Allgäu-Orient Rallye 2014

Alte Mercedes überzeugen mit echten "Nehmerqualitäten" - Meist gefahrenes Fahrzeug 2014 ist eine E-Klasse!

Allgäu-Orient Rallye 2014 : Alte Mercedes überzeugen mit echten "Nehmerqualitäten" - Meist gefahrenes Fahrzeug 2014 ist eine E-Klasse!
Erstellt am 9. Mai 2014

Ältere E-Klasse Modelle - bevorzugt als T-Modell - sind das beliebteste und meist gefahrene Auto der "Allgäu-Orient"-Piloten. Aus gutem Grund!



Am ersten Maiwochenende startete die wahrscheinlich verrückteste Rallye der Welt: Die Allgäu-Orient. 111 Teams kämpfen um den Hauptpreis: Ein Kamel! In diesem Jahr mit auffällig wenig Motorrad-Teams. Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass es sich in einem "geschlossenen Fahrzeug" besser die 8.000 km - 9.000 km nach Jordanien "runterspult". Ebenso scheint es unter Rallye-Fahrern längst kein Geheimnis mehr zu sein, dass das beste Vehikel für ein solches Abenteuer ein Kombi der Marke Mercedes-Benz ist. Gefühlt jedes zweite Team rollte mit 20 Jahre alten T-Modellen an. Egal ob 124, 202 oder schon frühe 210.

Die Autos müssen mindestens 20 Jahre alt sein oder dürfen im Wert nicht über 1.111,- € liegen.

Aber der Reihe nach, was ist eigentlich die Allgäu Orient Rallye?

Der Veranstalter nennt es vollmundig: "Das letzte automobile Abenteuer". Teams die schon mitgefahren sind sagen dazu "Motor-Schnitzeljagd". Externe Beobachter, die noch nie dabei waren, meinen eher "Wahnsinn auf vier Rädern".



Wir halten uns an die Fakten:

Die Allgäu-Orient ist eine Rallye die immer Ende April/Anfang Mai in Oberstaufen startet und deren Ziel Jordanien ist. Ausgetragen wird die Fahrt durch zwei Kontinente "mit allem was fährt"! Teilnahmebedingungen sind die erfolgreiche Anmeldung und ausserdem gilt:



- Die Autos müssen mindestens 20Jahre alt sein oder im Wert nicht über 1.111,- € liegen.

- Eine Übernachtung darf nicht mehr als 11,11 € kosten

- Autobahnen sind verboten

- Navigationssysteme sind ebenfalls untersagt

- Die Autos bleiben im Zielland und werden für einen guten Zweck verkauft!

- Man sollte "mit Händen und Füssen" sprechen können - denn da wo die Reise hin führt - hilft auch Englisch nicht mehr weiter

- Toleranz und Aufgeschlossenheit sind Startvoraussetzung. Das wird zwar nicht geprüft, aber ohne wird man es schwer auf der Strecke durch Balkan, Türkei und Asien haben.

In jedem Land gibt es Sonderaufgaben zu lösen. Es geht also nicht darum wer am schnellsten am Ziel ist oder am längsten hinterm Steuer sitzt. Etappenziele geben überdies allzu selbstmörderischen Langzeitfahrten eine Zwangspause vor.

Von Oberstauffen nach Jordanien

Die 9. Allgäu-Orient startete am vergangenen Samstag in Oberstaufen. Und dieses Wochenende hat sich Petrus wahrlich nicht von seiner Motorsport-freundlichsten Seite gezeigt. Regen wechselte ab mit Nebel und der Himmel war Pauschal grau. Das waren einige "Mehrfachtäter" aus den vergangenen Jahren anders gewohnt! "Aber wir reden hier ja von einer drei Wochen langen Rallye und nicht von einem Ausflug ins Blaue" wie Manuel Pfeifer, Mercedes Marketing-Manager vom Gebrauchtteile Center zusammen fasst. Das MB GTC ist nämlich in diesem Jahr auch wieder mit auf der verrückten Fahrt dabei. Als Sponsor des Teams mit der Startnummer 85. Näheres wird es hier in Kürze bestimmt zu lesen und zu sehen geben. Bis dahin wünschen wir allen Teams "gute Reise".



Text & Fotos: Olli N. Klusief

53 Bilder Fotostrecke | Allgäu-Orient Rallye 2014: Völkerverständigung und Altmetall: Alte Mercedes überzeugen mit echten "Nehmerqualitäten" - Meist gefahrenes Fahrzeug 2014 ist eine E-Klasse! #01 #02

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