So war`s: 3. MIB-Rallye (12.05-14.05.2017)

Der besondere Rallye-Fahrspaß mit Stern

So war`s: 3. MIB-Rallye (12.05-14.05.2017) : Der besondere Rallye-Fahrspaß mit Stern
Erstellt am 19. Mai 2017

75 Teams starteten zur 3. MIB-Rallye und machten auch diese Ausgabe zu einem Erfolg. Viele schöne und teilweise einzigartige Autos, ein bisschen Prominenz, schöne Strecken und viel gute Laune sind die Zutaten zu dieser Ausfahrt, die das Zeug dazu hat Kult zu werden.

Für Team 60 war die Rallye vorbei, bevor sie überhaupt losging. So sah es jedenfalls aus. Der 560 SL erreicht Aschaffenburg auf dem letzten Drücker mit einer defekten Lichtmaschine. Wo kriegt man Freitagabends um 17.30 Uhr noch eine Lima her. „Machen Sie sich keine Sorgen, morgen früh haben wir eine Lichtmaschine und die Werkstatt baut sie Ihnen pünktlich ein, sodass Sie an den Start gehen können!" Die Kunzmänner haben Wort gehalten, und Wolfgang Gensbergers auf Hochglanz polierter 560 SL lief ins Ziel ohne zu Mucken. Das war zwei weiteren Startern leider nicht vergönnt. Der 280 SE 4.5 von Team 15 verabschiedete sich mit Zündaussetzern, was Thorsten und Simone veranlasste noch flott auf den gemeinsamen SLC umzusteigen. Einmal nach Hause düsen, neues Auto holen. Na klar, MIB-Rallye ist nur einmal im Jahr. Und dann schlug der Defektteufel bei dem vielleicht ungewöhnlichsten Teilnehmer zu. Als der wunderschöne S 11 SETRA kurz vor dem Ziel mit nicht mehr dichtenden Ventildeckeldichtungen zu kämpfen hatte, entschied sich Udo Sürig, den eleganten Bus besser stehen zu lassen. Udo selbst war mit Kollege Michael Abele in einem himmelblauen 450 SE „mit fast ohne Extras“ unterwegs. Diese eigentümliche S-Klasse (S wie Sparen) war einst Dienstwagen von Firmengründer Karl Kässbohrer.

Das Video: Men in Benz: die 3. Rallye für alle mit Stern

 

Teilnehmer wie Carspotter kommen bei der MIB-Rallye also immer auf ihre Kosten, wenn es darum geht, schöne oder einzigartige Mercedes-Benz Modelle zu bewundern. Ralf Weber präsentierte seinen aufgefrischten SGS 190 St. Tropez in Candy Grün-Metallic. Clou dieses einzigartigen Baby-Benz ist die Cabrio-Limousinen-Konstruktion, die ein wenig an die 3er BMW Baur-Cabrios erinnert, nur dass der 190er ein Viertürer ist. Gleich zwei Evo 2 fanden sich in diesem Jahr im Starterfeld. Und noch ein 190er als Feuerwehrauto. Nix Besonderes? Denkste, das Modell hat Prototypen-Charakter und ist somit ein einmaliges Sammlerstück. Ein Augen- und Ohrenschmaus ist das Mechatronik M-Coupé 5.5. Hier steckt unter klassischem Blech moderne Technik, die jederzeit – so Mechatronik – zurückgerüstet werden kann. Alle 75 Starter einzeln aufzuführen, sprengt hier den Raum, daher sei stattdessen auf unsere Fotostrecke verwiesen. Wir finden, die Mischung aus Klassikern, Youngtimern, AMG-Modellen und raren Einzelstücken stimmt.

 Petrus ist ein Mercedes-Fan

Die Wetterfrösche hatten im Vorfeld geunkt und schlechtes Wetter verkündet. Doch statt Niederschläge gab es dann überwiegend Hochstimmung. Die Sonne erlaubte den Cabriofahrern und –fahrerinnen offen zu fahren, die Strecken waren nicht nur schön ausgesucht, sondern hatten auch gut Gripp. Führte uns die 1. Etappe über ca. 144 km durch das Neckartals von Aschaffenburg nach Sinsheim, kurvten wir nach dem Mittagessen im Sinsheimer Golfclub durch verträumte kleine Dörfer und erreichten nach ca. 110 km das Tagesetappenziel in Sindelfingen. Die Strecke lag so abseits, dass wir für längere Zeit ohne Mobilnetz waren.

