Video-Bericht: 26. Rallye Aicha des Gazelles 2016

Projekt "Titelverteidigung geglückt": Acht Frauen, vier Vans und jede Menge Wüste!

Video-Bericht: 26. Rallye Aicha des Gazelles 2016: Projekt "Titelverteidigung geglückt": Acht Frauen, vier Vans und jede Menge Wüste!
Erstellt am 26. März 2016

Jetzt geht’s endlich los! Nach all den Tests und Vorbereitungen startete am Donnerstag der Prolog. Hier entscheidet sich, wer wann losfahren darf. Wie haben die vier Mercedes-Benz-Teams zum Auftakt ihren Job gemacht?

Jetzt endlich geht’s bei den Gazellen los. Eine Rallye nur für Frauen – und nicht das schnellste Team gewinnt, sondern das "findigste"! Wer am am besten navigiert und die kürzeste Strecke fährt, steht am Ende oben auf dem Treppchen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn erstens ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten immer eine Gerade, aber nur selten eine Straße. Und zweitens wird mit Landkarten und Kompass navigiert. Für Frau und Fahrzeug also eine echte Herausforderung.

Wer startet wann? Das hängt vom Abschneiden im Prolog ab

Startschuss zum Prolog!

Der Prolog ist als Aufwärmphase gedacht. Sich mit Gelände und Auto vertraut machen ist heute angezeigt. Der Kurs ist daher nicht besonders schwierig angelegt. Ebenes Terrain ohne allzu viel Sand. Die Navigatorinnen müssen heute zum ersten Mal ihr Können unter Beweis stellen und versuchen das Gelernte umzusetzen. Draußen in der Wüste ist das ungleich schwieriger als in Avignon beim Navigationskurs – Kirchtürme in Südfrankreich lassen sich halt doch exakter und einfacher anpeilen als entfernt liegende Bergrücken.

Heute zählt es noch nicht – das Ergebnis wird nur dazu verwendet die Startreihe für die erste Etappe morgen früh fair aufzustellen. Für unsere Autos war das Terrain perfekt. Der Sprinter ist wie gemacht für steinigen und festen Untergrund und auch die Vitos kommen wacker voran.

Das Sprinter-Vito 4x4: 3 Rookie- und 1 Senior-Team

Vito "319"-Pilotin Eva Holzhäuser ist eine der beiden Leserinnen, die wir zusammen mit Mercedes-Benz Vans für die Rallye Aicha des Gazelles gesucht haben. Wir drücken allen Teams  die Daumen, besonders feste natürlich für unsere beiden Frauen Eva und Nicky!

Unser Team 319 mit Eva Holzhäuser hinter dem Lenkrad und Nicole Marquardt als Navigatrice schlägt sich wacker Die beiden fahren einen knallgrünen Vito 4x4, allerdings mit einem mattschwarzen Blendschutz und unserem MIB-Logo. Im Heck haben Sie das „Men-In-Benz“ frech durchgestrichen und durch „Mädels-im-Benz“ ersetzt.

Vorbericht Rallye Aicha des Gazelles in Marokko Rallye-Amazonen auf Sternenjagd in der Wüste! Bereits zum 26. Mal wird die Aicha des Gazelles in Marokko ausgetragen. Diese Rallye mit humanitärem Hintergrund stellt hohe Ansprüche an Mensch und Maschine. Die Stimmung ist bei unseren Leserinnen also großartig. Und wir drücken Ihnen die Daumen, dass sie ihren Vito 4x4 hier in Marokko genauso problemlos durch das wilde Terrain bewegen wie in Horstwalde beim Fahrtraining.

 

 

Genauso euphorisch sind Catrin Peest und Madeleine Oster in ihrem Handwerks Sprinter. Unterwegs. Bianca Manz und Alexandra Jansen steuern den Sprinter 4x4 exakt auf der Ideallinie als hätten sie noch nie was anderes gemacht. Alle drei Rookie- Teams erreichen heute 3 von 4 Checkpoints mit nur wenigen Strafkilometern. Das freut natürlich das ganze Team und weckt Hoffnungen für die Rallye.

