Absatzzahlen 2023 lassen den Stern im Dreikampf nicht glänzen

BMW hängt Mercedes ab. Audi kommt näher

Absatzzahlen 2023 lassen den Stern im Dreikampf nicht glänzen: BMW hängt Mercedes ab. Audi kommt näher
Erstellt am 14. Januar 2024

Nachdem BMW, Mercedes-Benz und Audi ihre Absatzzahlen für 2023 veröffentlicht haben, dürfte es beim Stern Diskussionsbedarf geben. Während Mercedes-Benz Cars mit einem Absatz von 2.043.800 Einheiten einen Absatz auf Vorjahresniveau erzielte, konnten BMW und Audi beim Absatz erheblich zulegen. Die BMW Group meldet für das Gesamtjahr 2023 für die Kernmarke BMW weltweit 2.253.835 ausgelieferte Fahrzeuge (+7,3 %). Bei Audi stehen exakt 1.895.240 Pkw (+17 %) in der Zeile Absatz 2023 in den Büchern. BMW hat Mercedes-Benz damit deutlich abgehängt. Zudem tauchen die vier Ringe langsam aber sicher formatfüllend im Rückspiegel von Mercedes-Benz auf.

BMW hängt Mercedes ab

Mercedes-Benz zeigt sich offiziell zufrieden mit dem Erreichten. Lieferkettenprobleme hätten ein besseres Ergebnis verhindert, heißt es. Mercedes-Vetriebschefin Britta Seeger lobt das Resultat: „Wir haben unser Absatzziel im Jahr 2023 dank des ungebrochenen Vertrauens unserer Kundinnen und Kunden in unsere Produkte und unsere Marke erreicht“, sagt sie. Aber warum haben BMW und Audi deutlich besser als der Stern beim Absatz performt? BMW triumphiert mit weltweit 2.253.835 ausgelieferten Fahrzeugen im Jahr 2023 souverän den Dreikampf mit Mercedes-Benz und Audi und kann nach 2022 auch 2023 die Spitzenposition im weltweiten Premiumsegment behaupten. Mercedes hat auf BMW einen Rückstand von 210.035 Einheiten. Das ist viel. BMW hat den Stern abgehängt

Audi holt auf

Audi hat im Jahr 2023 rund 1,9 Millionen Autos ausgeliefert. 1.895.240 Pkw mit vier Ringen fanden einen Käufer. Im Vergleich zum Vorjahr, als Audi 1.614.231 Pkw in alle Herren Länder auslieferte, bedeutet dies ein Wachstum von 17 %. Übrigens: Die Ingolstäder konnten im vergangenen Jahr in allen Weltregionen die Auslieferungszahlen steigern und stärker wachsen als der Gesamtmarkt. Der Rückstand auf Mercedes-Benz beträgt lediglich 148.560 Einheiten. Bleibt die Performance von Audi in diesem Jahr auf Wachstumskurs, während der Absatz von Mercedes-Benz Cars so wie in diesem Jahr stagniert, dann wird Mercedes-Benz nurmehr die dritt beliebteste deutsche Premiummarke der Neuwagenkäufer sein. Warum fährt BMW vor und warum holt Audi beim Absatz auf? Sind es Lieferkettenprobleme allein, die ein Wachstum von Mercedes-Benz 2023 verhinderten? Beim Handelsblatt hat man eine Idee, wie es zu dieser Situation kommen konnte: Die unterschiedliche Entwicklung hänge mit der Preispolitik der Konzerne zusammen, lautet hier die Analyse. Während Ola Källenius dem Stern hohe Preise verordnet hat, würden die Margenziele bei BMW und Audi deutlich bescheidener ausfallen. Die vergleichsweise günstigeren Preise bei BMW und Audi würden den Neuwagenkunden am Ende in deren Autohäuser lenken.

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1 Kommentar

  • W124-300E

    W124-300E

    Es ist ein Armutszeugnis für Audi und vor allem Mercedes, dass ausgerechnet die Prollmarke BMW weltweit die Nase vorn hat. Woran liegt das? Audi wird meines Erachtens nicht überall als gleichwertige Alternative zu BMW und Mercedes betrachtet. Technisch sind die Ingolstädter bis auf den fehlenden Hinterradantrieb jedoch auf einem Level mit den beiden. Bei Mercedes geht die Luxusstrategie zu Lasten des Absatzes. In Zeiten des Halbleitermangels wurden die Einstiegsmodelle A- und B-Klasse und deren Derivate zugunsten der hochpreisigeren Modelle benachteiligt, wodurch beispielsweise der Absatz der A-Klasse spürbar zurückgegangen war. Hinzu kommt die anfänglich völlig überzogene Preispolitik bei den Elektromodellen, die dadurch nicht auf ordentliche Stückzahlen gekommen sind. Und was ist mit BMW? Ich bin davon überzeugt, dass die Absatzzahlen bei BMW noch besser sein könnten, als sie es ohnehin schon sind. Warum? Ganz einfach: BMW gilt zwar als eine der besten Marken überhaupt, hat aber dennoch ein Imageproblem. Dabei geht es nicht um die Fahrzeuge an sich, sondern um die Fahrer. Speziell die etwas älteren und damit preislich erschwinglicheren Modelle werden von einer gewissen Klientel heiß begehrt: jung, männlich, geringes Bildungsniveau, gerne auch mit Migrationshintergrund. Das hat BMW selbst verursacht. Das sportliche Image imponiert solchen Leuten. Das Ergebnis sind verbastelte Prollkarren, die mit einer entsprechenden Fahrweise bewegt werden. Zum Glück hat Mercedes weitgehend immer noch ein Rentnerimage, welches diese Klientel größtenteils von der Marke fernhält. Hinzu kommt bei BMW die generelle Fahrweise vieler Fahrer, auch was die neuen Modelle betrifft.. Aus eigener Erfahrung (zeitweise über 30.000 km/Jahr mit hohem Stadt- und Autobahnanteil) kann ich bestätigen, keine Fahrer anderer Marken vorhalten sich im Straßenverkehr so asozial wie jene, die in einem BMW setzen. Dabei zeigen sich immer die gleichen Verhaltensmuster: geblinkt wird generell nicht, bei der Auffahrt auf Autobahnen wird gleich auf die linke Spur gezogen, unabhängig von der Witterung wird auf der AB mit hoher Geschwindigkeit auf der linken Spur gefahren und natürlich auch gedrängelt. Klar gibt es auch bei BMW einen großen Anteil seriöser Fahrer, aber der Assi-Anteil ist einfach exponentiell höher als bei der Konkurrenz. Aus diesem Grunde ist BMW für mich ein absolutes no-go. Ich weiß, dass viele andere der gleichen Meinung sind. Diese Abschreckung potentieller seriöser Kunden hat den "Sieg" der Münchner jedoch nicht verhindern können. Da kann man BMW eigentlich nur gratulieren. Irgendwie haben sie letztendlich doch alles richtig gemacht.

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