Aktueller Stand zum Verkauf des smart Werks an Ineos

Update: Grünes Licht - Gewerkschafen stimmen Verkauf zu

Aktueller Stand zum Verkauf des smart Werks an Ineos: Update: Grünes Licht - Gewerkschafen stimmen Verkauf zu
Erstellt am 14. November 2020

Der Würfel ist gefallen. Der Daimler wollte sein Jahren nur rote Zahlen schreibendes smart Werk in Hambach verkaufen. Nur Ineos Automotive meldete sich als interessierter Verkäufer und gab ein verbindliches Angebot ab. Das war im Sommer. Dann begannen die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern. Gestern wurde nun bekannt, dass der Wirtschafts- und Sozialrat des smart-Werks dem Verkauf an Ineos Automotive zustimmt. Es gibt keine Einwände mehr von den Gewerkschaften, weil, wie berichtet wird, die meisten der 1600 Arbeirsplätze erhalten werden sollen. Damit steht einem Verkauf von Smartville von Daimler an Ineos nichts mehr im Wege. (Quelle: Saarbrücker Zeitung)

 

Ursprüngliche Nachricht vom 20.08.20

Anfang Juli machte der Daimler bekannt, dass er das smart Werk in Hambach zu verkaufen gedenkt. Kurz darauf stand schon ein erster Kaufinteressent auf der Matte.(Mercedes-Fans.de berichtete HIER) Ineos Automotive, ein Tochterunterunehmen des britischen Ineos Chemiekonzerns, meldete sein Interesse an, mit dem Daimler über die machbare Übernahme der Produktionsstätte in Hambach, Frankreich, zu verhandeln. Und offenbar steht man jetzt kurz vor einer Einigung. Ineos ließ gestern via Pressemitteilung verlautbaren, dass man mit Mercedes-Benz in fortgeschrittenen Gesprächen befinde und dass man sehr optimistisch hinsichtlich einer möglichen Vereinbarung mit der Daimler AG sei. Indeos Automotive will in Hambach seinen neuen Geländewagen Grenadier bauen. "Auch wenn eine Vereinbarung noch nicht abgeschlossen ist, sind wir zuversichtlich, dass die Verhandlungen erfolgreich verlaufen werden und dass der künftige Grenadier-Standort in Frankreich liegen wird," ist von Ineos zu hören. Das klingt im Großen und Ganzen schon sehr nach unterschriftsreifen Verträgen, oder? Dass Inesos als Newcomer im Fahrzeugbauergeschäft an der smart-Fabrik sehr interessiert ist, hat ja gute Gründe: Logistik, versierte Mitarbeiter und im nahen Umfeld der Produktionsstätte erfahrene und bewährte Zulieferer - alles da. Man muss nur zugreifen. Dass es mit dem Verkauf der Fabrik dennoch happert, liegt offenbar an der Mitarbeiterzahl im smart Werk Rund 1.600 Mitarbeiter sind dort derzeit beschäftigt. Da der Verlust von qualifizierten Industriearbeitsplätzen droht (was in Frankreich stets ein Aufreger-Tema ist), hat mittlerweile auch die französische Regierung beim Daimler vorgesprochen und dem Vernehmen nach wohl auch etwas Druck aufgebaut. Der Verkauf ist wohl deswegen noch nicht in trockenen Tüchern, weil das Ineos-Automobilprojekt nicht alle der 1.600-smart-Mitarbeiter benötigt. Um den Interessen der Mitarbeiter nach Weiterbeschäftigung trotz Verkauf des Werks und dem Drängen der Politik zu entsprechen, werde derzeit auch geprüft, ob Ineos im übernommenen Hambacher Werk Teile für Daimler fertigen könne. Am 24.August soll es, so melden es französische Medien, noch mal ein Spitzengespräch zwischen dem französischen Wirtschaftsministerium und der Daimler-Konzernspitze geben.

Autor: Mathias Ebeling

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