Geheim: Plant Mercedes einen Pickup?

Planen die Schwaben einen Pickup für den Weltmarkt?

Geheim: Plant Mercedes einen Pickup?: Planen die Schwaben einen Pickup für den Weltmarkt?
Erstellt am 6. August 2012

Daimler ist auf Wachstumskurs. besonders deutlich wird das im Kompaktwagen-Segment zu spüren sein. Hier geht Daimler voll auf Angriff. Aber es gibt noch eine weitere beachteswerte Lücke im Portfolio des Vollsortimenters: der Pick Up! Ein interessanter Markt, der vom simplen Nutzfahrzeug bis hin zum hochprofitablen Luxuslaster reicht. Wie man es macht, konnten die Schwaben zu DaimlerChrysler Zeiten beim Dodge Ram hautnah erleben. Übrigens war der Ram nie besser als zu der Zeit, als die Daimler-Ingenieure ihre Finger im Spiel hatten. Durchaus denkbar also, dass Daimler Lust auf einen neuen Laster hat - und das nicht nur wegen dem VW Amarok.

Macht ein Pick up Sinn?

Auf jeden Fall! Als GM in der Krise kurz vor dem K.O. stand, war die Truck-Division vor allem aufgrund der hervorragenden Pick Up-Absätze immer noch profitabel. Die Kunst liegt darin, ein vergleichbar einfaches, aber robustes Fahrzeug zu entwickeln, das hohen Nutzwert zu wirtschaftlichen Kosten bietet, gleichzeitig aber durch sinnvolle Ausstattungspakete auch Einzug in private Haushalte findet. So ist erklärbar, dass es noch gar nicht so lange her ist, als z.B. in den USA 50 % des Marktanteils auf Pick Ups fiel. Im Jahr 2012 gehen US-Experten davon aus, dass allein im Pick Up-Segment 14 Millionen Einheiten verkauft werden. Ein hochprofitables Geschäft.

Nicht ganz so profitabel, aber unter dem Stückzahl-Aspekt nicht zu vernachlässigen, sind die Wachstumsmärkte (im Bild ein Ponton Pick Up, der einst nach Südamerika ausgeliefert wurde), wo der Pick Up als einfaches und robustes Transportmitel geschätzt wird. Insgesamt ergibt sich daraus eine Aussicht auf profitable Stückzahlen und der Zugang zu interessanten Märkten. Liegt hier eine Chance für den Mercedes-Benz Pick Up?

Eigenentwicklung oder Kooperation mit einem Partner?

Stellt sich die Frage, würde Mercedes-Benz einen eigenen Pick Up entwickeln, der möglicherweise von einem bestehenden Mercedes-Modell abgeleitet wäre? Wir vermuten, dass diese Lösung für einen Pick Up zu teuer werden würde. Die Erschließung des Pick Up-Marktes ließe sich aus unserer Sicht am ehesten über die Kooperation mit einem Partner bewerkstelligen, der ein Produkt auf dem Markt hat, das sich auf Daimler-Niveau hoch entwickeln ließe. Im Nutzfahrzeuggeschäft nichts Ungewöhnliches - ganz im Gegenteil. Auch wenn jüngste Berichte die Unlust asiatischer Hersteller mit der europäischen Autoindustrie zu kooperieren, zum Thema haben, halten wir es für nur schwer vorstellbar, das eine hochattraktive Marke wie Mercedes-Benz als Kooperationspartner einen Korb bekäme.

Wer wäre für die Schwaben ein interessanter Partner? Vielleicht Nissan? Zumal die Japaner mit dem Navara einen Pick Up im Programm hätten, der über eine ideale Spannweite verfügt und sowohl als Lastesel wie als Luxus-Laster taugt. Eine nächste - vielleicht gemeinsam entwickelte - Generation könnte auch den Einzug von Daimler-Antriebskomponenten möglich machen. Zu gewagt spekuliert?

Die Mercedes Pick Up-Historie

Neu wäre ein Pick Up mit Stern nicht. Hat es in der Geschichte der Marke Mercedes-Benz immer schon gegeben, auch wenn die Karosserie-Variante von Partner Unternehmen wie LUEG oder BINZ kamen. Vor rund 10 Jahren tüftelten die Daimler-Designer erneut an einem Pick Up (isehe Foto rechts)!

Wir haben eine kleine Auswahl - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - zusammengestellt, die deutlich machen soll, dass ein Pick Up nicht unbedingt von einem anderen Stern käme. Ist ein Mercedes-Benz Pick Up also mehr als reine Phantasie?

Wir glauben, dass die Schwaben als "Vollsortimentanbieter" diese Lücke, die ein attraktives Geschäft verspricht, in nicht allzu ferner Zukunft schließen werden.