20 Bilder Fotostrecke | Rallye Aicha des Gazelles 2016: Die schönesten Fotos von der Rallye Aicha des Gazelles 2016 #01 #02

Man traut sich kaum angesichts der beiden Frauen den Begriff in den Mund zu nehmen, aber Viola Hermann und Vanessa Wagner treten aufgrund ihrer Aicha-Erfahrung wirklich in der Senior-Kategorie an. Und das besagte Senior- Handwerksteam auf Vito kann bereits beim Prolog mit dem Erfahrungsschatz des letzten Jahres punkten und erreicht alle 4 Checkpoints mit nur drei Kilometern Differenz von der Ideallinie. Die „Mädels im Benz“ wollen es offenbar dieses Jahr wissen!

Und was die Team-Verantwortlichen natürlich besonders freut: Alle vier Autos kommen ohne Beschädigung oder Probleme zurück ins Biwak und die Mechaniker können sich nochmal auf einen stressfreien Abend freuen. Wird es der letzte sein?

Erste Video-Eindrücke von der 26. Rallye Aicha des Gazelles 2016

Etappe 1 - Vanessa und Viola fahren vom Start auf Victory!

Der Übungslauf ist vorbei und jetzt beginnt sozusagen der „Ernst“ der Rallye- es müssen heute die Checkpoints gefunden werden und dabei immer drauf achten die Umwege möglichst klein zu halten. Zur Erinnerung – zusätzliche Kilometer kosten Strafpunkte.

Die ersten Checkpoints liegen in einem weiten, flachen Gebiet und die größte Herausforderung ist erstmal nach einer guten, verlässlichen Peilung über eine lange Distanz einen geraden Kurs zu fahren. Hier kommt der Trick wieder zum Tragen, den unsere Gazellen vor Jahren schon erarbeitet habe und der von Generation zu Generation weitergegeben wird: Ein Klebestreifen wird an der Windschutzscheibe angebracht, Die Fahrerin bringt das Fahrzeug während der Peilung direkt hinter der Navigatorin in Position. Der Schatten des Klebestreifens auf der Instrumententafel ist jetzt der Kompass und eine Markierung erleichtert der Fahrerin den Kurs zu halten. Bis Checkpoint 3 geht dieses Spiel und dann ändert sich das Gelände komplett. Unsere Teams müssen mit stark zerklüftetem Gelände umgehen. Oft müssen Umwege gefahren werden weil tiefe Schluchten den geraden Kurs nicht zulassen. Für die Navigatorinnen eine Herausforderung. Sie müssen eng an der Ideallinie auf der Karte bleiben, denn – wenn Sie die Orientierung verlieren – gibt es nur wenige „Landmarks“ um sie wieder neu aufzunehmen. Am Schluss der Etappe bei Checkpoint 6 bekommen die Mädels ihre erste Berührung mit Sand – da wird aber die nächsten Tage noch mehr kommen – versprochen Mädels!

Team 318 /Wagner/Hermann

Die zwei kennen das Gebiet und seine Tücken schon vom letzten Jahr und steuern den Vito gekonnt durch das Gelände und haken brav Checkpoint für Checkpoint ab. Ergebnis: Trotz hefigen Sandstürmen alle 6 Checkpoints und ein mehr als erträgliches Maß an extra Kilometern. Die Beiden liegen auf Platz 2 hinter Team 323 auf Dacia. Hierzu muss man wissen, die beiden Französinnen VÉGA-ROÏATTI / FABRI sind vergangenes Jahr in der Expert Class gefahren – also harte Konkurrenz. Der Vito übersteht die Strapazen ohne Schaden oder Probleme.

