Die MANN-FILTER Mambas auf dem Red Bull Ring

Die große Mamba in Problemen, die Mini-Mamba weiter auf Meisterschaftskurs

Die MANN-FILTER Mambas auf dem Red Bull Ring: Die große Mamba in Problemen, die Mini-Mamba weiter auf Meisterschaftskurs
Erstellt am 20. Oktober 2020

Die MANN-FILTER Mamba kam auch bei einzigen Auslandseinsatz im ADAC GT Masters nicht aus ihrem Formtief heraus. Auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg standen nach zwei turbulenten Rennen am Ende nur die Ränge 13 und 15 zu Buche. Besser schlug sich die Mini-Mamba des Teams HTP WINWARD Motorsport in der ADAC GT4 Germany, die auch nach dem Wochenende die Meisterschaftsführung inne hat.

Galerie: 41 Bilder Fotostrecke | MANN-FILTER Motorsport in Spielberg: Die MANN-FILTER Mambas beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring #01 #02

Toller Start für Indy Dontje nach Quali-Problemen

Bereits im Samstags-Qualifying setzten sich die Probleme der Mamba-Besatzung fort. Indy Dontje kam trotz großem Einsatz nicht über einen 23. Startplatz hinaus. Beim Start bewies der Niederländer aber wieder seine Klasse und machte bereits in der ersten beiden Runden ganze zehn Plätze gut. „Das hat super geklappt“, lächelte der Niederländer. „Das Auto war wirklich gut. Schade, dass das Qualifying schief gegangen ist, weil wir auf abtrocknender Bahn das Timing nicht perfekt hinbekommen haben und mir zudem noch ein Fehler passiert ist. Aber im Rennen wurde das Auto immer besser.“

Schadensbegrenzung mit guter Rennpace

Nach dem Fahrerwechsel, der reglementbedingt zwischen der 25. und 35. Rennminute erfolgen muss, nahmen die MANN-FILTER Mamba mit dem Piloten Maximilian Götz die zweite Rennhälfte auf Rang 14 in Angriff. Dieser drehte in der Mamba ebenfalls im letzten Renndrittel auf, konnte zwar nicht mehr entscheidend vorstoßen, sammelte mit dem 13. Platz aber immerhin noch einige Punkte. „Von dieser Startposition geht das in Ordnung“, kommentierte Götz. „Indy ist nach dem Start super nach vorne gekommen und hat damit die Basis für ein gutes Ergebnis gelegt. Das Auto hat sich prima angefühlt, unsere Pace war auf dem Niveau der anderen Mercedes. Wir müssen morgen früh zusehen, dass wir ein solides Qualifying hinlegen, dann ist im Rennen einiges möglich.“

Ein Sonntag voller Strafen

Der Sonntag lief aber ebenfalls nicht zur Zufriedenheit der Mamba-Domteure. Beim Jubiläumsrennen des ADAC GT Masters - es war der 200. Rennstart der "Liga der Supersportwagen" hatte Maximilian Götz bereits im Qualifying starke Probleme. Mit nur 0,7 Sekunden Rückstand konnte er die Mamba nur auf den für ihn ungewohnten 24. Startplatz stellen. Im Rennen kam es noch schlimmer für den Franken. Götz wurde nach sehr gutem Start noch im Verlauf der ersten Runde von einem Konkurrenten in einen Dreher geschickt. Gleich zwei 10-sec-Zeitstrafen gegen ihn sowie Partner Dontje, jeweils wegen Missachtung der Track Limits, trugen ihren Teil zu einem enttäuschenden 15. Schlussrang bei. Wegen Missachtung der Streckenmarkierungen (Track Limits) verhängte die Rennleitung gegen zahlreiche Fahrzeuge Zeit- oder Durchfahrtstrafen.

„Das war heute nicht unser Tag“, fasste Teamchef Christian Hohenadel zusammen. „Man muss sich die Leistungsdichte im ADAC GT Masters immer wieder vor Augen führen. Die ersten 17 Autos waren im Qualifying durch weniger als eine halbe Sekunde getrennt, 26 lagen in einer Sekunde. Es muss einfach alles passen, wenn du in dieser Rennserie vorne mitfahren willst. Und das hat es bei uns heute eben nicht. Der Speed beider Autos war gut, aber Hätte und Wäre zählen im Motorsport nicht. Wir müssen das Wochenende abhaken, unsere Lehren daraus ziehen und in zwei Wochen umso stärker zurückkommen.“

Die Mini-Mamba auf Titelkurs

Trotz nicht optimaler Voraussetzungen lieferte auch das MANN-FILTER Team HTP WINWARD Motorsport im ersten Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring eine feine Leistung ab. Von Startplatz 10 ins Rennen gegangen, stieß Julien Apothéloz (19, Gockhausen/CH) schon im Verlauf der Startrunde um vier Positionen vor. Beim Pflichtboxenstopp „büßten“ er und Teamkollege Luca-Sandro Trefz (18, Wüstenrot) dann für ihren Sieg beim letzten Rennen auf dem Sachsenring, der ihnen reglementbedingt eine zusätzliche Standzeit von 7 Sekunden bescherte und sie einige Positionen kostete. Trefz gab bis ins Ziel alles, musste sich letztlich aber mit Rang 8 begnügen. Die gute Nachricht: Mit diesem Ergebnis baute das schweizerisch-deutsche Duo seine Tabellenführung in der ADAC GT4 Germany aus. Auch in der Teamwertung liegt das MANN-FILTER Team HTP WINWARD Motorsport weiterhin an der Spitze.

Auch mit dem Rennsonntag konnten die Protagonisten des MANN-FILTER Team HTP WINWARD Motorsport zufrieden sein. Mit dem sechsten Rang festigten Luca-Sandro Trefz (18, Wüstenrot) und Julien Apothéloz (19, Gockhausen/CH) im Mercedes-AMG GT4 ihre Tabellenführung in der ADAC GT4 Germany. Das deutsch-schweizerische Duo weist nun einen Vorsprung von 15 Punkten auf die nächsten Verfolger auf. Zwar büßte das MANN-FILTER Team HTP WINWARD Motorsport die Spitze in der Teamwertung ein, reist aber mit nur drei Punkten Rückstand zum vorletzten Saisonmeeting an den Lausitzring.

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    R129Fan kommentiert den Artikel Steigt der Daimler noch früher aus dem Verbrenner aus?: Insiderinfo: Källenius will Verbrennerausstieg beschleunigen:
    „Das dürfte dann wohl das Ende von Daimler beschleunigen. Diese Niete in Nadelstreifen und Föhnwel...“
    vor 3 Stunden
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    Dochoe denkt:
    „Der Ola schafft tatsächlich das, was die BRD gerade auch schafft: Mercedes schafft sich ab. Keine 6 und 8 Zylinder mehr für die C-Klasse, sogar ein C63 muss mit so einem Rasenmähermotor auskommen und jetzt will der auch noch den Verbrenner ganz abschaffen. Muss ich da etwa zu BMW wechseln? Da gibt es noch scöne 6-Zylinder im Dreier und im M3 wenigstens auch noch“
    Fr, 18. Juni 2021
  • dochoe
    Dochoe denkt:
    „Der Ola schafft tatsächlich das, was die BRD gerade auch schafft: Mercedes schafft sich ab. Keine 6 und 8 Zylinder mehr für die C-Klasse, sogar ein C63 muss mit so einem Rasenmähermotor auskommen und jetzt will der auch noch den Verbrenner ganz abschaffen. Muss ich da etwa zu BMW wechseln? Da gibt es noch scöne 6-Zylinder im Dreier und im M3 wenigstens auch noch“
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