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Der Mercedes SLK hat Geschichte: die kleinen Road-Stars

Seit 55 Jahren sorgen Mercedes Roadster für frischen Wind im Sportwagensegment
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Seit dem 17. Januar 2011 kann der neue Mercedes-Benz SLK bestellt werden. Er wird ein neues, aufregendes Design, für einen Roadster ungewöhnlich hohen Komfort sowie exquisite Technik und jede Menge Open-Air-Fahrspaß bieten. Damit setzt der agile Sportwagen bereits in dritter Generation eine erfolgreiche Geschichte fort, die 1994 mit einem Showcar begann. Genau genommen reicht der Stammbaum des SLK allerdings noch weiter zurück – bis zum 190 SL, von dem Automobil-Enthusiasten bereits 1955 träumten, als in der Bundesrepublik Deutschland der Wirtschaftsaufschwung begann.

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Als der SLK 1996 als Serienauto erschien, machte er nicht nur auf den Straßen Furore, er begründete auch ein neues Marktsegment, das sich seither sprunghaft vergrößerte. Mit dem stählernen Variodach, das den Roadster binnen weniger Sekunden zum wetterfesten Coupé verwandelt, war und ist der Roadster das
Vorbild vieler offener Automobile. Der Erfolg des SLK übertraf alle Erwartungen: Bis heute fanden weit über eine halbe Million SLK-Roadster ihre begeisterten
Besitzer.

Der 190 SL ist 1955 ein neuer Stern am Autohimmel

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Mit dem SLK setzte Mercedes-Benz seine Roadster-Tradition fort, die weit zurück reicht. Als direkter Vorfahr darf der 190 SL angesehen werden, der seine Existenz vor allem der Beharrlichkeit von Maximilian Edwin Hoffman zu verdanken hat. Der geschäftstüchtige Amerikaner mit österreichischen Wurzeln, der bereits seit 1946 europäische Automobile in die USA importierte und dabei einen untrüglichen Instinkt und ein großes Fingerspitzengefühl bewiesen hatte, drängte 1953 die Vorstände von Daimler-Benz, außer dem 300 SL noch einen bezahlbaren Sportwagen für den amerikanischen Markt zu bauen. Als eleganter Sportwagen aus renommiertem Hause mit aufregendem Design, aber kleinem Preis sollte der 190 SL die Amerikaner entzücken.

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Nach nur fünf Monaten Entwicklungszeit erlebte der 190 SL neben dem legendären 300 SL „Flügeltürer“ am 6. Februar 1954 seine Weltpremiere in New York. Im Gegensatz zum 300 SL war der 190 SL nicht als reinrassiger Sportwagen konzipiert, sondern als sportlich-elegantes zweisitziges Reise- und Gebrauchsfahrzeug. Als Fahrwerk diente die verkürzte Rahmenbodenanlage des Mercedes-Benz 180 (W 120) mit der vom Typ 220 (W 180) bekannten Eingelenk-Pendelachse mit tief gelegtem Drehpunkt. Die Vorderrad-Aufhängung einschließlich des Fahrschemel-Konzepts stammte wiederum vom Mercedes-Benz 180.

Mercedes 190 SL: Mit 170 km/h der Sonne entgegen!

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Angetrieben wurde der 190 SL von einem neu entwickelten Vierzylinder mit 1,9 Liter Hubraum, obenliegender Nockenwelle und 105 PS. Damit erreichte er je nach Bedingungen eine Geschwindigkeit von deutlich über 170 km/h und beschleunigte in 14 Sekunden von null auf 100. Die Serie lief im Mai 1955 an. Lieferbar war der 190 SL als Roadster mit Verdeck sowie als Coupé mit abnehmbarem Hardtop, wahlweise mit oder ohne Verdeck. Prominenz jeder Couleur schmückte sich mit dem eleganten Sportwagen, darunter auch Grace Kelly und Frank Sinatra, die in dem Film „Die oberen Zehntausend“ einen 190 SL fuhren. Gebaut wurde der Mercedes-Benz 190 SL bis 1963. Wie beliebt und erfolgreich der 190 SL war, zeigen am deutlichsten die Produktionszahlen: Zwischen Mai 1955 bis Februar 1963 entstanden in Sindelfingen 25.881 Exemplare – weit mehr als zunächst erhofft.