Team 319 Holzhäuser/Marquardt

Bis Checkpoint 3 ist alles gut. Der Trick mit dem „Instrumtentafel Kompass“ hat funktioniert. Dann aber kommt das rauhe, zerklüftete Gelände ohne wirkliche Anhaltspunkte und der einsetzende, heftige Sandsturm macht die Dinge nicht besser. Die beiden irren noch bis ca. 16 Uhr vor Checkpoint 4 umher, entscheiden dann aber bei einsetzender Dunkelheit die Piste zurück zu nehmen und erreichen gegen 20 Uhr das Biwak. Der Vito hat auch heute wieder alles klaglos und ohne Probleme überstanden und die beiden Mädels sind wohlauf und hoffen auf ein Morgen ohne Sandstürme.

Team 320 Manz/Jansen

Auch die beiden kleinsten mit dem größten Auto mussten sich heute durch die Sandstürme kämpfen. Bis Checkpoint 2 läuft alles gut . Gegen 14 Uhr haben sich die beiden am Rande eines Queds so festgefahren, dass sie mehrere Stunden graben mussten um den Sprinter vom Rand des Flusslaufs wieder frei zu bekommen. Danach haben sie noch versucht den Checkpoint 3 zu erreichen, haben dann bei Einbruch der Dunkelheit kehrt gemacht und sind zum Biwak zurückgefahren. Eine gute Entscheidung – safety first! Den Sprinter bringen die beiden völlig unbeschadet zurück.

Team 321 Peest/Oster

Dem Newbie Handwerksteam ging es heute ähnlich. Kurz vor CP 3 haben sich die beiden verfahren und sind dann umhergeirrt in der Hoffnung die richtige Fährte wieder aufnehmen zu können. Der Sandsturm wurde dann so heftig dass die beiden dann auch die Sicherheit des Biwaks einer Fortführung der Tortur vorzogen. Der Sprinter erreichte das Biwak völlig unbeschadet und Problemfrei.

Aber unsere Gazellen sind noch gut dabei wegegekommen: 12 teams erreichten heute das Biwak nicht und mussten draussen in der Wüste übernachten. Diese Teams müssen – übernächtigt oder nicht – bis 12 Uhr am Folgetag im Biwak angekommen sein und zur nächsten Etappe wieder starten.

 

Etappe 2 - Viola Hermann und Vanessa Wagner auf Vito 4x4 haben sich mit 108 Strafpunkten Differenz an die Spitze gesetzt

Hamdu li-Llāh – Das Wetter ist heute besser. Immer noch kühle Winde, aber die gefürchteten Sandstürme stehen heute offensichtlich nicht auf dem Programm.

Der erste Checkpoint ist heute einfach – er kann über flaches, ebenes Gelände angefahren werden – oder sogar über eine Piste, wenn man ein paar extra Kilometer in Kauf nimmt. Der gestrige Tag lehrt aber, dass man morgens eher schnell sein muss um die Checkpoints zu finden, denn nachmittags wird es dann schnell dunkel und die Suche schwierig und das Offroad fahren mangels Sicht gefährlich. Nach CP 1 ändert sich die Landschaft völlig – große freie Flächen wechseln sich ab mit zerklüfteten Gebieten, übersät mit alten Minen. Diese alten Minenanlagen sind heute die Herausforderung für unsere Navigatorinnen, denn, findet man eine Piste die in die richtige Richtung führt, kann diese sich nach mehreren Kilometern als „dead end“ herausstellen, weil es eben nur die Zufahrt zu einer verlassenen Mine war. Wenn das passiert, gibt es extra Kilometer zu Hauf, denn man muss den ganzen Weg – aufgrund des unwegsamen Geländes- wieder zurück. Dann gibt’s heute zum ersten Mal so richtig Sand und es werden sich heute etliche Teams hoffnungslos festfahren. Hat nan das überstanden wird es ab CP 5 einfacher und es geht auf mehr oder weniger flachem Terrain zurück zum Biwak.

