Källenius: Gewinn bei E-Autos ist kleiner als bei Verbrennern

Hohe Kosten, kleine Marge: Der Einstiegspreis des EQS soll bei 100.000 € liegen

Källenius:  Gewinn bei E-Autos ist kleiner als bei Verbrennern: Hohe Kosten, kleine Marge: Der Einstiegspreis des EQS soll bei 100.000 € liegen
Erstellt am 12. April 2021

Mehr Luxus. Mehr Elektromobilität. Mehr Marge. Das sind drei Bausteine, auf denen der geschäftliche Erfolg von Mercedes-Benz in der Zukunft fußen soll. Da überrascht es doch schon ein wenig, dass Daimler-Chef Källenius höchstselbst etwas sauren Essig in den frisch eingeschenkten süßen Wein seiner Electric-First-Strategie träufelt. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagt er nämlich, dass die Verbrenner deutlich profitabler als vergleichbare Elektroautomobile seien. Mit E-Autos ließe sich weniger verdienen, weil die Kosten höher wären, gibt Källenius zu Protokoll. Apropos Kosten: Mercedes-Fans.de weiß zwar noch nicht, wo die Preisliste des neuen EQS einmal anfangen wird. Doch dem Vernehmen nach soll sie bei 100.000 € beginnen. Wenn das wahr wäre, dann wäre die Einstiegsversion des EQS deutlich teurer als die Basisausführung des Tesla Model S, welche mit Allradantrieb und angegebener 663-km-Reichweite derzeit für 86.990 Euro zu haben ist.

Weniger Gewinn mit E-Automobilen

Obwohl die Marge beim E-Auto offenbar kleiner sei, will OK mit den E-Autos Geld verdienen und wie er sagt „vernünftige Renditen" erzielen. Was die Formel von „vernünftigen Renditen" auch immer zu bedeuten haben mag, so werden sie groß genug sein müssen, um das Unternehmen ab dem Zeitpunkt zu finanzieren, wenn der letzte Verbrenner verklauft sein wird (und das soll ja erklärtermaßen spätestens 2039 beim Daimler der Fall sein). Die Produktion dürfte demnach fortgesetzt auf extreme Effizienz getrimmt werden. Das könnte ein weiteres Drehen an der Kostenschraube im Produktionsbereich bedeuten. Gleichzeitig wird der Daimler den Launch seines ersten vollelektrischen Oberklasseautomobils vermutlich auch zum Anlass nehmen, eine völlig neue Geldkralle auszufahren. Man kann sich ja mit etwas Fantasie sehr gut vorstellen, dass das vollvernetzte Automobil und die umfassende Digitalisierung desselben viele Möglichkeiten bietet, dem Kunden over-the-air-Upgrades als kostenpflichtige Features anzubieten.

Autor: Mathias Ebeling

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