 E: Ein W124 macht die (un-)perfekte Welle:
    „Schöner Wagen. Bisschen wenig PS und dann noch Automatic. Aber zu ner Frau passt das ganz gut.“
    vor einer Stunde
  • gartendj
    Gartendj kommentiert die Fotostrecke 1965er Mercedes-Benz 190D „special customized edition“:
    „Sieht cool aus, ordentlich Leistung. Fehlt nur noch das Schaltgetriebe.“
    vor einer Stunde
  • Fanmercedes
    Fanmercedes ist neu in unserer Community, sag doch mal "Hallo" zu ihm!
    vor 15 Stunden
  • pinupkazino
    Pinupkazino ist neu in unserer Community, sag doch mal "Hallo" zu ihr!
    vor einem Tag
  • CoinBitWeica
    CoinBitWeica ist neu in unserer Community, sag doch mal "Hallo" zu ihr!
    vor einem Tag
  • KLE907
    KLE907 ist neu in unserer Community, sag doch mal "Hallo" zu ihm!
    vor einem Tag
  • egide aus belgien
    Egide aus belgien kommentiert den Artikel Glassdoor-Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit: Beste Arbeitgeber Deutschlands 2021: Daimler nicht mehr unter den Top 10?:
    „Ja mit Ola wird nichts noch besser werden, sehr sehr schade fur die schöne Marke Mercedes-Benz.“
    vor 3 Tagen
  • Dr. H. Neuroth
    Dr. H. Neuroth sagt: „Wie kann ein renommiertes Autohaus, wie Mercedes es nun mal sein will, weiterhin reines Gewissens Fahrzeuge der E-Klasse ausliefern, wohl wissend, dass der gutgläubige Kunde bei einem Defekt an der Batterie WOCHENLANG auf sein gerade gekauftes und bezahltes Auto verzichten muss ??! Wieso werden potentielle Kunden von einem seriösen Autohersteller vor so einer bitteren Erfahrung nicht gewarnt.“ zu...
    vor 3 Tagen
    Dr. H. Neuroth hat sein Profilbild geändert
    Di, 19. Januar 2021
  • Dr. H. Neuroth
    Dr. H. Neuroth sagt: „Am 4.12.20 habe ich bei der Fa. RKG-Bonn meinen neuen Mercedes E-300 T übernommen. Nach sage und schreibe 15 Minuten fiel das Fahrzeug mit einem elektrischen Fehler aus und musste abgeschleppt werden. Noch am selben Tag wurde das Neufahrzeug in der Werkstatt von RKG-Bonn beim Herausfahren aus der Halle an Beifahrertür und der hinteren rechten Tür beschädigt ! Aber es kommt noch besser, bzw. peinlicher für Mercedes: Seit nunmehr 7 Wochen kann das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit ausgehändigt werden. Die notwendige 48-Volt-Batterie ist nicht lieferbar !!! am 18.1.21 wurde mir mitgeteilt, dass eine Ersatzbereit eventuell im Februar lieferbar ist. “ zu...
    vor 3 Tagen
    Dr. H. Neuroth hat sein Profilbild geändert
    Di, 19. Januar 2021
  • Dr. H. Neuroth
    Dr. H. Neuroth sagt: „Neufahrzeug E 300 T seit Übernahme schon 7 Wochen nicht fahrbereit !!!“ zu...
    vor 3 Tagen
    Dr. H. Neuroth hat sein Profilbild geändert
    Di, 19. Januar 2021