Team 318 /Wagner/Hermann

Die beiden leisten sich heute wieder keinen Fehler und navigieren den Vito sauber durch die Etappe. Sie erreichen alle 6 Checkpoints und erreichen bereits kurz vor 19 Uhr das Biwak. Super – für euch gibt’s noch warmes Wasser in den Duschen. Der Vito steht da wie am Tag vor der Rallye – ausser einem gründlichen Check vor der morgigen Marathonetappe gibt’s für die Mechaniker nichts zu tun. Bei der morgigen Marathonetappe wird es sich schon ansatzweise entscheiden ob sie das Expert Team auf Dacia schlagen können.

Team 319 Holzhäuser/Marquardt

Auch die beiden MIB-Mädels (Also unser Team!!) haben den Dreh jetzt raus! Saubere Etappe gefahren, alle Checkpoints erreicht und das Auto ohne Schaden – was will man mehr! Auch die beiden können Team 318 unter der warmen Dusche Gesellschaft leisten.

Team 320 Manz/Jansen

Die beiden Daimler Mädels haben heute wieder heftig zu schaufeln. Mehrfach fahren sie ihr „Wüstenschiff“ fest und müssen dann noch unterwegs ein Rad wechseln. Am Nachmittag wird ihnen noch die „Minenstrecke“ zum Verhängnis was dann ein Verirren zur Folge hatte. Die beiden nahmen dann die rettende Piste und erreichten abgekämpft das Biwak gegen 18 Uhr. Am Sprinter musste ausser der technischen Durchsicht nichts gemacht werden.

Team 321 Peest/Oster

Das Newbie Handwerksteam war heute vom Pech verfolgt. Madeleine Oster geht es gesundheitlich nicht gut. Die beiden haben sich mehrfach verirrt und dann noch hoffnungslos festgefahren. Sie konnten sich aber selbst aus der misslichen Lage befreien und Madeleine hat während der Befreiungsaktion zu allem Überfluss noch einen leichten Sonnenstich erlitten. Die beiden kämpften sich ins Biwak zurück und Madeleine ging es bei der Ankunft nicht gut. Aber wozu haben wir unsere „Leibärztin“ im Team. Dr. Eva Holzhäuser verordnete Madeleine kurzerhand Bettruhe im 40 Tonnen Auflieger des Service Teams und legte ihr eine Infusion. Stallorder aus Stuttgart:Team 321 wird bei der morgigen Marathon Etappe morgens nur „proforma“ starten um nicht disqualifiziert zu werden. Danach werden die beiden sich die 1 ½ Tage ausruhen.

 

Etappe 3: die Marathon-Tour - Tag 1

Der erste Tag der Marathon Etappe ist gekennzeichnet durch Sand und noch mehr Sand. Das wird heute eine Buddelei! Sanddünen wohin das das Auge reicht und exakt drei Wege die letztendlich hindurchführen durch diese Hölle. Die dritte Route und augenscheinlich die einfachste führt am Rand der Dünen vorbei – nur auch dort ist Sand und manchmal noch tieferer und weicherer Sand als auf den Dünen. Fahren im tiefen Sand ist und bleibt eine Herausforderung – also Reifendruck runter auf 0,8 bar und los. Die 2 anderen Routen führen direkt über die Dünen drüber – keine unserer Gazellen wird diesen Weg wählen. Am Ende der Dünen bei Checkpoint 5 wird der erste Tag der Marathonetappe vorbei sein und wenn die Mädels Glück haben, sind sie bei Einbruch der Dunkelheit am Ende der Sandhölle angekommen. Ziel ist es aber in der Nähe von Checkpoint 7 zu übernachten.

