Neues US-Sicherheitsgesetz könnte Mercedes-Benz schaden

Droht Mercedes ein Verkaufsverbot in den USA?

Neues US-Sicherheitsgesetz könnte Mercedes-Benz schaden: Droht Mercedes ein Verkaufsverbot in den USA?
Erstellt am 8. Mai 2026

Mercedes-Benz droht in den USA neuer Ärger – und diesmal könnte es existenziell werden. Wie diverse deutsche Medien berichten, nimmt ein neuer Gesetzentwurf im US-Senat gezielt vernetzte Fahrzeuge mit chinesischem Einfluss ins Visier. Für den Stuttgarter Autobauer könnte genau das zum Problem werden. Im schlimmsten Fall drohen Verkaufsverbote.

Hinter dem Vorstoß steht der sogenannte „Connected Vehicle Security Act of 2026“, eingebracht von den Senatoren Bernie Moreno (Republikaner) und Elissa Slotkin (Demokraten). Das Gesetz soll verhindern, dass vernetzte Fahrzeuge, Software oder Hardware aus sogenannten „gegnerischen Staaten“ wie China künftig auf den US-Markt gelangen. Ab dem 1. Januar 2027 könnten entsprechende Fahrzeuge faktisch ausgeschlossen werden.
Besonders brisant: Der Entwurf beschränkt sich nicht nur auf die Herkunft der Technik, sondern auch auf die Eigentümerstruktur der Hersteller. Unternehmen, an denen Investoren aus solchen Staaten mit mehr als 15 Prozent beteiligt sind, könnten unter das Verbot fallen.

Genau hier beginnt das Problem für Mercedes-Benz, denn der chinesische Staatskonzern BAIC Group hält rund 9,98 Prozent an Mercedes-Benz. Hinzu kommen weitere etwa 9,69 Prozent des chinesischen Investors Li Shufu. Zusammen summiert sich der chinesische Anteil damit auf knapp 20 Prozent – und liegt somit deutlich über der kritischen Schwelle des Gesetzentwurfs.
In Washington wächst seit Jahren die Sorge, moderne Autos könnten zu Sicherheitsrisiken werden. Fahrzeuge gelten längst nicht mehr nur als Transportmittel, sondern als hochvernetzte „rollende Computer“, die große Mengen sensibler Daten sammeln und übertragen. Die demokratische Senatorin Elissa Slotkin sprach laut BILD sogar von möglichen „Überwachungsfahrzeugen“.

Sollte das Gesetz tatsächlich verabschiedet werden, hätte das weitreichende Folgen. Mercedes müsste dem US-Handelsministerium nachweisen, dass die eingesetzte Technik keinerlei Gefahr für die nationale Sicherheit darstellt. Andernfalls drohen empfindliche Sanktionen: Der Entwurf sieht Strafen von mindestens 1,5 Millionen Dollar pro betroffenem Fahrzeug vor.
Noch ist das Gesetz allerdings nicht beschlossen. Der Entwurf müsste sowohl den Senat als auch das Repräsentantenhaus passieren und anschließend vom US-Präsidenten unterzeichnet werden. Dennoch zeigt die Initiative, wie stark sich der geopolitische Konflikt zwischen den USA und China inzwischen auf die globale Autoindustrie auswirkt.

Für Mercedes-Benz könnte das Timing kaum schlechter sein. Der Konzern kämpft bereits mit einem schwierigen Marktumfeld in China, wachsender Konkurrenz im Elektrosegment und zunehmendem politischen Druck zwischen den Machtblöcken. Sollte Washington den Kurs weiter verschärfen, droht den Schwaben nun auch auf dem wichtigen US-Markt massives Ungemach.

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