Dakar Rallye 2012: 13.Etappe Nasca - Pisco

Ellen Lohr berichtet in Mercedes-Fans.de von der Rallye Dakar

Dakar Rallye 2012: 13.Etappe  Nasca - Pisco : Ellen Lohr berichtet in Mercedes-Fans.de von der Rallye Dakar
Erstellt am 15. Januar 2012

14.1.2012 Es ist fast vollbracht für Dauersieger Peterhansel. Nachdem er in den vergangenen vier Jahren eine `Volkswagen Durststrecke` überwinden musste, in der ihm maximal vierte Pätze blieben, wird er nun seine Chance ergreifen und den Dakarsieg einfahren. Zumindest sieht es heute danach aus, denn von gas rausnehmen oder langsam machen keine Spur. Er gewinnt die stage und lässt die Verfolger seinen Staub schlucken. Gilles de Villier beeindruckt weiterhin und wird zweiter. Der Mann will auf`s Podium und da nur noch 29 Kilometer in Wertung zu fahren sind, könnte das auch funktionieren. Doch Achtung, man soll den Tag nie vor dem Abend loben. Immerhin warten morgen noch 12 Kilometer Dünen und damit ist es nicht so wie bei der Tour de France, bei der es am Ende keine Verschiebung mehr in der Reihenfolge gibt. Auch morgen ist schnell nochmal eine halbe Stunde verloren, allerdings würde das dann eher die Plätze vier bis sieben betreffen, an der Spitze bliebe alles beim Alten.

Staubig bis zum Schluss

Auffällig ist aus meiner Sicht, dass wir unter den ersten Vier, die Beifahrer mitgerechnet, sieben (!!) Dakar Gewinner finden. Aus deutscher Sicht die Co Piloten Dirk von Zitzewitz und Andy Schultz, momentan auf drei und vier. Wenn das nicht zeigt, wie sehr sich auf dieser Rallye Erfahrung auszahlt.…



Das Bivak empfängt uns heute ähnlich staubig wie gestern. Immer am späten Nachmittag kommt hier in den Gegend ein unangenehmer Wind auf. Unangenehm, weil er den feinen Sand aufwirbelt und es permanent zwischen den Zähnen knirscht. Bei Aussentemperaturen von immer noch 34 Grad nicht unbedingt eine Freude. Es ist sogar so sandig, dass sich einige LKW festfahren. Den Peruanern ist`s egal und sie präsentieren sich in einem eigens aufgebauten Zelt trotzdem in Feierlaune.

Wenn ich mir die Bilder unsere Fahrt angucke, dann sieht das hier alles ziemlich unterentwickelt aus und natürlich fehlt es an Vielem. (zB an einer schnellen Internetverbindung….) aber wenn man genauer in die dunklen (und kühlen) Hütten reinguckt, dann entdeckt man, dass es alles gibt, was man zum Leben braucht. Jeder hat hier seinen eigenen kleinen Laden und in den grösseren Städten sind diese Läden sogar nach Thema geordnet. Dann gibt es Autolackierereien in der einen Strasse und in der nächsten die Autoglaser usw, usw. Sicher ist Peru von den drei Ländern die wir mit der Dakar bereisen das ärmste Land, aber eines haben die Einwohner mit den Argentinier und Chilenen gemein. Es ist ein unheimlich freundliches Volk. Das ist fast schon berührend.



Morgen Lima und eine gute Dusche…



Bis dahin



Ellen

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Login via Facebook

Community