Etappe 3: die Marathon-Tour - Tag 2

Die berühmt, berüchtigten Queds, alte Flussläufe die manchmal für Jahrzehnte trocken bleiben, sich aber dann plötzlich bei starken Niederschlägen zu reissenden Strömen entwickeln, kannten die Mädels bis jetzt nur vom Hörensagen. Heute ist der Tag gekennzeichnet von diesen Flussläufen, die zum Teil richtig gefährlich werden können. Zum Einen – wenn man den Flusslauf überqueren möchte, findet man nur schwer für das Fahrzeug passende Böschungen. Oft muss man kilometerlange Umwege fahren, oder halt mutig sein und eine heftige Graberei auf sich nehmen, wenn sich das Auto dabei festgefahren hat. Besonders heimtückisch ist da das sogenannte Kamelgrass. Grasbüschel, die eigentlich völlig harmlos aussehen, darunter aber hart sind wie Beton. Fährt man aus Unachtsamkeit darüber bockt sich das Auto darauf auf und im harmlosesten Fall muss man graben. Aber auch die existentielle Teile am Rahmenboden des Fahrzeugs können hier Schaden nehmen.

Die Gazellen müssen heute den größten Qued der Region durchqueren – den Qued Rheris. Sechs  Kilometer breit und durchzogen von heimtückischen Furchen, die zum Teil mit Sand überzogen und damit nicht sichtbar sind. Dazu gesellen sich Wasserlöcher, die noch von den Regenfällen des Winters übrig sind und plötzlich den Untergrund in einen schleimigen Matsch verwandeln. Wenn man da drüberfährt, sinkt das Auto unweigerlich bis zu den Achsen ein und dann kommt unweigerlich Knochenarbeit.

Nach dem Qued kommt wieder einmal eine große weite und fast topfebene Fläche auf der die Gazellen wieder den „Instrumentafel Kompass“ Trick anwenden können um einen geraden Kurs zu fahren. Imminent wichtig, denn „Landmarks“ sind auf der Karte fast keine und Verirren fällt hier leicht. Danach geht’s dann relativ einfach Richtung Biwak.

Während der Marathon Etappe zieht das Biwak um. Circa 30 marokkanische Helfer bauen die komplette Zeltstadt bei El Beida ab – um sie dann 150 Kilometer weiter bei Izougguerhn wieder aufzubauen.

Team 318 /Wagner/Hermann

Für die beiden geht es heute „um die Wurst“. Wer am Ende der Marathon Etappe auf Platz 1 steht, kann sich berechtigte Hoffnung auf einen Platz ganz oben auf dem Treppchen machen.

Die beiden leisten sich auch heute wieder keinen Fehler, arbeiten nach und nach ihre Checkpoints ab und fahren sich kaum fest. Sie Übernachten planmnäßig zwischen Checkpoint 7 und 8 um bereits bei Sonnenaufgang den Checkpoint 8 anfahren zu können, der dann öffnet. Auch der zweite Tag verläuft ohne große Probleme und mit allen 13 Checkpoints in der Tasche und einer eng an der Ideallinie gefahrenen Route kommen die beiden gegen 18 Uhr im Biwak an. Der Vito hat dabei nicht einen Kratzer abbekommen, geschweig denn eine Beschädigung davon getragen.

Team 319 Holzhäuser/Marquardt

Der erste Tag läuft für die beiden genauso erfolgreich wie die Etappe 2. Sie übernachten am Checkpoint 6 nachdem sie eine riesige Düne umfahren haben in der Angst sich bei Dunkelheit festzufahren. Um 6 uhr 30 machen sie sich auf den weg um Checkpoint 7 zu finden. Dieser Checkpoint ist wichtig, denn dort gibt es die Koordinaten für den 2ten Tag der Marathonetappe. Leider finden die beiden den CP nicht und machen sich nach Stunden der erfolglosen Suche und nach einigen Buddelaktionen auf den Weg zum Biwak. Aber Mädels sind alle wohlauf und das Auto auch.

