Roadster oder Coupé – Dieser R129 kann beides perfekt
Mehr als nur Mercedes-Tuning: Der beste SL Deutschlands legt die Meß-Latte ein weiteres Stück höher
Wer sich für den aktuellen Mercedes-Benz SL entscheidet, freut sich nicht nur über einen schicken Roadster, sondern im geschlossenen Zustand auch über ein elegantes Coupé mit praktischem Blechdach. Sein Vorgänger, der R129 konnte diesen Spagat noch nicht so gut. Hier hieß es Stoffverdeck oder Hardtop. Peter Schürmann war mit seinem 1992er SL im Sommer 2009 im Roadster unterwegs. Für das Jahr 2010 aber waren Coupé-Feeling und jede Menge Änderungen am R129 angesagt.
Was genau der Mercedes-Fan aus Greifswald vorhatte, blieb damals noch sein Geheimnis. Also nutzte Peter den Winter, um seinem R129 einen neuen Look zu spendieren. Die Basis sollte dabei die gleiche bleiben, das Design jedoch völlig neu interpretiert werden. Konnte man dem SL 500 im Jahr 2009 noch oben ohne als Roadster durch die Gegend rollen sehen, war für 2010 der Coupé Look angesagt.
2009 ein Roadster – 2010 ein Coupé
“Das Hardtop war damals beim Kauf des SL dabei, genau wie Winterräder. Da klar war, dass der SL ein Sommerauto werden würde, habe ich die Winterpellen recht schnell verkauft. Das Dach allerdings war mir dafür immer zu schade. Ist es montiert sieht der SL einfach toll aus, da stimmt die Linienführung einfach perfekt. Und so sind wir auf die Idee gekommen, einfach mal ein SL-Coupé zu bauen. Mit dem SL65 Black Series hat es Mercedes ja vorgemacht,“ berichtet uns Peter.
Ganz soweit wie beim “Black Series“ ging Peter aber nicht und beließ den Verdeck-Mechanismus an Bord des SL, man weiß ja nie, wie der nächste Sommer werden wird. Das Hardtop bekam aber dennoch einen ganz speziellen Look. Bereits zur ersten Vorstellung des SL im Frühjahr konnte der R129 mit allerlei Teilen in Echt-Carbon glänzen.
Schon damals waren die Facelift-Spiegel, der Wischerarm, der Rahmen der Windschutzscheibe sowie viele weitere Kleinteile damit veredelt. Vom Material kann Peter bis heute nicht genug bekommen. Also wurde auch der Dachholm und die B-Säule des neuen Verdecks damit belegt.
Carbon ohne Ende am getunten SL500
Die eigentliche Herausforderung in Sachen Carbon-Verarbeitung stellte jedoch die Motorhaube dar. Aufgrund der schieren Größen sieht man hier jeden Fehler im Gewebe sofort. Auch wenn die Haube bereits 2009 mehr als ansehnlich war, wollte Peter dennoch ein Update dafür. Mittels Luftsäge implantierte der Mercedes-Fan gleich vier mächtige Lufteinlässe, die den Blick auf den V8-Motor freigeben.
Die in Wagenfarbe lackierten Verkleidungen, verchromten Schrauben und Deckel des Antriebs durften bleiben. Den Anstrich der eigentlichen Motorabdeckung änderte Peter in ein sattes Orange, das nun auch bei geschlossener Motorhaube den Blick durch die Lüftungsöffnungen auf den Motor freigibt und anschaulich in Szene rückt.
Da die Motorhaube nach dem Einbringen der Lufteinlässe ohnehin neu mit Carbon belegt werden musste und Peter einmal dabei war, bekam auch noch die Heckklappe einen vollständigen Überzug damit.
Hier ist alles lackiert und keine billige Folie!
Beim neuen Anstrich des Motors blieb es aber nicht. Auch die Karosserie erhielt einige Updates. Waren die Streifen an den Seiten noch dunkelrot, erstrahlen sie heute - wie der Motor - im selben knalligen Orange.
Die Frontansicht des R129 ziert heute eine mittlerweile seltene Brabus Frontschürze. Und auch die Nebelscheinwerfer sowie der Mercedes-Stern im Kühlergrill fanden ihren Weg zurück an den Benz. In Sachen Räder und Fahrwerk gab es eigentlich keinen Handlungsbedarf, die 80 Millimeter Tieferlegung reichen locker aus und auch die Dimensionen der MAE-Räder stimmen mit ihren 10 und 11x19 Zoll.
INFOS ZUM ARTIKEL
Kommentare: 0
Aktualisiert: Freitag, 26. November 2010
Tags:
adw,
sl tuning,
mercedes-benz,
sl,
sl 300,
sl 500,
1992,
r129,
r 129,
peter,
sl greifswald,
[Kommentar schreiben] Kommentare