Aktueller Stand zum Verkauf des smart Werks

smart-Werk in Hambach: Verhandlungen zwischen Ineos und Daimler stehen kurz vor der Einigung

Aktueller Stand zum Verkauf des smart Werks: smart-Werk in Hambach: Verhandlungen zwischen Ineos und Daimler stehen kurz vor der Einigung
Erstellt am 20. August 2020

Anfang Juli machte der Daimler bekannt, dass er das smart Werk in Hambach zu verkaufen gedenkt. Kurz darauf stand schon ein erster Kaufinteressent auf der Matte.(Mercedes-Fans.de berichtete HIER) Ineos Automotive, ein Tochterunterunehmen des britischen Ineos Chemiekonzerns, meldete sein Interesse an, mit dem Daimler über die machbare Übernahme der Produktionsstätte in Hambach, Frankreich, zu verhandeln. Und offenbar steht man jetzt kurz vor einer Einigung. Ineos ließ gestern via Pressemitteilung verlautbaren, dass man mit Mercedes-Benz in fortgeschrittenen Gesprächen befinde und dass man sehr optimistisch hinsichtlich einer möglichen Vereinbarung mit der Daimler AG sei. Indeos Automotive will in Hambach seinen neuen Geländewagen Grenadier bauen. "Auch wenn eine Vereinbarung noch nicht abgeschlossen ist, sind wir zuversichtlich, dass die Verhandlungen erfolgreich verlaufen werden und dass der künftige Grenadier-Standort in Frankreich liegen wird," ist von Ineos zu hören. Das klingt im Großen und Ganzen schon sehr nach unterschriftsreifen Verträgen, oder? Dass Inesos als Newcomer im Fahrzeugbauergeschäft an der smart-Fabrik sehr interessiert ist, hat ja gute Gründe: Logistik, versierte Mitarbeiter und im nahen Umfeld der Produktionsstätte erfahrene und bewährte Zulieferer - alles da. Man muss nur zugreifen. Dass es mit dem Verkauf der Fabrik dennoch happert, liegt offenbar an der Mitarbeiterzahl im smart Werk Rund 1.600 Mitarbeiter sind dort derzeit beschäftigt. Da der Verlust von qualifizierten Industriearbeitsplätzen droht (was in Frankreich stets ein Aufreger-Tema ist), hat mittlerweile auch die französische Regierung beim Daimler vorgesprochen und dem Vernehmen nach wohl auch etwas Druck aufgebaut. Der Verkauf ist wohl deswegen noch nicht in trockenen Tüchern, weil das Ineos-Automobilprojekt nicht alle der 1.600-smart-Mitarbeiter benötigt. Um den Interessen der Mitarbeiter nach Weiterbeschäftigung trotz Verkauf des Werks und dem Drängen der Politik zu entsprechen, werde derzeit auch geprüft, ob Ineos im übernommenen Hambacher Werk Teile für Daimler fertigen könne. Am 24.August soll es, so melden es französische Medien, noch mal ein Spitzengespräch zwischen dem französischen Wirtschaftsministerium und der Daimler-Konzernspitze geben.

Autor: Mathias Ebeling

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