Zwei Studien für die neue Art von Mercedes-Benz Roadster

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Vor diesem historischen Hintergrund war Jahrzehnte später eine Überlegung nur folgerichtig: Warum sollten die mittlerweile etablierten Modelle der Mercedes-Benz SL-Klasse nicht wieder einen kleinen Bruder bekommen? Schließlich hatte Mercedes-Benz eine noch nie da gewesene Produktoffensive gestartet, der ein kompakter Roadster entscheidende Impulse geben konnte, indem er das sportliche Herz der Marke Mercedes-Benz deutlich betonte. Ein passendes Kürzel für den Neuling war schnell gefunden – SLK. Diese drei Buchstaben stehen für die Eigenschaften sportlich, leicht und kurz und haben durch die großen Sporterfolge von Mercedes-Benz in den 1920er und 1930er Jahren einen fast mystischen Klang.

Mercedes SLK Debüt im Jahr 1994

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Im April 1994 konnten sich Roadster-Freunde in Turin zum ersten Mal ein Bild davon machen, wie sich Mercedes-Benz einen kompakten Roadster vorstellte. Ein brillantsilbernes Schaustück mit betont sportlich-spartanischem Ambiente begeisterte die Fachwelt. Bruno Sacco, damals Design-Chef der Marke, machte deutlich, wohin man wollte: „Wir zeigen eine zukunftsorientierte Roadster-Studie, die in einmaliger Kombination puristische Fahrfreude mit Mercedes-typischen Sicherheitsmerkmalen verbindet.“

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Um diese Ansprüche zu erfüllen, war formale Eigenständigkeit gefragt. Die Studie SLK markierte sie durch kompakte Außenmaße und augenfällige Highlights. Kurze Überhänge von Bug und Heck sowie eine stark ausgeprägte Keilform verkörperten den Spaß des aktiven Fahrens. Und die zwei in Fahrtrichtung verlaufenden „Powerdomes“ auf der Motorhaube stellten eine Verbeugung gegenüber dem Urvater aller SL aus den 1950er Jahren dar. Die Studie SLK bot freien Blick auf viel glänzendes Metall. Nur 20 Prozent des Innenraums waren verkleidet. Im Hightech-Cockpit dominierten kühne Formen und edle Materialien.

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Wie ernst die Verantwortlichen bei Mercedes-Benz von Anfang an das Projekt SLK nahmen, zeigte bereits im September des gleichen Jahres die Pariser Automobilausstellung. Hier präsentierte sich eine zweite Studie, diesmal mit Variodach und als edle Manufakturausführung in blau, mit blauem Leder und weiteren Komfortattributen wie Automatik-Getriebe, Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern, HiFi-Anlage und mehr. Damit demonstrierte Mercedes-Benz eindrucksvoll die Bandbreite und das Potenzial, das in einem kompakten Roadster stecken kann.

Der SLK setzt Trends, ehe er in Serie geht

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Und die Automobilenthusiasten begannen zu warten. Der SLK erschien vielen wie eine Verheißung. Mercedes-Benz hatte das Unerwartete getan und gezeigt, dass ein kleiner und preiswerter Roadster ein großes Maß an Fahrspaß bieten und gleichzeitig ein absolut ernsthaftes Auto in puncto Sicherheit und Qualität sein kann. Damit hatten bereits die SLK-Studien eine neue Marktnische geöffnet und den SLK zum Trendsetter gemacht, noch ehe er überhaupt in Serie gebaut wurde.

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Aktualisiert: Mittwoch, 26. Januar 2011

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