Urlaub mit dem Auto - Packen mit Köpfchen

So klappt es mit dem ganzen Urlaubsgepäck

Urlaub mit dem Auto - Packen mit Köpfchen: So klappt es mit dem ganzen Urlaubsgepäck
Erstellt am 21. Juni 2012

Rein in den Wagen und ab in den Urlaub – so einfach geht das nicht. Die „Siebensachen“ müssen vor der großen Fahrt sicher an Bord verstaut werden. Doch wohin mit all dem Gepäck? Schwere und scharfkantige Gegenstände kommen ganz unten in den Kofferraum und dort fest an die Sitzlehne platziert. Lange, flache Gegenstände lagern quer zur Fahrtrichtung. Dadurch bleibt der Fahrzeugschwerpunkt niedrig, und das Kurvenverhalten wird weniger beeinträchtigt. Koffer und sperrige Gepäckstücke stehen zudem immer aufrecht. Liegen sie übereinander, verrutschen sie schnell. Stabile Spanngurte helfen, die schwere Last zu fixieren. Nur so verrutscht das Gepäck bei einer Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver nicht.

Wichtig: Der Fahrer braucht durch den Innenspiegel freie Sicht nach hinten. Auf einen Griff sollten Warnweste, Warndreieck, Mobiltelefon, Ausweis und Wagenpapiere zur Hand sein. Hitzeempfindliche Gegenstände gehören an einem möglichst kühlen Ort.

Kaum Platz im Kofferraum? Dachbox für die Reise mieten

Vor allem Familien kennen das: Der Kofferraum des Urlaubsautos ist voll, doch es wartet noch eine Menge Gepäck auf einen Platz. Die Anschaffung einer Dachbox wäre eine Lösung, wenn ihr größter Vorteil nicht auch ihr bedeutendster Nachteil wäre: Dachboxen bieten zusätzlichen Platz im Urlaub, brauchen aber während der restlichen Zeit auch welchen. Wer in Keller oder Speicher keinen Platz hat, kann Dachboxen auch mieten. Viele Fachbetriebe des Kfz-Gewerbes haben diesen Service inzwischen im Programm. So haben die Meisterbetriebe gut zum Auto passende Modelle sowie Dachträger parat. Das passt dann auch wirklich zum Fahrzeug. Es gibt nämlich selbst innerhalb der gleichen Modellreihe mitunter sogar nach Baujahren unterschiedliche Befestigungssysteme.

Um die Montage der gemieteten Dachbox müssen sich die Kunden keine großen Gedanken machen. In aller Regel montiert sie ein Profi und nimmt sie am Urlaubsende auch wieder ab. Gute Tipps gibt es dabei kostenlos. Beispielsweise jenen, möglichst zwei Drittel des Gepäckgewichts im Bereich zwischen den Stangen des Dachträgers zu verstauen. Das restliche Drittel findet in den vorn und hinten überhängenden Regionen Platz. In den seltensten Fällen wird eine Dachbox dabei an die Grenze ihrer Lastkapazität kommen. Die liegt je nach Typ bei 50 oder 75 Kilogramm. Die Kfz-Profis wissen zudem, welche Dachlast – 50, 75 oder 100 Kilogramm – das Auto selbst zulässt. Die Miete für die paar schönsten Wochen des Jahres reißt kein großes Loch in die Urlaubskasse. Für die bekommt der Autofahrer zudem in aller Regel eine Dachbox der höheren Preiskategorien. Diese qualitativ hochwertigen Boxen bieten bei sorgsamer Beladung dann die Gewähr, dass das Gepäck heil und trocken am Urlaubsort ankommt.

In Dachboxen gehören nur leichte und sperrige Gepäckstücke. Wie viel Last huckepack geladen werden kann, steht im Fahrzeugschein unter „zulässige Dachlast“. Nun noch das Ladegut in der Box gut festzurren, zum Beispiel mit „Gepäckspinnen“ aus Gummischnüren mit Haken. Zu guter Letzt noch den Reifendruck kontrollieren und anpassen. Und auf geht’s. Alles in allem darf das Auto nicht mehr als das zulässige Gesamtgewicht auf die Waage bringen. Die exakten Daten stehen im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I). Denn Übergepäck beeinflusst nicht nur die Fahreigenschaften, sondern auch der Bremsweg wird länger und der Spritverbrauch steigt. Und wer von der Polizei mit überladenem Auto gestoppt wird, muss mit einem Bußgeld und bis zu drei Punkten in Flensburg rechnen.



Fotos: www.kfz-gewerbe.de, PDW, GP

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