HWA EVO.R: Hot,Wild & Awesome - Einfach mal machen!

Das vielleicht faszinierendste Auto beim 24 Stunden-Rennen am Nürburgring

HWA EVO.R: Hot,Wild & Awesome - Einfach mal machen!: Das vielleicht faszinierendste Auto beim 24 Stunden-Rennen am Nürburgring
Erstellt am 8. Mai 2026

Wenn beim 24-Stunden-Rennen Nürburgring 2026 die Startflagge fällt, die Luft an den Hot Spots zunehmend nach Bratwurst riecht und die Diskussionen über die Favoriten immer hitziger wird, dann richtet sich der Blick vieler Nürburgring-Fans nicht nur auf die GT3-Topteams und um die Frage, wie sich ein vierfacher Formel 1 Weltmeister gegen die Ring-Spezialisten schlagen wird. Denn ein Projekt sticht heraus – nicht wegen seiner Siegchancen, sondern wegen seiner Radikalität: der HWA EVO.R.

Was zunächst wie eine Hommage an glorreiche DTM-Zeiten wirkte, hat sich längst zu einem ernsthaften Rennprogramm entwickelt. Drei Fahrzeuge, ein hochkarätiges Fahreraufgebot – und ein technischer Ansatz, der bewusst mit den Konventionen des modernen Kundensports bricht.

HWA mit Dreier-Dröhnung: Hot, Wild & Awesome

Die Entscheidung, gleich drei Fahrzeuge in der SP-X-Klasse einzusetzen, lässt aufhorchen. HWA, rund 15 Jahre lang verantwortlich für die Entwicklung für das AMG Motorsportprogramm, macht unmissverständlich deutlich, dass es hier nicht um einen symbolischen Auftritt geht, sondern um ein Projekt mit Substanz und Ambition.

Der EVO.R selbst ist dabei alles andere als konventionell. Die optische Nähe zum Mercedes-Benz 190E 2.5-16 Evolution II ist bewusst gewählt – technisch jedoch handelt es sich um einen kompromisslosen Prototypen, nur A-Säule und Spritzwand sind noch vom W201. Entwickelt speziell für die Nordschleife, gebaut ohne Rücksicht auf GT3-Reglements und mit maximalem Fokus auf Performance und Standfestigkeit.

Fahrwerk, Aerodynamik und Gesamtarchitektur wurden vollständig neu gedacht. Der EVO.R ist damit kein Derivat eines Serienfahrzeugs, sondern ein eigenständiges Konzept mit historischer DNA.

Fahreraufgebot: Große Namen mit viel Erfahrung

#62 Luca Ludwig, Markus Winkelhock und Sebastian Asch freuen sich schon auf das 24 Stunden-Rennen und versprechen den Fans eine spannende Show.

Auch beim Personal setzt HWA auf Substanz. Namen wie Bruno Spengler, Jamie Green, Renger van der Zande, Luca Ludwig oder Markus Winkelhock stehen für geballte DTM-Erfahrung und Nordschleifen-Kompetenz.

Ergänzt wird das Aufgebot durch Lance David Arnold und Sebastian Asch – Piloten, die die „Grüne Hölle“ aus dem Effeff kennen.

Folgende Besetzungen sind geplant:

Fahrzeug PARKSIDE Kärcher #61

- Adelson, Arnold, Green, Van der Zande

Fahrzeug Kärcher-SONAX #62

- Adelson, Asch, Ludwig, Winkelhock

Fahrzeug Wempe #63

- Gebhardt, Holstad, Ludwig, Spengler

 

Parkside – Groß denken. Einfach machen.

Besondere Aufmerksamkeit erhält Startnummer #61, das Fahrzeug mit einem auffälligen Partner: PARKSIDE. Deren Credo „Egal was du vorhast, mit PARKSIDE ist eins klar: Du packst das!“ Das passt beim EVO.R wie Faust aufs Auge! Die Lidl-Marke fährt übrigens nicht nur zu Werbezwecken mit, sondern macht auch den Reality-Check: PARKSIDE stattet das HWA-Team mit seinen „Tools“ aus.

Das Engagement wirkt bewusst emotional und publikumsnah. Ein kompromissloses Rennprojekt trifft auf eine Marke, die für Werkzeug, Leistung und Zugänglichkeit steht – eine Kombination, die gerade beim 24h-Rennen ihre Wirkung entfalten dürfte.

Dieses Auto und die „Werkzeugmarke mit dem Schwarzenegger“ stehen schon jetzt im Fokus der Social Media-Diskussionen. Nur das Getöse rund um die Teilnahme von Max Verstappen schlägt derzeit noch höhere Wellen. Wer weiß, vielleicht marschiert der "Terminator" noch persönlich durch Startaufstellung und Boxenstraße?

