Mercedes peilt 1000-Elektro-Kilometer in der Serie an

Insider: Mercedes plant kompakteres E-Auto mit 850-km-Reichweite

Mercedes peilt 1000-Elektro-Kilometer in der Serie an: Insider: Mercedes plant kompakteres E-Auto mit 850-km-Reichweite
Erstellt am 19. April 2022

Update vom 19.04.2022

Die 1000-Kilometer-Reichweite die der vollelektrische Mercedes-Versuchsträger EQXX schafft, ist die anvisierte Zielmarke für einen neues, kompakteres bzw. mittelgroßes Elektro-Autos, an dem Mercedes-Benz gerade arbeiten soll. Auf Basis der MMA-Plattform, die Mitte der Dekade bei Mercedes-Benz eingeführt wird, soll - das will das Handelsblatt von einem Mercedes-Insider erfahren haben - schon im Jahr 2024 ein vollelektrisches CLA Coupé mit bis zu 850-Reichweite in Rollen gebracht werden. Aber nicht ein größerer Energiespeicher soll für das Mehr an Reichweite und das Weniger an Reichweitenangst sorgen, sondern die optimierte Effizienz mit einem Durchshcnittsverbrauch von 10 kWh/100 km nach EQXX-Art.

Ursprünglicher Artikel vom 02.03.2021

"Electric first" heißt die Devise beim Daimler. Elektromobilität sei the next big thing. Davon ist man in Stuttgart überzeugt. Doch bei der neuen C-Klasse BR 206 setzt der Erfinder des Automobils mitnichten auf vollelektrisch, sondern voll auf Verbrenner.

Während im oberen Segment mit EQE und EQS Sterne unter Strom im Limousinenform derzeit auf ihre zeitnahe Marktreife vorbereitet werden, ist bei Mercedes-Benz derzeit eine vollelektrische Mittelklasselimousine nicht in Arbeit. Denn erst auf der Basis der zweiten neukonzipierten elektrischen Fahrzeugplattform, der Mercedes-Benz Modular Architecture (MMA), werden ab dem Jahr 2024 Elekro-Fahrzeuge im Kompakt- und Mittelklasse-Segment, realisiert werden.

Gegenüber dem britischen Magazin Autocar gab Daimler-Entwicklungschef Markus Schäfer zu Protokoll,, dass ein vollelektrisches C-Klasse-Äquivalent die MMA-Plattform nutzen werde. Darüber hinaus ließ er keinen Zweifel aufkommen, dass der Stern auf Basis der MMA-Plattform, die in erster Linie für elektrische Fahrzeuge entwickelt worden sei, noch mehr vollelektrische Fahrzeug weltweit ausrollen werde. Die „(...) MMA-Plattform ist eine Elektro-First-Architektur. Sie wird für Kompaktfahrzeuge eingesetzt werden und hat das Potenzial, auch in das Mittelklassesegment vorzustoßen. Wir sind mitten in dieser Arbeit und das könnte ein potenzielles Angebot für mehr reine EV-Fahrzeuge sein, auch für die Mittelklasse“, sagte Schäfer.

Hiobsbotschaft für Mercedes-Elektro-Offensive

Was der Daimler-Entwicklungschef Schäfer hier kühn skizziert und auch die Beschwörung einer absoluten Priorität der E-Auto-Strategie durch Daimler-Chef Ola Källenius könnte infolge jüngster Entwicklungen in sich zusammenfallen. Denn womöglich hat der Daimler gar nicht die Batteriezellen, die er braucht, um massenhaft vollelektrisch in Fahrt zu kommen. Wie das Manager Magazin kürzlich meldete, gebe es mit dem auserkorenen chinesische Batteriezellenlieferant Farasis nämlich „erhebliche Probleme“. Falls das Farasis-Projekt nicht funzt, könnte die ambitionierte Daimler-E-Auto-Offensive auf tönernen Füßen stehen. Dabei hatte Mercedes-Benz die strategische Partnerschaft zwischen dem Stern und Farasis, die im Sommer 2020 verkündet wurde, als wichtigen Meilenstein kommuniziert, da „der Vertrag Mercedes-Benz die sichere Belieferung mit Batteriezellen für die Elektro-Offensive“ biete.

Autor: Mathias Ebeling

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