Team 320 Manz/Jansen

Die beiden arbeiten sich durch die Checkpoints durch, überqueren die Dünenwelt mit Bravour und übernachten bei CP 6. Sie erreichen den wichtigen Cp7 gegen 8 Uhr am Folgetag und fahren sich bei CP 8 dann füchterlich fest. Die beiden buddeln Stunden um ihr Auto wieder flott zu bekommen und machen sich dann bei Einbruch der Dunkelheit auf den Weg zum Biwak. Der Sprinter hat die Tortur schadfrei überstanden und auch die Mädels sind wohlauf.

Team 321 Peest/Oster

Auf Stallorder aus Stuttgart sind die Newbie Handwerksgazellen nur „proforma“ gestartet, um nicht disqualifiziert zu werden. Sie ruhen sich die eineinhalb Tage aus und Madeleine kuriert ihren Sonnenstich. Hoffentlich ist sie für Etappe 4 dann wieder fit.

Alles in Allem war es einer der härtesten Marathonetappen, die unser Team über die vergangenen Jahre erlebt hat. Wichtig ist: Die Gazellen sind danach wohlauf und die Autos auch.

 

Etappe 4 - es wird für einige richtig hart!

Nach der für Mensch und Maschine sehr aufreibenden Marathon Etappe Heute zur Halbzeit der Rallye eine etwas entspanntere Etappe. Man merkt es den Gazellen langsam an – harte Tage, wenig Schlaf und durchweg hochkonzentriert sein – das fordert seinen Tribut. Auch viele der Autos sehen bereits ziemlich mitgenommen aus bzw. sind allabendlich von den Mechanikern wieder soweit zusammengeflickt worden damit sie In schā'a llāh den Folgetag durchhalten. Nicht so die Autos der Mercedes Vans Gazellen – die Autos sehen immer noch genauso aus wie am ersten Tag und auch der technische Zustand ist nach wie vor tipp topp (Hamdu li-Llāh). Auf der Liste steht heute“ von allem ein bisschen“: Weite Ebenen die einfach zu navigieren sind (wenn man den Trick mit dem Instrumententafel Kompass kennt), hügeliches Terrain und zwischen Checkpoint 6 und 7 nochmal ziemlich übler Sand. Die wesentliche Herausforderung ist heute die weite Gesamtdistanz von 160 Kilometern – da müssen sich die amen schon ranhalten dass sie das vor Sonnenuntergang packen, denn wenige Kilometer vor dem Biwak müssen sie nochmals ein Qued durchqueren. Bei Dunkelheit ein haarsträubendes und gefährliches Unterfangen. Dass das Durchqueren von Queds so seine Tücken hat, muss Team 117 am eigenen Leib erfahren.

Bis zu den Achsen steckt das Fahrzeug im Schlamm – Viel Spaß beim ausbuddeln. Das Medical Team von Coeur des Gazelles ist heute unweit des Biwaks stationiert. Wenn die Gazellen frühzeitig ankommen, können sie sich noch ein Bild von der humanitären Leistung des Organisations Teams machen.

Team 318 /Wagner/Hermann

Viola und Vanessa waren happy beim Etappen Zieleinlauf – haben sie doch heute eine absolut fehlerfreie Etappe hingelegt und die Pole Position gefestigt. Wie gut das war, zeigt die Grafik links.

 

Team 319 Holzhäuser/Marquardt

Auch die MIB-Mädels liegen gut auf der Ideallinie an diesem Tag.

Ein kleiner Umweg hier und ein Schlenker da, aber alle CP’s in der Tasche. Bravo Mädels

Team 320 Manz/Jansen

Gute Leistung!. Nur ein CP versemmelt – dies war aber der „späten Stunde“ geschuldet – Bianca und Alexandra haben in dem Sandhaufen vor Checkpoint 6 einmal relativ lang graben müssen.

Team 321 Peest/Oster

Madeleine geht es immer noch nicht wirklich gut. Nach drei Checkpoints - perfekt annavigiert - haben die beiden aufgegeben und sind zurück ins Biwak gefahren.

 

Etappe 5 - hier müssen die Autos zeigen, was sie können!

