Mercedes und die Clubs

50 Jahre Mercedes-Benz Veteranen Club von Deutschland e.V.

Mercedes und die Clubs: 50 Jahre Mercedes-Benz Veteranen Club von Deutschland e.V.
Erstellt am 24. September 2021

Im Jahr 1971 gründete sich nach einigen kleineren Vorgruppierungen der Mercedes Veteranen Club als Gemeinschaft, die sich um den Erhalt, die Pflege und Restauration von Mercedes – Rahmenfahrzeugen kümmern.

Die meisten Fahrzeuge der damaligen Clubmitglieder stammten damals aus den Nachkriegsjahren bis Mitte der 1950er und es ging den jungen Leuten in erster Linie um die Sicherung von Ersatzteilbezugsquellen, da sich Anfang der 1970er Jahre nur wenige Werkstätten und Mercedes-Händler überhaupt um solche „alten Karren“ kümmern wollten. Auch der Allgemeine Schnauferl Club, der bereits im Jahr 1900 gegründet wurde, hatte mit den Fahrzeugen, die meist auch noch im Alltag bewegt wurden, so Ihre Probleme und lehnten eine Aufnahme ab.

 

Bereits das erste Treffen an der Trendelburg, Nähe Kassel, zog dank einer guten Ankündigung in der ADAC Motorwelt viele Interessierte an.

Der Club wuchs schnell, die Ersatzteil-Depesche (Vorgänger der heutigen Clubzeitung) wurde ins Leben gerufen und es gründeten sich schnell verschiedene Regionalclubs, so auch für die Region Hannover im Jahr 1972.

Im Laufe der Jahre etablierte sich das Treffen an Pfingsten in der Stadt Ladenburg am Neckar. Hier hatte Carl Benz seine Wirkungsstätte und auch die Firma C. Benz Söhne hatte hier lange Jahre ihre Heimat. In den historischen Gebäuden findet sich heute das sehenswerte Automuseum Dr. Carl Benz.

Vom zunächst reinen Campingtreffen mit Lagerfeuer und Gitarre entwickelte sich das Treffen schnell zu DEM Mercedes-Treffen überhaupt (es gab ja auch noch keine Alternativen) und so wurde erst im Kellergewölbe der Stadt und später dann im großen Festzelt auf der Neckarwiese gefeiert. Mittlerweile hatte sich das Mutterhaus für den Ausbau des Werksmuseums und den Kontakten zu den Mercedes-Clubs weltweit einen Hildesheimer an Bord geholt, Max-Gerrit von Pein, und mit ihm kamen auch Werks-Oldtimer zu den Jahrestreffen als vielbestaunte Gäste.

Neben einer Ausfahrt mit kleineren Aufgaben, einem Geschicklichkeitsparcours entwickelt man im MVC bald ein Bewertungssystem um die Mitglieder zu ermutigen, ihre Fahrzeuge mit größtmöglicher Originalität zu restaurieren. Auf Grundlage dieses Systems werden auch heute noch beim Jahrestreffen die Besten der Besten prämiert!

Das größte Treffen fand mit fast 400 Teilnehmerfahrzeugen 1986 zum 100. Geburtstag des Automobils statt. Die Ausfahrt führte nach Mannheim und am Ende des Tages konnte man eine Ballonfahrt gewinnen, der Ballon startete geschmückt mit einer großen Mercedes-Fahne direkt vom Treffengelände und sogar das Fernsehen berichtete von dem MVC Pfingsttreffen.

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Klimakatastrophein den Neunzigern:  Im Jahr 1994 musste das Treffen zwei Wochen vor Pfingsten erstmals abgesagt werden, da ein Hochwasser die Neckarwiesen in Ladenburg dermaßen überschwemmt hatten, dass ein Abtrocknen bis zum geplanten Termin nicht mehr möglich war.

Als im Jahre 2000 absehbar wurde, dass politische Probleme in Ladenburg und gesundheitliche Einschränkungen in der Organisation vor Ort die Durchführung in der Zukunft nicht mehr ohne Veränderungen möglich sein würde, entschied sich der MVC Hannover-Hildesheim mit seinem Team 2001 das Treffen, erstmals nach 1971, in eine andere Region zu holen. Viele Hildesheimer werden sich noch an das Pfingsttreffen auf dem Gelände am Dorint Sülte Hotel erinnern.

Nach der gelungenen Probe an einem anderen Ort, fand das Veteranentreffen noch siebenmal den Weg zurück nach Ladenburg, bevor es nun endgültig auf die Reise in verschiedene Regionen Deutschlands gefunden hat. Pandemiebedingt musste das Pfingsttreffen 2020 und Pfingsten 2021 leider ausfallen.

Doch so ganz ohne Treffen und ohne Jubiläumsfeier wollte der MVC das Jahr des 50sten Bestehens des Vereins nicht vorübergehen lassen. Zunächst wurde über ein reines Tagestreffen im September für max. 50 Personen nachgedacht… doch mit fortschreitender Impfbereitschaft und sinkenden Zahlen konnte nun doch auf eine zweieinhalbtägige Veranstaltung aufgestockt werden.

Dabei zog es den Mercedes-Benz Veteranen Club von Deutschland e.V. vom 17. Bis 19.9.2021 zurück an den Geburtsort des Vereins! In die Region um Trendelburg und damit war auch gleich der veranstaltende Regionalclub, der MVC Silberstern Trendelburg, gefunden.

Am Freitag begrüßte der angereiste Gesamtvorstand des MVC von Deutschland die Teilnehmer, der MVC Trendelburg wirbelte an allen Stellen und hatte bereits für den Anreisetag ein Programm mit dem Besuch des Hentschel-Museums auf die Beine gestellt. Der Abend wurde in verschiedenen Lokalitäten individuell gestaltet, ganz in bester Ladenburger-Tradition wurde in kleineren Gruppen bis in die Nacht hinein geklönt und gefeiert!

Am Samstag ging es auf die Geschichtsreise, auf den Campingplatz an dem alles begann und natürlich auch um die namensgebende Trendelburg herum. Ziel der Ausfahrt war der Gräfliche Park in Bad Driburg, auch ohne Oldtimer eine Reise wert!!!

Dort nahmen die Fahrzeuge Aufstellung und es wurde anhand eines Zeitstrahls tief in die Geschichte es MVCs und der verschiedenen Epochen geschaut. Neben gutem Essen erfreute eine Stunde mit lockeren Interviews und Geschichten einiger MVC-Urgesteine die Teilnehmer, bevor es wieder auf die Straße ging.

Zurück am Dreh- und Angelpunkt des Treffens wurden dann auch die kniffligen Fragen aufgelöst, die die Teilnehmer auf der Strecke zu lösen hatten. Es gab neben der Ehre auch ein paar hochprozentige Preise aus der MVC-Geschichte zu gewinnen…

 

Am Abend wurde in gemütlicher Runde und bei leckerem Essen die ersten 50 Jahre des MVCs gefeiert und an den Tischen wurde so manche Anekdote aus der Anfangszeit gezeigt und erzählt. Mir wurde dabei die Ehre zuteil die einzige und allererste MVC Anstecknadel mit dem ersten Clublogo anfassen zu dürfen!

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Der nächste Tag hatte dann für die Mitglieder noch die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen auf dem Programm. Die Ergebnisse finden die Clubmitglieder in der nächsten MVC-Depesche, der Clubzeitung des Vereins.

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