DTM auf dem Nürburgring

Action-Festival mit Achterbahn für die AMG-Teams

DTM auf dem Nürburgring: Action-Festival mit Achterbahn für die AMG-Teams
Erstellt am 23. August 2021

Die DTM ist tot? Die "neue" DTM langweilig? Spätestens wer die Rennen auf dem Nürburgring verfolgt hat, MUSS eigentlich ein Fan der neuen, auf GT3-Fahrzeugen basierenden DTM sein! Jede Menge Action, Rempeleien, Rad-an-Rad-Duelle und Kontroversen prägten die beiden Rennen auf der Kurzanbindung in der Eifel. Dazu kamen einige kochkarätige Gaststarter, die das Feld auf 23 Autos von sieben Marken pushten. Am Ende konnte sich Maximilian Götz über den zweiten Rang in der Meisterschaft freuen, während Philip Ellis im WINWARD-AMG wieder einmal auf das Podium fuhr. Auch stark: Gaststarter Luca Stolz im Toksport-AMG, der im ersten Lauf als Zweiter die Ziellinie kreuzte. Verlierer des Wochenendes aus AMG-Sicht: HRT-Teambesitzer Hubert Haupt, der sich seinen Traum vom DTM-Gaststart erfüllte, in beiden Rennen aber schon in der Startphase ausschied.

AMG-Übermacht am Ring

Mit einem starken Aufgebot von neun Mercedes-AMG GT3 ging Mercedes-AMG Motorsport bei den beiden DTM-Rennen auf dem Nürburgring an den Start. Mit Luca Stolz (GER) von Toksport WRT und Hubert Haupt (GER) vom Haupt Racing Team (HRT) stellten sich an diesem Wochenende auch zwei Gaststarter der hochklassigen Konkurrenz. In einem spannenden wie engen Zeittraining am Samstagvormittag sicherte sich Philip Ellis mit dem Mercedes-AMG GT3 #57 von WINWARD eine starke Ausgangsposition und ging von Rang zwei ins anschließende Rennen. Vier weitere Markenkollegen folgten in den Top 10. Von diesen gelang Stolz in der Startnummer 7 ein hervorragender Start, indem er gleich zu Beginn zwei Positionen gutmachte und sich in einer turbulenten Anfangsphase auf Platz drei hinter Ellis schob.

Gaststarter Luca Stolz mit Ausrufezeichen

Die beiden setzten sich mit dem führenden Kontrahenten nach einer anfänglichen Safety-Car-Phase zunächst vom Rest des Feldes ab. Nach ihren schnellen Reifenwechseln in Runde neun bzw. zehn hielten Ellis und Stolz souverän ihre Positionen im boxenstoppbereinigten Klassement. Gaststarter Stolz war es dann in Runde 22, dem ein entscheidendes Manöver gelang, indem er Ellis sowie einen weiteren Konkurrenten, dessen Boxenstopp noch zu folgen hatte, überholte und den zweiten Platz übernahm. Diesen Rang bekam Stolz allerdings am Samstagabend noch aberkannt, da er aufgrund eines Zwischenfalls bei seinem Boxenstopp nachträglich eine 30-Sekunden-Strafe erhielt. Für Stolz hieß es am Ende Rang neun, als Gaststarter konnte er ohnehin keine Meisterschaftszähler sammeln. Ellis rückte nachträglich auf Platz zwei vor. Zudem sicherten sich mit Maximilian Götz (GER/Platz 4), Daniel Juncadella (ESP/Platz 8), Arjun Maini (IND/Platz 10) und Lucas Auer (AUT/Platz 11) gleich vier weitere Mercedes-AMG GT3 wichtige Punkte für die DTM-Meisterschaftswertung.

Regen-Roulette im Qualifying 2

Nach den milden Temperaturen und trockenen Streckenbedingungen am Samstag hielt das Wetter in der Eifel mit Regen zum Qualifying am Sonntag eine zusätzliche Herausforderung für das 23 Fahrer starke Feld bereit. Am besten fand sich damit Daniel Juncadella von GruppeM Racing (#8) in der 20-minütigen Session zurecht, der sich Startplatz zwei für das Rennen sicherte. Maximilian Götz (HRT/#4) und Luca Stolz (Toksport WRT/#7) erarbeiteten sich mit den Rängen fünf und sechs ebenfalls aussichtsreiche Positionen.

Viele AMG im Pech, 2x Pink im Glück

Auf der mittlerweile abgetrockneten Strecke entwickelte sich nach dem Start ein ereignisreiches Rennen. Während die pinken BWT-AMGs von Juncadella und Götz sich in der Spitzengruppe des Feldes behaupten konnten, ereilte im dichten Getümmel dahinter einige Fahrer mit dem Mercedes-AMG GT3 das Rennpech. Für Maximilian Buhk (GER), Ellis sowie die Gastfahrer Stolz und Haupt endete das Rennen nach Schäden am Fahrzeug leider frühzeitig. Im Kampf um die Spitze hingegen mischte Juncadella mit der Startnummer acht auch nach seinem Boxenstopp und einigen Safety-Car-Phasen weiter mit und ließ an einem Podiumsergebnis bis zum Rennende keine Zweifel aufkommen. Nach 55 Minuten und drei weiteren Runden überquerte der Spanier auf Rang zwei die Ziellinie. Wie schon am Samstag beendete Maximilian Götz das Rennen auf dem vierten Rang und verkürzte in der Fahrerwertung den Vorsprung auf den Führenden auf nunmehr 33 Punkte.