Um es gleich vorweg zu sagen – heute wird es hart. Nicht unbedingt für Mensch aber Maschine. Heute gibt es viel Geröll, Steinwüste mit den ungeliebten spitzen Steinen die als Reifenkiller berüchtigt sind. Gepaart wird das mit mehreren Sandpassagen, die nicht so heftig sind wie im Erg Chebbi, es dennoch aber in sich haben. Heute heisst es also Reifendruck runter und gleich drauf wieder hoch. Wer da Faulheit an den Tag legt, beschäftigt sich heute mit Rad wechseln. Zuerst geht es heute durch das Qued Bou Haiara, ein großer weiter alter Flusslauf, nicht so groß wie das Qued Rheris aber berühmt berüchtigt als über Sandfalle. Danach geht es ins Gebirge und hier ist zwar die Navigation einfach weil genug „landmarks“ da aber der Fahrer muss höllisch aufpassen, dass er das Fahrzeug auf dem losen Geröll nicht zum abrutschen bringt. Es wird heute sicherlich spät werden bis die Damen im neuen Biwak auftauchen werden –diese Stecken kann man aber auch bei Dunkelheit fahren – sie verläuft entlang einer breiten Piste. Das Biwak zieht heute zum zweiten Mal um, ins 150 Kilometer entfernte Mhamid.

Die drei Teams3118, 319 und 320 sind heute bombig gefahren. Alle drei haben super navigiert. Wie zu erwarten, haben heute die Autos ein wenig gelitten. Die Felsen im Gebirge fordern da ihren Tribut. Insbesondere an den Vitos hat sich heute der –im Vergleich zum Vorjahr – völlig neu konzipierte Unterfahrschutz bestens bewährt. Ausgeführt wie eine Art Schlitten, erlaubt er es den Fahrerinnen mehr oder weniger über Hindernisse drüber zu rutschen ohne ihr Fahrzeug zu beschädigen. Um 22 Uhr sind alle Teams völlig abgekämpft im Biwak angekommen. Vanessa Wagner, auf die Frage wie denn der heutige Tag gewesen wäre, schüttelt nur müde den Kopf. Man sieht es auch den Auto an –Beule hier, Schramme dort – aber sie haben die Tortur wacker überstanden. Die Mechaniker haben heute etwas mehr zu tun um die Fahrzeuge für die morgige Marathonetappe fit zu machen. Heute wird prophylaktisch mehr getauscht denn die nächsten zwei Tage geht es „um die Wurst“. So werden heute Nacht zum Beispiel alle Stoßdämpfer getauscht. Der Vorsprung von Team 318 ist heute auf 63,1 Strafpunkte um ein paar wenige geschrumpft –die Mädels müssen also aufpassen, dass ihnen während der nächsten 2 Tage kein wesentlicher Fehler unterläuft – da wartet das Dacia Team 323 nur drauf. Viel Glück! Team 319 und 320 liegen nur wenige Punkte auseinander, Das wird jetzt eine Mercedes interne „Schlacht“ um Platz 3 auf dem Treppchen.

Etappe 6 - Projekt "Titelverteidigung" erfolgreich abgeschlossen

Navigatorin Vanessa Wagner und Viola Herrmann freuen sich über die erfolgreiche Titelverteidigung auch der Aicha des Gazelles. Wir gratulieren!

Auf jeden Fall geht es heute für alle Teams so weiter, wie es gestern Abend aufgehört hat. Sand und nichts als Sand soweit das Auge reicht. Eine Düne nach der anderen gilt es zu bezwingen bzw. zu umfahren wenn man meint keine Kilometer mehr sparen zu müssen. Nach CP 9 führt die Route direkt über den riesigen Iriqui See, der schon Jahrhunderte völlig ausgetrocknet ist. Eine riesige, weite Ebene mit wenigen „landmarks“ rundum zum anpeilen. Hier kommt heute wieder der Instrumententafel Kompass zum Einsatz und der Schatten des Klebebands wird den Fahrerinnen den geraden Kurs weisen. Nach Durchqueren des Sees gibt’s nochmal Berge und dann geht es runter in die Savanne und das grandiose Cliff M’daouer weist jedem Team den Weg nach Foum Zguid wo das Biwak sich jetzt über die vergangenen 2 Tage neu etabliert hat.

