MANN-FILTER Motorsport beim ADAC GT Masters in Most

Die Mamba hat zugebissen!

MANN-FILTER Motorsport beim ADAC GT Masters in Most: Die Mamba hat zugebissen!
Erstellt am 3. Mai 2018

Die MANN-FILTER Mamba hat sich durchgebissen und im tschechischen Most ihren ersten Sieg überhaupt eingefahren. Maximilian Götz und Markus Pommer gewannen das Sonntags-Rennen im ADAC GT Masters souverän.

In ihrer zweiten Saison im ADAC GT Masters konnte die MANN-FILTER Mamba endlich ihren ersten Sieg einfahren. Im vom MANN-FILTER Team HTP Motorsport eingesetzten Mercedes-AMG GT3 im gelb-grünen Schlangendesign konnten sich Maximilian Götz udn Markus Pommer im extrem stark besetzten Feld der Supersportwagen am Sonntag souverän durchsetzen. Am samstag schrammte man knapp an einem Podium vorbei.

Samstags knapp am Podium vorbei!

Am Samstag lief es noch nicht ideal für das MANN-FILTER Team HTP Motorsport. Dabei fuhr die Mamba mit der #48 ein tolles Rennen, schrammte aber knapp an einem Podium vorbei.  Indy Dontje (25, Niederlande) und sein Teamkollege Maximilian Buhk (25, Dassendorf) sicherten sich im Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 48 als Viertplatzierte und bestes Mercedes-Team wichtige Punkte für die Meisterschaft und fuhren in der Junior-Wertung auf den zweiten Rang. Viel Pech hatten dagegen ihre Stallgefährten Markus Pommer (27, Neckarsulm) und Maximilian Götz (32, Uffenheim), die das Schwesterauto mit der Nummer 47 kurz nach Rennhalbzeit mit Getriebeproblemen abstellen mussten.

Extrem enge Abstände im Qualifying!

Schon im morgendlichen Qualifying auf der 4,2 Kilometer langen Piste unweit der deutschen Grenze hatte sich einmal mehr eine enorme Leistungsdichte im 34 Fahrzeuge umfassenden Teilnehmerfeld des ADAC GT Masters abgezeichnet. Markus Pommer fehlte auf Startplatz 4 mit rund sechs Hundertstelsekunden deutlich weniger als ein Wimpernschlag zur Pole Position. Indy Dontje stellte seinen Mercedes mit einem Rückstand von nur 0,34 Sekunden auf Startplatz 9.

Technisches K.O. für die #47

Nach dem turbulenten Start, bei dem Pommer zwei Positionen verlor und Dontje zwei Ränge gutmachte, hielten die beiden gelb-grünen MANN-FILTER-Mambas bis zum Pflichtboxenstopp souverän die Positionen 6 und 7. Durch einen perfekt getimten und durchgeführten Fahrerwechsel von Dontje auf Buhk machte das niederländisch-deutsche Duo ganze drei Positionen gut und schob sich an die vierte Stelle, während Götz nach der Ablösung von Pommer den sechsten Rang hielt. In der Folge setzte Buhk den vor ihm fahrenden Porsche von Mathieu Jaminet unter großen Druck, während Götz seinen Vordermann Jens Klingmann im BMW angriff. Wenig später allerdings der Schock: der Mercedes mit der 47 rollte auf der Start/Ziel-Geraden aus. „Ich konnte plötzlich nicht mehr schalten“, erklärte Götz enttäuscht. „Sehr schade, bis dahin lief es super. Mit einer schnellen Out-Lap nach dem Stopp kam ich an Scheiders BMW vorbei, hing aber dann hinter dem von Klingmann fest. Ich glaube, wir hätten noch gut vorfahren können, dann trat leider das Problem auf.“
 
Buhk biss sich derweil bis ins Ziel die Zähne an dem vor ihm fahrenden Porsche aus. „Ich hätte klar schneller fahren können, doch auf der langen Start/Ziel-Geraden kam ich nie dicht genug heran. Und ich wollte keine unnötigen Risiken eingehen und womöglich wertvolle Punkte wegwerfen“, meinte Buhk, der dennoch mit der Vorstellung der Nummer 48 zufrieden war: „Wenn man bedenkt, dass wir aus der fünften Startreihe gekommen sind, ist der vierte Rang ein prima Ergebnis. Morgen früh werde ich alles geben, um im zweiten Lauf möglichst weit vorne starten zu können. Dann ist mit unserem Mercedes-AMG GT3, der auf dieser Strecke erwartungsgemäß sehr gut funktioniert, alles möglich.“
 