Auer (WINWARD) auf Rang sechs, Maini (GetSpeed) auf Rang sieben und Vincent Abril (HRT) auf Rang neun sammelten wichtige Punkte für die Meisterschaft, die Mercedes-AMG in der Herstellerwertung nach acht Rennen nun mit 42 Punkte Vorsprung anführt. Zum nächsten Event gastiert die DTM auf dem Red Bull Ring vom 3. bis 5. September. 

Daniel Juncadella, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing (#8): „Ich bin mit dem Sonntagsrennen rundum zufrieden. Sowohl die Performance im Qualifying als auch im Rennen war prima. Wir wollten selbstbewusst auftreten, das ist uns gelungen. Ich bin glücklich für das Team, das Ergebnis gibt uns viel Zuversicht für die kommenden Rennen. Darauf können wir aufbauen, die nächsten Strecken sollten uns liegen.“

Philip Ellis, Mercedes-AMG Team WINWARD (#57): „Ich habe in der Anfangsphase und nach dem Restart am Samstag alles versucht, um mich am Führenden vorbeizuschieben, was mir fast gelungen wäre. Am Ende steht Platz zwei zu Buche und damit der nächste Podestplatz. Damit kann ich sehr gut leben.“

Maximilian Götz, Mercedes-AMG Team HRT (#4): „Tatsächlich waren am Sonntag sogar noch ein paar Punkte mehr drin, am Ende konnte ich die Lücke auf Platz drei nicht mehr ganz schließen. Da aber viele Mitbewerber im zweiten Rennen keine Punkte einfahren konnten, verlief das Wochenende dementsprechend gut für uns. Gerade der zweite Lauf war unglaublich umkämpft, man merkt, dass wir uns der entscheidenden Phase der Saison nähern.“

Luca Stolz, Mercedes-AMG Team Toksport (#7): „Das erste DTM-Rennen mit Toksport WRT hat sehr viel Spaß gemacht. Schon in den Trainings war zu sehen, dass wir gut vorbereitet sind. Dass die Performance im ersten Rennen am Samstag gleich so gut war, freut uns sehr. Ich kenne die Strecke natürlich vom ADAC GT Masters, den Mercedes-AMG GT3 sowieso. Allerdings gibt es unter anderem Unterschiede bei der Bereifung und dem Boxenstopp-Ablauf – insgesamt ist die Pace in der DTM etwas höher.“

Ergebnis Rennen 1, DTM, Nürburgring1:

POS

 

Nr.

 

Fahrzeug

 

Team                   

 

Fahrer

1.

 

3

 

Audi R8 LMS GT3

 

Team ABT Sportsline

 

Kelvin van der Linde (RSA)

2.

 

57

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team WINWARD

 

Philip Ellis (SUI)

3.

 

9

 

Audi R8 LMS GT3

 

Team ABT Sportsline

 

Mike Rockenfeller (GER)

4.

 

4

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team HRT

 

Maximilian Götz (GER)

 

 

 

 

 

 

 

 

8.

 

8

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team GruppeM Racing

 

Daniel Juncadella (ESP)

9.

 

7

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team Toksport

 

Luca Stolz (GER)

10.

 

36

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team GetSpeed

 

Arjun Maini (IND)

11.

 

22

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team WINWARD

 

Lucas Auer (AUT)

12.

 

5

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team HRT

 

Vincent Abril (MCO)

18.

 

6

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team HRT

 

Hubert Haupt (GER)

DNF

 

18

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport

 

Maximilian Buhk (GER)

 1 vorbehaltlich der Bestätigung des Veranstalters 

Ergebnis Rennen 2, DTM, Nürburgring1:

POS

 

Nr.

 

Fahrzeug

 

Team                   

 

Fahrer

1.

 

23

 

Ferrari 488 GT3

 

Alpha Tauri AF Corse

 

Alex Albon (THA)

2.

 

8

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team GruppeM Racing

 

Daniel Juncadella (ESP)

3.

 

11

 

BMW M6 GT3

 

Walkenhorst Motorsport

 

Marco Wittmann (GER)

4.

 

4

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team HRT

 

Maximilian Götz (GER)

 

 

 

 

 

 

 

 

6.

 

22

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team WINWARD

 

Lucas Auer (AUT)

7.

 

36

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team GetSpeed

 

Arjun Maini (IND)

9.

 

5

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team HRT

 

Vincent Abril (MCO)

DNF

 

18

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport

 

Maximilian Buhk (GER)

DNF

 

57

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team WINWARD

 

Philip Ellis (SUI)

DNF

 

6

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team HRT

 

Hubert Haupt (GER)

DNF

 

7

 

Mercedes-AMG GT3

 

Mercedes-AMG Team Toksport

 

Luca Stolz (GER)

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