SP-X-Klasse: Kleine Klasse - harte Nüsse

Die SP-X-Klasse ist traditionell die Spielwiese für ungewöhnliche Konzepte – und 2026 besonders spannend.  Zu den bestätigten Gegnern zählen:

  • KTM X-Bow GTX
  • BMW M3 Touring 24H

Leicht wird der Kampf um den Klassensieg nicht. Für keinen der Wettbewerber. Gerade der BMW Touring sorgt für Aufsehen – ein spektakuläres Einzelstück, das Serienanmutung mit Prototyptechnik kombiniert. Also eine Kneifzange ist der nicht. Der KTM hingegen bringt eine bewährte, extrem leichte Plattform ins Spiel. 

Das bringt uns direkt zur nächsten Frage. "Wo stehen die HWA EVO.R eigentlich?" Der Mercedes 3,0-Liter-V6-Twinturbomotor leistet in der Basis-Version des EVO3 450 PS, in der optionalen ‚Affalterbach‘-Performance-Option steigt die Motorleistung auf 500 PS. Wir vermuten, dass die Rennversion - die auf Langlebigkeit ausgerichtet sein soll - vermutlich 15%  mehr bringen wird. 

Technik: AMG-DNA, aber eigenständig interpretiert

Auch technisch bleibt der EVO.R ein spannendes Puzzle. Verständlich, dass sich HWA nicht in die Karten schauen lassen will.  Auch bei Getriebe, Bremsen und Elektronik hält sich HWA bedeckt. Typisch für solche Projekte ist der Einsatz spezialisierter Motorsport-Zulieferer – oft mit maßgeschneiderten Lösungen. Wir liegen sicher nicht verkehrt, wenn wir vermuten, dass beispielsweise das Fahrwerk eine Kombination aus KW Automotive und H&R-Komponenten sein wird.

Der verantwortliche Renningenieur wird ebenfalls nicht öffentlich hervorgehoben. Stattdessen arbeitet HWA mit einem erfahrenen Kernteam.

Performance: Erste Tendenzen aus Tests und NLS

Die Frage nach der reinen Pace ist naturgemäß eine der spannendsten. Auf Basis der bisherigen Einsätze lässt sich eine vorsichtige Einordnung wagen:

- GT3-Spitze: etwa 8:10 bis 8:20 Minuten

- EVO.R aktuell: etwa 8:35 bis 8:45 Minuten

Eine weitere Annäherung an das GT3-Niveau ist schon aufgrund der deutlich größeren  Reifenbreite kaum möglich. Dabei verfolgt HWA offenbar einen bewusst anderen Ansatz. Nicht die absolute Qualifying-Runde steht im Fokus, sondern:

- Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten

- Konstanz im Rennablauf

- Effizienz über lange Stints

Also Eigenschaften, die gerade im 24h-Rennen entscheidend sein können. "Berücksichtigt man mal, das vom  Topspeed die 41 GT3 schneller sind und wir die schnellsten Porsche Cup-Autos sowie zwei SP-X auch mitzählen müssen, dann sehe ich uns ungefähr auf Rang 55 vielleicht Rang 60", gibt Luca Ludwig eine realistische Einschätzung ab, "aber wenn wir keine Probleme haben und konstant durchrollen, dann ist ein Platz in der Top30 und ein Platz auf dem Podium in der Klasse möglich!"  

Ein Projekt mit Bedeutung über das Rennen hinaus

Je tiefer man in das Projekt eintaucht, desto deutlicher wird: Der EVO.R ist weit mehr als ein Renneinsatz. Er ist eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Die DNA der DTM lebt in ihm weiter – nicht als Nostalgie, sondern als Ausgangspunkt für neue technische Ideen. In einer Zeit, in der viele Rennfahrzeuge durch Reglements immer ähnlicher werden, setzt HWA bewusst auf Individualität.

Das Ergebnis ist ein Auto mit Charakter. Kein standardisiertes Kundensportprodukt, sondern ein eigenständiger Ansatz, der Emotion und Ingenieurskunst verbindet. Der aktuelle Stand zeigt ein Projekt, das sich noch entwickelt – und genau daraus seine Faszination zieht.

Drei Fahrzeuge, ein hochkarätiges Fahreraufgebot, starke Partner und eine Plattform, die sich bewusst Freiheiten nimmt. Dazu eine SP-X-Klasse, in der Kreativität wichtiger ist als Balance of Performance. Die Gegner heißen zwar KTM und BMW, doch der eigentliche Maßstab bleibt die eigene Entwicklung.

Wenn alles zusammenkommt, könnte der EVO.R mehr sein als nur ein Publikumsliebling. 

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