Hand in Hand mit Prada und Louis Vuitton?

Die Zukunft des Mercedes Designs: Digitale Kunstwerke?

Hand in Hand mit Prada und Louis Vuitton?: Die Zukunft des Mercedes Designs: Digitale Kunstwerke?
Erstellt am 18. Mai 2022

Mercedes-Benz will sich mehr denn je als Luxusmarke positionieren und definiert dabei die Attribute: Unter anderem sollen die Fahrzeuge des schwäbischen Autobauers auch beim digitalen Luxus eine Vorreiterrolle einnehmen und zu einzigartigen begehrenswerten Sammler-Exemplaren mutieren. Ob das gelingt?

Möchte Mercedes-Benz sein wie Prada oder Louis Vuitton?

Gorden Wagener ist mit sich und der Welt zufrieden. „Unsere Definition von Luxus ist Schönheit“, sagt der Mercedes-Designchef und rekelt sich entspannt in seinem Stuhl. Neben ihm steht ein in zwei Farben lackierter Mercedes Maybach, der genau Wageners postulierten Ideal entspricht: „Two tone“ wie die champagnerfarbene-schwarze Lackierung im Designduktus heißt. Luxus wird bei Mercedes in Zukunft eine noch größere Rolle spielen, als das bisher ohnehin der Fall ist. Denn Mercedes will sich als Luxusmarke positionieren. Ein erster wichtiger Schritt ist bereits vollzogen: Mercedes-Benz ist als einziger Automobilhersteller Gründungsmitglied des Aura Blockchain Consortium von Luxusmarken, dem solche Edelmarken wie LVMH (Moët Hennessy – Louis Vuitton SE weltweiter Branchenführer im Luxussegment), die Prada Group, Cartier und die OTB Group. Das Konzept dieser Vereinigung lautet von Luxusmarken für Luxusmarken“.

Ola Källenius: "Mercedes-Benz war immer für seine Ingenieurskunst bekannt. Jetzt wird sie zunehmend digital."

Interieur-Fachgespräch mit Mercedes-Leiterin Color & Trim Belinda Günther

Das bedeutet: Luxus ist in Zukunft auch digital. Und mit der NFT-Technologie (Non-Fungible Token / nicht austauschbares Markenzeichen) kann man diese digitalen Kunstwerke auch fälschungssicher und einmalig machen. Die daraus resultierenden Möglichkeiten sind spannend. Digitale Kunst kann jedes Auto einmalig und wenn es nach den Mercedes-Managern geht, zum begehrenswerten Einzelstück machen. „Aktuell liegt unser Fokus auf dem, was wir als X-Faktor bezeichnen: dem überraschenden und außergewöhnlichen Element, mit dem wir die Erwartungen unserer Kunden übertreffen wollen“, erklärt Gorden Wagener. Mit den großen Bildschirmen, den vielfältigen digitalen Elementen wie dem Ambiente-Licht, die in jedem modernen Auto immer prominenter zu finden sind, wird sich das definitiv realisieren lassen. Dann fährt man eben keine „gewöhnliche“ S-Klasse mehr, sondern eine, die mit digitalen Effekten und Bildern eines besonders angesagten Künstlers veredelt ist, aber allerdings dann auch ein gutes Stück teurer sind. Ganz nach dem Vorbild teurer Luxusuhren, die mit besonderen Ziffernblättern oder anderen Details wie speziellen Logos heute fast unbezahlbar sind.

So will Mercedes-Benz beim Kunden punkten

Mercedes ist bereits eine Kooperation mit dem viel zu früh verstorbenen Architekten und Möbeldesigner Virgil Abloh, der auch für die französische Luxusmarke Louis Vuitton gearbeitet hat und als einer der Superstars der Branche galt, eingegangen. Ein Resultat dieser Zusammenarbeit ist das coole und abgefahrene Project Maybach, ein elektrisches Luxus-SUV-Coupé, gegen das der Tesla Cybertruck aussieht wie eine gewöhnliche Familienkutsche. Der sechs Meter lange zweisitzige Holzfäller-Maybach hat alles, was man braucht, um in Los Angeles einen angemessenen Auftritt hinzulegen: einen mächtigen Kühlergrill, einen exoskelettartigen Überrollbügel, die grobstolligen monströsen Pneus mit 17 Zoll Felgen, die in ausgestellten, auffällig genieteten schwarzen Radläufen stecken und die typische zweifarbige Lackierung in schwarz und beige. Bitte Mercedes baut dieses Auto.

Wem die beige-schwarze Farbkombination gefällt, kann sich eines von 150 Exemplaren der „Limited Edition Maybach by Virgil Abloh“ in die Garage stellen. Allerdings ist dieser Maybach eine klassische Limousine. Im Gegensatz zu dem eher puristischen Offroader bietet der Maybach S 680 das volle Programm – und eben eine speziell entworfene Benutzeroberfläche des MBUX-Infotainments.

Mercedes-Benz drängt auf den Laufsteg

Den klassischen Luxus bietet das Concept Mercedes-Maybach Haute Voiture. Das Wortspiel Haute Voiture (Hochwertiger Wagen) ist eine Anspielung auf die Pariser Top-Modeschauen Haute Couture und das in Nautikblau mit Rosé lackierte Konzeptstudie setzt genau das mit feinen Stoffen und ausgefeilten Details im Innenraum um. Die vorherrschende Farbe des Interieurs ist Weiß: Die Sitze, das Lenkrad, die Armauflagen, das Armaturenbrett, verschiedene Applikationen und der Dachhimmel sind mit weißem Nappaleder bezogen. Dazu kommen weiße Kissen, Fußmatten und Türtaschen aus weißem Kunstfell. Ergänzt wird das Interieur durch dunkelblaues Leder an den Fensterrahmen und auf den Bordkanten sowie Akzente in Roségold. Diesen Farbton findet sich auch im Infotainment wieder, das den Laufsteg-Glamour der großen Modemetropolen widerspiegeln soll. Wer sich also in Paris und Mailand heimisch fühlt, muss noch bis Anfang 2023 warten, bis die limitierte Serienversion des Mercedes-Maybach Haute Voiture auf den Markt kommt.

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