GLK: Tuner-Challenge

Tuning-Wettbewerb auf der SEMA-Show

GLK: Tuner-Challenge : Tuning-Wettbewerb auf der SEMA-Show
Erstellt am 21. Januar 2009

Die SEMA-Show in Las Vegas ist eine der verrücktesten Automessen weltweit. In den Augen vieler nur Spielerei, setzt die Messe in der Glücksspieler-Stadt in der Wüste Nevadas aber echte Tuning-Trends. SEMA steht für „Specialty Equipment Manufacturer Association“, einem Verband von amerikanischen Tunern und Zubehörhändlern, der sich bereits in den 1960er Jahren gegründet hat. Seit über 40 Jahren veranstaltet der Tuning-Verband die sogenannte SEMA-Show, mit wachsendem Interesse bei der Fachpresse und den Fachbesuchern. Doch nicht nur Tuner und Aftermarket-Dealer sind auf dieser Messe vertreten, seit einigen Jahren haben auch die Automobilhersteller die SEMA-Show als große Showbühne für ihre Produkte erkannt, darunter auch immer mehr ausländische Hersteller.

Premiere für Mercedes

Im letzten Jahr war auch Mercedes Benz begann seine Premiere in Las Vegas gleich mit einer Tuner-Challenge. Obwohl noch nicht auf dem US-Markt erhältlich sollten vier ausgesuchte Tuner den Mercedes Benz GLK für den Tuningwettbewerb auf der SEMA umbauen. Jeder Tuner bekam dazu einen neuen Mercedes Benz GLK 350 zur Verfügung gestellt, um diesen nach ihren jeweiligen Fertigkeiten und Ideen zu gestalten. Finalisten für die Tuner-Challenge waren die US-Firmen Renntech und Legendary Motor Cars, der amerikanische Tuner Boulevard Customs und die deutsche Tuningmarke Brabus.

Brabus „Widestar“

Die Bottroper bleiben uch im eher exzentrischen Umfeld der SEMA-Show Ihrer Linie treu und präsentieren einen hochwertigen Umbau, der sich als Straßenfahrmaschine mit höchster Fahrdynamik versteht.

Der Widestar ist der Tradition von Brabus folgend in schlichtem Schwarz gehalten. Dennoch fallen die namensgebenden Verbreiterungen von 25mm pro Seite dem Betrachter gleich ins Auge. Diese schaffen Platz für die 21-Zoll Leichtmetallfelgen, die mit Reifen der Dimesion 295/30 ZR21 bezogen sind und dank einer Tieferlegung rund 30 mm tiefer in den Radhäusern liegen.

Ein Optik-Kit mit speziellen Front- und Heckstoßfängern sowie Schwellerleisten lässt den Widestar zudem auch optisch gut auf der Straße stehen. Neben zahlreiche LED-Applikationen wie Tagfahrlicht und Positionslicht rundet ein Dachspoiler am Heck das optische Styling ab.

Beim Antrieb des GLK setzten die Bottroper Tuner auf ihr hauseigenes Tuningkit Eco PowerXtra, durch das der V6 des kleinen SUV nun 258 PS und stolze 610 Nm liefert. Die Extra-Power lässt den Widestar in nur 6,9 Sekunden auf 100 km/h und maximal auf 240 km beschleunigen.

Wie bei allen Brabus-Umbauten legten die Bottroper auch beim Widestar Wert auf ein gepflegtes Inneres. Und erhielt auch der GLK eine luxuriöse Volllederausstattung in einem geschmackvollem Cognac-Farbton. In Klavierlack und Aluminium gehaltene Anbauteile setzen Akzente.

Legendary Motor Cars „Rock Crawler“

Ganz das Gegenteil vom Widestar ist der von der Firma Legendary Motor Cars aufgebaute GLK namens „Rock Crawler“. Die Firma, die sich mit der Restaurierung von hochwertigen Oldtimer einen Namen gemacht hat, entwickelte ihre Version als mobile Skater-Karre. Grund dafür war die Begeisterung des Sohnes des Firmeninhaber Peter Klutt für diesen Sport.

Der Rock Crawler dient als Fahrzeug für diverse Arten von Moves und Stunts von Skateboardfahrern, so lassen sich sogenannte Grinding Rails herausfahren, auf denen die Skateboards entlangrutschen. An der Front kann dazu eine Rampe montiert werden, die für Sprünge über das Fahrzeug steil genug ist. Falls es mal doch nicht ganz klappt, sorgen eine Plexiglasabdeckung und weitere Rails vor Beschädigungen des Panorama-Glasschiebedachs.

Highlight des Umbaus ist aber wohl die benzinbetriebene Winde, die wahlweise vorne oder hinten am GLK angebracht werden und Sportler auf ihren Boards bis zu 48 km/h schnell ziehen kann.

