Daimler & Elektromobilität

Medien kritisieren neuen Kurs: Wiederholt Källenius Zetsches Fehler?

Daimler & Elektromobilität: Medien kritisieren neuen Kurs: Wiederholt Källenius Zetsches Fehler?
Erstellt am 10. Juli 2020

Der Daimler ist in der Krise. Der Börsenkurs im Keller. Wer trägt die Schuld an der Misere? Corona wohl nicht, denn schon vor der Pandemie krachte es im Gebälk und ächtzten die Grundfesten des Konzerns. Nachher ist man immer schlauer: Getreu dieser Devise zeigen die Finger von Investoren und Kommentatoren, wenn es um die Schuldfrage ging, warum Daimler zum Sanierungsfall wurde, auf den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche - nach dessen Abgang wohlgemerkt. Siehe z.B. HIER eine aktuelle „Abrechnung" der FAZ.

Buhmann Zetsche?

Zetsche habe die Fehler gemacht. Zetsche hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Zetsche hat die Weichen für neue Technologien nicht gestellt. Zetsche hat zu sehr und zu lange auf den Verbrenner gesetzt. Selbstherrlich quasi wie ein Sonnenkönig und sehenden Auges habe dieser das Unternehmen nahe an den Abgrund geführt. Der von ihm aufpolierte Glanz des Sterns als weltweit führende Premium-Automobilmarke und globaler Technologieführer sei zum Schluss nur schöner Schein gewesen. Demzufolge muss nun, salop gesagt, Zetsches Nachfolger Källenius die Suppe auslöffeln, die sein Vorgänger ihm eingebrockt hat. Das scheint eine Kernerarbeit zu sein. Aber der Mann, der es nun wuppen soll, heißt Ola und nicht Herkules. Viele Baustellen sind zu beackern. Technologischer Rückstand ist aufzuholen. Mittlerweile wird Källenius Plan klarer: Marge von Verkaufszahlen und Elektromobilität zuerst - wobei im Pkw-Bereich Batterietechnik absoluten Vorrang hat. Die Stuttgarter Nachrichten mahnen nun, dass dieser Kurs, in Sachen Pke-Elektromobilität alles auf eine Karte, nämlich die Batterie, zu setzen, sehr riskant sei. Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche habe einst das E-Auto missachtet und den Platz für Tesla frei gemacht. Sein Nachfolger Ola Källenius sei nun dabei, einen solchen Fehler zu wiederholen: "Unter Zetsche sollte es einst der Verbrenner richten, Källenius verengt den Blick nun seinerseits auf das von Zetsche vernachlässigte Batterieauto. Zetsche ließ sich einst von Tesla überholen, und mit dem Ausstieg aus der Entwicklung der Pkw-Brennstoffzelle räumt auch Källenius den Platz auf der linken Spur. Es wäre bitter für den Konzern, wenn er auch bei der auf große Autos zugeschnittenen Wasserstofftechnologie in Rückstand geriete und sich eine weitere schwer zu gewinnende Aufholjagd zumuten müsste“, heißt es in dem mahnenden Kommentar, den Ihr HIER in voller Länge lesen könnt.

Autor: Mathias Ebeling

1 Kommentar

  • R129Fan

    R129Fan

    "FAZ". Jau. Merkels Qualitätspresse. Von nichts eine Ahnung aber davon viel. Wer auf die veraltete Batterietechnik setzt wird bald auf dem Abstellgleis landen. Wenn Merkel die Dampfmaschine als Antriebsart der Zukunft gepriesen hätte, wäre der "Kommentar" genauso geschrieben worden. Deutschland ist halt am Ende. Der letzte macht das Licht aus.

Schreibe einen Kommentar

Login via Facebook

Community

  • egide aus belgien
    Egide aus belgien kommentiert den Artikel Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit: Beste Arbeitgeber Deutschlands 2021: Daimler nicht mehr unter den Top 10:
    „Ja mit Ola wird nichts noch besser werden, sehr sehr schade fur die schöne Marke Mercedes-Benz.“
    vor 4 Stunden
  • Dr. H. Neuroth
    Dr. H. Neuroth sagt: „Wie kann ein renommiertes Autohaus, wie Mercedes es nun mal sein will, weiterhin reines Gewissens Fahrzeuge der E-Klasse ausliefern, wohl wissend, dass der gutgläubige Kunde bei einem Defekt an der Batterie WOCHENLANG auf sein gerade gekauftes und bezahltes Auto verzichten muss ??! Wieso werden potentielle Kunden von einem seriösen Autohersteller vor so einer bitteren Erfahrung nicht gewarnt.“ zu...
    vor 17 Stunden
    Dr. H. Neuroth hat sein Profilbild geändert
    Di, 19. Januar 2021
  • Dr. H. Neuroth
    Dr. H. Neuroth sagt: „Am 4.12.20 habe ich bei der Fa. RKG-Bonn meinen neuen Mercedes E-300 T übernommen. Nach sage und schreibe 15 Minuten fiel das Fahrzeug mit einem elektrischen Fehler aus und musste abgeschleppt werden. Noch am selben Tag wurde das Neufahrzeug in der Werkstatt von RKG-Bonn beim Herausfahren aus der Halle an Beifahrertür und der hinteren rechten Tür beschädigt ! Aber es kommt noch besser, bzw. peinlicher für Mercedes: Seit nunmehr 7 Wochen kann das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit ausgehändigt werden. Die notwendige 48-Volt-Batterie ist nicht lieferbar !!! am 18.1.21 wurde mir mitgeteilt, dass eine Ersatzbereit eventuell im Februar lieferbar ist. “ zu...
    vor 17 Stunden
    Dr. H. Neuroth hat sein Profilbild geändert
    Di, 19. Januar 2021
  • Dr. H. Neuroth
    Dr. H. Neuroth sagt: „Neufahrzeug E 300 T seit Übernahme schon 7 Wochen nicht fahrbereit !!!“ zu...
    vor 17 Stunden
    Dr. H. Neuroth hat sein Profilbild geändert
    Di, 19. Januar 2021
  • Dr. H. Neuroth
    Dr. H. Neuroth hat sein Profilbild geändert
    vor 17 Stunden
  • Dr. H. Neuroth
    Dr. H. Neuroth ist neu in unserer Community, sag doch mal "Hallo" zu ihm!
    vor einem Tag
  • Pano
    Pano kommentiert den Artikel Durchgesickert: Mercedes-Benz Roadmap 2021: Zeitplan: Wann kommen EQS, C-Klasse BR 206 und SL R232?:
    „Wenn also wie beim EQA die Premiere etwa zwei Wochen vor der Bestellfreigabe ist, kann man sich j...“
    vor einem Tag
  • wevi85
    Wevi85 hat einen neuen Forenbeitrag zum Thema Grüße aus dem Ruhrgebiet EN verfasst:
    „Getriebelagerung ist auch neu“
    vor 2 Tagen
  • wevi85
    Wevi85 hat einen neuen Forenbeitrag zum Thema Grüße aus dem Ruhrgebiet EN verfasst:
    „Motorlager kamen schon original von Mercedes neu und sind ok, ein neues Mittellager wurde verbaut...“
    vor 2 Tagen
  • wevi85
    Wevi85 hat einen neuen Forenbeitrag zum Thema Grüße aus dem Ruhrgebiet EN verfasst:
    „Gerne, leider ärgert mich mein neuer 210er weiterhin :( und niemand kann es reparieren, langsam v...“
    vor 2 Tagen