Auch Kollege Dontje war guter Dinge: „Ich hatte einen guten Start, geriet dann aber in einen D-Zug praktisch gleich schneller Fahrzeuge, in dem ich nicht viel mehr tun konnte, als meine Position zu halten. Unsere Strategie war aber super. Nachdem die Autos vor mir zum Stopp abgebogen waren, hatte ich freie Bahn und konnte richtig angreifen. Zu unserer eigenen Überraschung kam Maxi nach unserem Fahrerwechsel auf Platz 4 raus. Und der zweite Rang in der Junior-Wertung war auch ein schönes Ergebnis. Let’s rock tomorrow!“

Ein Traum-Sonntag!

Der Sonntag stand dann aber endgültig im Zeichen der MANN-FILTER Mambas. Schon im Qualifying erfüllte Pilot Maximilian Götz - ein ausgewiesener Zeitfahr-Spezialist - die in ihn gesetzten Hoffnungen und erfuhr in letzter Sekunden mit der Mamba #47 die Pole Position. Das Schwesterauto mit der #48 unter Maximilian Buhk wurde gute Vierte. Die Strecke in Most schien den Mercedes-AMG GT3 sehr zu liegen, so dass man im Team große Hoffnungen auf ein Podium hatte. Und diese Hoffnungen erfüllte die Besatzung der Nummer 47 vollumfänglich. Maximilian Götz riss in seinem Startstint eine Lücke von mehr als fünf Sekunden zum Rest des 34 Fahrzeuge zählenden Feldes auf und übergab den Mercedes-AMG GT3 souverän in Führung liegend an Kollege Pommer. Dieser hatte im zweiten Teil des Ein-Stunden-Rennens zwar permanent die Corvette im Rückspiegel, ließ den Verfolger aber niemals nahe genug herankommen, um eine Chance für einen Angriff zu haben.

„Was für ein fantastisches Rennen“, strahlte der Schwabe. „Nachdem mir Max so ein tolles Polster gelegt hatte, konnte ich mir mein Rennen gut einteilen. Wie im ersten Stint war die Corvette vor allem in den ersten Runden sehr stark, danach konnte ich den Abstand gut kontrollieren. Die MANN-FILTER-Mamba ist gelaufen wir ein Uhrwerk. Mein Dank gilt der gesamten Mannschaft, die das ganze Wochenende über einen tadellosen Job gemacht hat.“ Mit diesem Sieg stießen Maximilian Götz und Markus Pommer in der Gesamtwertung des ADAC GT Masters 2018 auf den zweiten Rang vor.

Strafe für die #48 kostet Podium!

Viel Pech hatte dagegen das Duo in der #48. Startfahrer Buhk hatte die vor ihm fahrende Corvette mächtig unter Druck gesetzt und als Drittplatzierter an Teampartner Dontje übergeben, als die Regelhüter im ADAC GT Masters einschritten. Der Niederländer hatte die Boxenausfahrt drei Zehntelsekunden vor Ablauf der Mindest-Boxenstoppzeit von 70 Sekunden passiert. Die Konsequenz war eine Drive Through Penalty, die in Most rund 14 Sekunden kostete und im extrem ausgeglichenen Teilnehmerfeld der GT3-Traumsportwagen 15 Positionen ausmachte. Bis ins Ziel gewann Dontje noch zwei Positionen, die Punkteränge allerdings waren außer Reichweite. „Sehr ärgerlich, denn das Podest und der Sieg in der Junior-Wertung waren nahe“, ärgerte sich der Niederländer. „Aber so ist das im Motorsport eben: Kleinigkeiten können ein Rennen entscheiden.“

Nun geht es für eine der Mambas zunächst zum großen 24h-Rennen auf dem Nürburgring, bevor die Giftschlangen beim nächsten Lauf des ADAC GT Masters in Spielberg wieder im Doppelpack antreten.

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