Das Design des Rock Crawlers lebt von den seitlichen von Ron Gibbs kreierten Grafiken auf dem arktisweissen GLK in Zusammenspiel mit den offroadtauglichen 18“-Rädern, bestehend aus Jesse James Black Widow Felgen mit Toyo Open Country AT Reifen. Um die gewünsche Agilität abseits befestigter Wege zu gewährleisten wurde motormäßig unangetastete 3,5-l-V6 angetriebene GLK um 38 mm in die Höhe gelegt.

Renntech „Pikes Peak Rallye Racer

Der Berg ruft! Und Renntech präsentiert ein beeindruckendes Rallye Auto namens „Pikes Peak Rallye Racer“. Die Jungs verpassten dem GLK ein komplettes Stylingkit mit Frontspoiler, Seitenschwellern und Heckschürze, das der Aerodynamik zu Gute kommen soll. Dazu dominieren ein riesiger Heckflügel am Dach und kantige Verbreiterung an den Radhäusern die Optik des Rallye Autos.

Doch nicht nur die Optik stand bei den Entwicklern des Pikes Peak Rallye Racer im Vordergrund. Auch die Technik sollte nicht vergessen werden. Renntech steigerte die Leistung des 3,5-l-V6 u.a. mittels speziellen Ansaugkrümmers, Nockenwelle und Zylinderköpfen und dank der hauseigenen Motorsteuerungssoftware auf 350 PS. Das ganze wird zudem noch von einem Elektromotor unterstützt.

Passend zu der Performance mussten die Renntech-Leute auch an dem Fahrwerk Hand anlegen. Von KW ließen sich die Entwickler ein spezielles Fahrwerk bauen, bei dem sie u.a. Bodenfreiheit und Dämpferrate einstellen können, um ein verbessertes Handling zu erreichen. Die nötige Verzögerung besorgt eine Renntech-Bremsanlage mit 412 mm Scheibenbremsen vorne, die von Acht-Kolben-Sätteln bedient werden und 356 mm Scheiben mit Vier-Kolben-Sätteln hinten.

Die nötige Verzögerung besorgt eine Renntech-Bremsanlage mit 412 mm Scheibenbremsen vorne, die von Acht-Kolben-Sätteln bedient werden und 356 mm Scheiben mit Vier-Kolben-Sätteln hinten. Die dreiteiligen 20-Zöller aus dem eigenen Hause sind in mattem Graumetallic ausgeführt und mit 275/40 R20 vorne bzw. 315/35 R20 Performance Reifen bezogen.

Boulevard Customs „Urban Whip“

Auch der Urban Whip von Boulevard Customs ist alles außer dezent. Am auffälligsten ist wohl das Dach des weißen GLKs – es fehlt nämlich! Trotz der ursprünglichen Vorgabe, die Karosserie des GLK nicht zu verändern konnten sich die Jungs aus Florida nicht zurückhalten und - nach der Genehmigung der vorgelegten Entwürfe - schnitten sie dem SUV das Dach ab.

Natürlich sorgten die erfahrenen Umbauer für entsprechende Verstärkungen und kürzten die Türen und Pfosten. Um einen Roadsterähnlicheren Look zu bekommen, beschnitten auch die Autobauer die Windschutzscheibe etwas in ihrer Höhe.

Zusammen mit Superior Auto Body formten die Jungs eine neue Front mit Stoßfänger und integriertem Strut-Kühlergrill. Auch die anderen Öffnungen in der Frontmaske wurde mit kleinen Renngittern verschlossen. Während die Frontscheinwerfer dank LED-Technik mehr Helligkeit erhielten, dunkelten die Tuner die Rückleuchten etwas ab.

Ein bißchen dem in den USA angesagten „Donk“-Trend folgend, montierten die Amerikaner große Räder auf den Urban Whip. Die riesige 26“-Asanti-Chromfelgen mit 295/25er Reifen sitzen satt in den Radkästen und lassen Blicke auf die Brembo-Bremsanlage mit 8-Kolben-Sätteln und 381mm Scheiben vorne bzw. 4-Kolben-Sätteln und 344 mm Scheiben hinten zu.

Wie es sich für einen typischen US Custom gehört haben die Amis auch das Interieur nicht vernachlässigt. Der Innenraum des viersitzigen Roadsters ist in einem elegantem Schwarz-Weiß-Kontrast gehalten. Die hintere Sitzbank wurde zugunsten von Einzelsitzen umgebaut und dem Design der vorderen angepasst. Holzapplikationen mit schwarzem Klavierlack setzten Highlights im offenen Innenraum, der natürlich auch mit einer entsprechenden Soundanlage ausgestattet ist. Insgesamt 5.700 W von JL Audio stecken in dem urbanen Roadster-Konzept.



Einen ausführlichen Bericht zum Urban Whip gibt es hier!

...and the Winner is:

Der Gewinner der Tuner-Challenge wurde durch die die Zuschauer der SEMA Show ermittelt. Diese stimmten mehrheitlich für den Umbau von der US-Firma Renntech und ihrer Interpretation eines Rallye Autos.

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