"Stimmungsbarometer Automotive 2020": Führungskräfte kritisieren Festlegung auf Batterietechnik

Große Mehrheit der deutschen Automobilmanager fordern technologieoffenere Unterstützung von Mobilität

"Stimmungsbarometer Automotive 2020": Führungskräfte kritisieren Festlegung auf  Batterietechnik: Große Mehrheit der deutschen Automobilmanager fordern technologieoffenere Unterstützung von Mobilität
Erstellt am 2. März 2020

Politik, Industrie und Öffentlichkeit scheinen sich unwideruflich auf batteriebetriebene Elektromobilität festgelegt zu haben. Doch laut "Stimmungsbarometer Automotive 2020" von Strategy&, der Strategieberatung von PwC wünschen sich mehr als acht von zehn Automanagern sowohl von den Herstellern als auch von der Politik eine technologieoffenere Unterstützung der Elektromobilität. Besonders die Zuliefererindustrie drängt auf ein stärkeres Vorantreiben der Brennstoffzellentechnologie. Allerdings gehen knapp zwei Drittel der Befragten nicht davon aus, dass die alternativen Antriebstechnologien den Verbrennungsmotor jemals vollständig ablösen werden.

Bei der Transformation hin zu klimafreundlichen Antrieben setzt die deutsche Automobilbranche neben der Elektromobilität auf die Brennstoffzelle als Alternative. Das zeigt das aktuelle "Stimmungsbarometer Automotive 2020" von Strategy&, der Strategieberatung von PwC. Acht von zehn befragten Führungskräften aus der Automobilindustrie sehen die Hersteller in der Pflicht, eine technologieoffene Forschung und Entwicklung alternativer Antriebe zu forcieren, um alle Möglichkeiten bei der Umstellung auf klimafreundliche Mobilität auszuschöpfen. 83% der Befragten sehen die Politik in der Verantwortung, neben batteriebetriebener Elektromobilität auch andere Antriebstechnologien zu fördern. Eine Möglichkeit ist aus der Perspektive der Automobilindustrie die Brennstoffzelle, vor allem wegen der umweltfreundlicheren Produktion im Gegensatz zur Batteriezelle. Für die Weiterentwicklung dieser und weiterer technologischer Innovationen setzt die Automobilindustrie auf vereinte Kräfte: Neun von zehn Befragten sind offen für branchenübergreifende Kooperationen.

Übrigens: Der Klimawandel steht in diesem Jahr ganz oben auf der Agenda der Führungskräfte: Mehr als drei Viertel (78%) erwarten durch staatliche Regulierung große Auswirkungen auf ihr Geschäftsmodell. Beispiel ist die Verschärfung der Grenzen für CO2-Emissionen im kommenden Jahr und damit verbundene Strafzahlungen bei Verstößen. Aber auch Klimaproteste und der damit erhöhte öffentliche Druck bereiten der Branche Sorgen.

 


Autor:‭ ‬Mathias Ebeling

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