Die 3. Etappe (121 km) führte von Sindelfingen über Affalterbach zum finalen Zielort, dem Mercedes-Benz Museum, wo dann auch die Siegerehrung stattfand. In Affalterbach machten wir allerdings nicht bei AMG einen Zwischenstopp, sondern bei HWA, benannt nach seinem Gründer Hans Werner Aufrecht. Das Unternehmen ist u.a. verantwortlich für die DTM-Aktivitäten der Daimler AG. Hochkaräter wie der CLK AMG GTR (The Unicorn), eine Replika der Roten Sau, das Meisterauto von Pascal Wehrlein oder ein rarer CLK 63 AMG DTM erwarteten die Rallye-Fahrer. Zuvor aber hatten die Starter eine neue Art von Aufgabe zu bewältigen. Es galt vor dem Geburtshaus von Gottlieb Daimler in Schorndorf ein Team-Selfie zu schießen und mit dem Hashtag #MIBrallye bei Facebook, Twitter oder Instagram hochzuladen. Warum der Hashtag? Klickt bei Instagram doch einfach mal auf #MIBrallye. Nach aktuellem Stand findet man dann so über 500 Fotos zur Rallye. Nicht schlecht, oder?

Prominente Mercedes-Fans im Starterfeld

Für einige Teilnehmer war es bereits der dritte Start bei der dritten Rallye. „Das ist hier alles sehr familiär, da freuen wir uns das ganze Jahr drauf!“, so C63 T-Modell-Pilot Lothar Funke vom Team 48. Den anderen Startern geht es da ganz ähnlich, auch wenn sich manch prominenter Name in die Starterliste geschlichen hat. Wie z.B. Clemens Schickentanz, der 1971 die originale Rote Sau zusammen mit Hans Heyer beim 24 Stundenrennen in Spa auf den 2. Gesamtrang gewuchtet hat. Beim MIB-Talk verriet er den staunenden Zuhörern: „Vor dem Rennen bin ich das Auto keinen Meter gefahren.“ Das wäre heute unmöglich. Das konnte Lance David Arnold bestätigen, der Duisburger AMG-Pilot fuhr für HARIBO-Racing den rasenden Goldbären auf den dritten Gesamtrang des 24 Stundenrennens am Nürburgring 2016. Andere kannten ihn auch von VOX-TV, wo er einer der Protagonisten der Sendung „auto mobil“ ist. Er startete zusammen mit seinem Geschäftspartner Christian Bracke für das Speed Monkeys-Team. Diese Karriere möchte David Beckmann, deutscher Formel 3-Pilot, erst noch machen. Er ging zusammen mit dem früheren Mercedes Motorsport-Kommunikationschef und heutigem Laureus Botschafter Wolfgang Schattling in einem neuen C 63 Coupé an den Start. Oder da wäre auch die sympathische Viola Krauss, Miss Süddeutschland und bekannt vom der Show „Der Bachelor“, bei der sie es bis ins Halbfinale geschafft hatte. Sie pilotierte einen SL 300 von All Time Stars und war begeistert.

Und natürlich zum 3. Mal dabei, das Team „Masters of Speed“, die neben der Roten Sau 3.0, zwei weiteren AMG-Modellen auch einen Actros im AMG-Look mitgebracht hatten. Beim MIB-Talk am Samstag kam dann nicht nur zur Sprache, dass Ron Bussink ein leidenschaftlicher Fan der Marke Mercedes und Laureus-Förderer ist. Er hat u.a. auch die weltbekannten Riesenräder „London Eye“ und das „Cape Wheel“ in Kapstadt konstruiert. Und bei der Rallye sind sie dann alle Teilnehmer wie Du und ich.

 Eine kleine Überraschung brachte dann der zweite Abend. €In Gegenwart des Geschäftsführer von Laureus Deutschland kamen bei einer Versteigerung zugunsten der Stiftung anfänglich 8500 € zusammen, dann orderten zwei Teams und die Redaktion den offiziellen „Drive for Good“-Kleber, damit schnellte die Summe auf 11.500 €. War der erzielte Preis des Neo-Pop-Art Kunstwerks „Fünf Freunde“ aus der Reihe #CANDYCARS der Künstlerin Eva Gieselberg schon eine kleine Überraschung, so ließ es sich Drive for Good-Initiator Ron Bussink nicht nehmen, diese Summe auf 20.000 € nach oben abzurunden. Eine tolle Überraschung! Unser allerbesten Dank an alle, die zu der gelungenen Versteigerung etwas beigetragen haben. Aber das hat auch seine Tücken: Wir haben z.B. einen Startplatz für die 4.MIB-Rallye zur Verfügung gestellt. Und – bums – schon stehen wir unter Zugzwang. Angesichts der stetig steigenden Starterzahlen und des positiven Feedbacks aller Teilnehmer wären wir auf jeden Fall bereit. Nur wann und wo? Das steht noch in den Sternen.

Bei der Abschlussveranstaltung und Siegerehrung musste Mercedes-Fans.de versprechen, dass es eine Neuauflage gibt. Und bei SCHÖNE STERNE 2017 möchte sich die MIB-Rallye-Familie erst einmal wiedersehen. Wir freuen uns drauf.

1189 Bilder Fotostrecke | 3. MIB-Rallye: Große Bildergalerie mit über 1.100 Fotos: Der besondere Rallye-Fahrspaß mit Stern #01 #02

 

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