Team 318 /Wagner/Hermann

Die beiden fahren heute die Etappe „ihres Lebens“. Um Kilometer zu sparen muss der Vito direkt durch die Dünenwelt „gepresst“ werden. Dabei gilt es natürlich aufzupassen, dass man nicht vor lauter „Kilometersparerei“ das Auto irgendwie auf Risiko setzt. Die beiden haben gute 60 Punkte Vorsprung vor dem Dacia von Team 323. Jetzt gilt es strategisch vorzugehen – Stallorder aus Stuttgart war: Kein Risiko –fahrt jetzt auf Sicherheit! Dass dies ein dehnbarer Begriff ist, zeigt die Route die die beiden genommen haben: Mittendurch – mit nur wenigen Abweichungen zur Ideallinie. Die beiden haben es super gemacht und verteidigen für Mercedes – Benz Vans den Titel, den letztes Jahr der Sprinter geholt hat – diesmal mit dem Vito! Bravo, eine tolle Leistung!

Team 319 Holzhäuser/Marquardt

Unsere "Mädels-in-Benz"  haben jetzt auch wirklich den Dreh raus und sind eine saubere Etappe gefahren mit allen Checkpoints in der Tasche. Es wird aber nicht für das Treppchen reichen – die beiden konnten die 20 Punkte Vorsprung auf das Daimler Sprinter Team nicht mehr aufholen. Trotzdem, ein hervorragender 4ter Platz für die Damen von Mercedes-Fans.de und eine Klasse Leistung.

Team 320 Manz/Jansen

Vorweg: die beiden Daimler Gazellen haben es auf das Treppchen geschafft und den dritten Platz geholt. Bianca und Alexandra sind bei dieser Etappe zu Beginn erst mal auf Sicherheit gefahren und haben die Piste um die Dünen genommen, haben dann aber zielsicher die Checkpoints angefahren. zwischen CP 7 und 8 haben sich die beiden in dem „Sandhaufen“ etwas verirrt und hatten sich mehrfach festgefahren. Die Damen haben aber nach Checkpoint 8 wieder den richtigen Kurs gefunden, haben den Iriqui See sauber auf gerader Linie durchquert und „die Fuhre“ sauber“ ins Ziel gefahren. Die beiden Kleinsten mit dem größten Auto – wer hätte das gedacht. Bravo Mädels, die Mercedes-Fans.de-Redaktion gratuliert ganz herzlich!.

Team 321 Peest/Oster

Die Beiden waren vom Pech verfolgt und Madeleine hat sich immer noch nicht richtig von dem Sonnenstich erholt. An eine erfolgreiche und zielführende Teilnahme war da leider nicht zu denken.

Zum guten Schluss...

Die Daimler Gazellen hatten sich verabredet: Kurz vor CP 6 haben Sie die Wagenburg gebaut und bald loderte mittendrin ein prächtiges Lagerfeuer. Jede von den Mädels hat was Essbares und natürlich Trinkbares mitgebracht und es wurde unter dem klaren Sternenhimmel gelacht und geschlemmt. Und ganz ehrlich, so mancher für uns wäre da sicherlich gern dabei gewesen. Aber auch für die Feier gilt: Nur für Frauen!

Wir gratulieren zur erfolgreichen Titelverteidigung, allen Teams zu der tollen Teamleistung und der Mannschaft dahinter für die kollegiale Zusammenarbeit und dass wir als Magazin Mercedes-Fans.de dabei sein durften. 

 

 

Infos unter www.rallyeaichadesgazelles.com

 

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