Mobilität im Jahr 2030: Ingenieurgesellschaft IAV plädiert für Technologieoffenheit

Wasserstoff-Antrieb: sinnvolle Ergänzung zu batterieelektrischen Kfz

Mobilität im Jahr 2030: Ingenieurgesellschaft IAV plädiert für Technologieoffenheit: Wasserstoff-Antrieb: sinnvolle Ergänzung zu batterieelektrischen Kfz
Erstellt am 4. Mai 2021

In einer umfassenden Studie ( Wasserstoffantriebe im Wettbewerb mit Verbrennungsmotoren für fossile Kraftstoffe und dem batterieelektrischen Antrieb, siehe pdf links
Wasserstoffantriebe im Wettbewerb_IAV.pdf
3.6 MB
) haben Experten der Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) auf Grundlage der Lebenszyklus-Betrachtung das CO2-Einsparpotenzial von alternativen Antrieben untersucht. Die erstmals auf dem international sehr beachteten Wiener Motorensymposium präsentierten Ergebnisse zeigen: Wasserstoffantriebe sind eine sinnvollen Ergänzung zu rein batterieelektrischen Fahrzeugen. Hierzu sagt Matthias Kratzsch, Vorsitzender der Geschäftsführung von IAV: „Die vom Verkehrssektor verursachten CO2-Emissionen müssen deutlich sinken. Aus unserer Sicht konzentriert sich die öffentliche und politische Debatte jedoch zu oft auf das rein batterieelektrische Fahrzeug, während die gängige Tank-to-Wheel (TtW) Sichtweise wesentliche CO2-Verursacher vernachlässigt.“

IAV: Technologieoffenheit muss gewährleistet sein

Für die Studie haben IAV-Experten den anzunehmenden CO2-Footprint dreier Fahrzeugklassen (mittelschweres SUV, leichtes Nfz und schweres Nfz) für das Jahr 2030 untersucht. Je Fahrzeugklasse untersuchten die Autoren die CO2-Äquivalente, die bei der Verwendung eines rein batterieelektrischen Antriebs, einer Brennstoffzelle und eines Wasserstoffverbrennungsmotors anfallen würden. Und das ist das Ergebnis: Mit allen drei untersuchten Antriebsvarianten ließe sich der CO2-Footprint im Verkehrssektor im Jahr 2030 deutlich reduzieren. Ein Fahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb wäre je nach untersuchter Fahrzeugklasse ähnlich klimafreundlich wie ein rein batterieelektrisches Mobil. Unter Einsatz eines Wasserstoffverbrennungsmotors ließe sich der CO2-Rucksack in allen Fahrzeugklassen deutlich verringern. Aufgrund des geringeren Wirkungsgrads verfehlt die Technologie jedoch knapp die Einsparpotenziale des untersuchten Brennstoffzellenantriebs. Die IAV kommt in ihrer Studie u.a zu folgendem Schluss: Da der Wasserstoffverbrennungsmotor im Vergleich zur Brennstoffzelle deutlich robuster ist und zudem vergleichsweise schnell in die Serienreife überführt werden kann, ist er mehr als nur eine Brückentechnologie. Und das sowohl für schwere Pkw als auch für Nutzfahrzeuge. Brennstoffzelle wie Wasserstoffverbrennungsmotor überzeugen dabei auch in der Gesamtkostenrechnung und sind je nach Produktionsmethode und -ort konkurrenzfähig zu rein batterieelektrischen Antrieben. (Quelle: IAV)

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