Text: Thomas Ebeling

Illustration: Christian Schulte

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16 Kommentare

  • Mercedes-Fans.de

    Mercedes-Fans.de

    Heute hat Mercedes-Benz bekanntgegeben, dass an einem Pickup gearbeitet wird. Wir denken, dass das genau die richtige Entscheidung ist.
  • CelvinK

    CelvinK

    Gibt es etwas neues zum Thema "Pickup von Mercedes-Benz"? Würde mich interessieren...ich bin mir sicher, dass ein Pickup gut zu Mercedes passen würde. Liebe Grüße
  • G-Wolf

    G-Wolf

    Richtig.Daimler braucht einen Pickup.Der Amarok vom Wettbewerber läuft ja wie geschnitten Brot und auf Basis der ML- bzw. GL-Klasse läßt sich auf jeden Fall etwas brauchbares auf die Räder stellen.Wie ich Daimler kenne wird so ein Fahrzeug eher im Premiumsegment angesiedelt werden und da kommt dann schnell ein hübsches Sümmchen zusammen.Ich persönlich hoffe analog zur G-Klasse Professional-Serie auf eine eher nutzwertorientierte Variante (ohne Ledersitze, ohne lackierte Stoßfänger,ohne 19 Zoll Räder,etc.).Bleibt also abzuwarten wann und wie der Mercedes-Pickup erscheint.
  • Mercedes-Fans.de

    Mercedes-Fans.de

    @Pierro: Es muss heißen, der Sprinter LIEF als Dodge... die Zeiten sind vorbei! Daimler versucht den Sprinter seit geraumer Zeit in den USA unter dem Mercedes- und Freightliner Label zu vermarkten. Siehe: http://www.mercedes-fans.de/news/news_artikel/sprinter_jetzt_auch_in_den_usa/id=437
  • Mercedes-Fans.de

    Mercedes-Fans.de

    Nein, es ist keine Internetfinte, sondern wir haben bei verschiedenen Terminen gut hingehört. bei einem "Vollsortimenter" ist es nicht vorstellbar, dass er auf Dauer das höchstprofitable Segment der Pick Ups außer Acht lässt. Also keine Finte, sondern saubere Recherche.
  • G-Wolf

    G-Wolf

    Daimler plant einen Pickup.Hoffentlich ist das keine Internet-Finte.Der Design-Entwurf sieht jedenfalls gelungen aus.Bleibt abzuwarten,ob das Stück das Licht der Serienwelt erblickt.
  • Pierro

    Pierro

    @ Redaktion, jetzt müsste man zunächst einmal definieren was man unter "Partner" versteht? Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen / möchte ich mir nicht vorstellen (müssen) irgendetwas in einem meiner Fahrzeuge finden zu müssen... Jahrzehntelange persönliche Erfahrungen lassen sich nicht so einfach vom Tisch wischen. Gruss vom Nürburgring: www.SLK-Risti.de Peter
  • Mercedes-Fans.de

    Mercedes-Fans.de

    Pierro, was Nissan/Renault angeht, hast du 100-Prozent recht. Und es kann natürlich sein, dass sich Konstellationen immer wieder mal verschieben. Aber aktuell ist eben Renault ein Mercedes-Benz-Partner und daher glauben wir nicht an Renault-Konkurrent Fiat.
  • Pierro

    Pierro

    Nissan einen "Partner" von Renault zu nennen, ist erfrischend. - Renault besitzt Nissan! Andererseits arbeiten / arbeiteten Renault, Volvo und Peugeot im Motorenbereich zusammen. Suzuki und Opel waren verbandelt, Ford arbeitete bereits mit Fiat (Opel ebenso). BMW und Opel haben Dieselmaschinen zusammen entwickelt, Ford kaufte und verkaufte Volvo, Mazda... Den Ankauf des VW-Konzerns spare ich mir ebenso wie den An- und Verkauf von Rover und Land-Rover zu erwähnen. Und was ist mit Rolls-Royce? Und wenn ich dann noch berücksichtige, dass Smart ein französisches Auto ist (um die Subventionen des französischen Staates erhalten zu können)... Wer ist denn noch nicht miteinander verbandelt? Daher würde wohl kaum ein Einkauf in den U.S.A. störend wirken. Es störte ja auch Niemanden, dass die Fensterheber und die Türgriffe des Mazda MX-5 NA im Aston Martin verbaut wurden.
  • Mercedes-Fans.de

    Mercedes-Fans.de

    Hallo Pierro, mit dem Dodge Ram haben die daimlerIngenieure ja auch ihre erfahrungen in diesem Segment gesammelt. Wir können aus eigener Erfahrung sagen, dass der Dodge Ram nie besser war als zu der Zeit, als ihm Mercedes-Techniker ein respektables Fahrverhalten angewöhnt haben. Heute aber gehört Dodge/Chrysler zu Fiat, aus unserer Sicht kein Kooperationspartner für Daimler, nachdem man sich mit Renault über eine Kooperation im Nutzfahrzeug und Microcar-Segment verständigt hat. Bliebe also nur Renault-Partner Nissan. Oder sieht jemand noch andere Möglichkeiten?

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