In die Wüste geschickt – Die Technik des Mercedes Sprinter 316 CDI 4x4

Der Renn-Sprinter - das etwas andere Rallye-Fahrzeug

In die Wüste geschickt – Die Technik des Mercedes Sprinter 316 CDI 4x4: Der Renn-Sprinter - das etwas andere Rallye-Fahrzeug
Erstellt am 27. März 2014

Wer den Mercedes Sprinter 316 CDI 4x4 mit einer Rallye in Verbindung bringt, der tut dies meist in Form eines Begleit- oder Servicefahrzeugs. Doch die aktuelle Version des Allrad-Raumwunders kann noch viel mehr. Bei der Rallye Aïcha des Gazelles in Marokko mussten zwei Exemplare ihr Können als Rennfahrzeuge unter Beweis stellen. Doch nicht nur die Sprinter sind etwas Besonderes, sondern auch die Rallye selbst. Sie ist eine Rallye von Frauen für Frauen.

Die Rallye fand 2014 bereits zum 24. Mal statt und führte über sechs Etappen mit insgesamt 2.500 Kilometer quer durch die marokkanische Wüste. Zwei der Etappen waren als Marathon-Etappen über zwei Tage ausgelegt.

Frauen-Power im Sprinter 4x4

Rund 300 Frauen aus 20 Nationen gingen an den Start. Besonders aber die zwei Renn-Sprinter mit den Startnummern 320 und 321 sorgten immer wieder für Erstaunen. Dabei waren die Sprinter 316 CDI nur minimal für den Wüstentrip angepasst wurden.

Bereits serienmäßig verfügt der Sprinter 316 CDI 4x4 über ein Allradsystem, das kaum Wünsche offen lässt. Das System im Sprinter basiert auf dem elektronischen Traktions-System 4ETS wie es auch im Vito 4x4 und Viano 4MATIC sowie im ML zu finden ist. Im Unterschied zum Allradantrieb von Vito und Viano ist der 4x4-Antrieb des Sprinters jedoch zuschaltbar. Das Zuschalten des Allradantriebs erfolgt bei laufendem Motor im Stand oder bei niedrigen Geschwindigkeiten bis 10 km/h. Ein Elektromotor rückt dann am Verteilergetriebe ein Stirnradpaar ein und verbindet den Antriebsstrang.

Fahrwerk und Allradsystem blieben unverändert

Optimale Voraussetzung also, um bei einer Rallye an den Start gehen zu können. Zudem liegen die 4x4-Sprinter deutlich höher als ihre Serienbrüder mit herkömmlichem Heckantrieb. So beträgt der Zuwachs an Bodenfreiheit an der Vorderachse stattliche 12 Zentimeter, die Hinterachse bringt es auf 8 Zentimeter mehr Abstand. Insgesamt liegt der Sprinter dann 225 Millimeter über den Boden.

Kernige Reifen für noch mehr Grip

Für den harten und gefährlichen Rallye-Einsatz waren allerdings ein paar andere Modifikationen erforderlich. Die serienmäßigen Reifen hätten im rauen Gelände der marokkanischen Wüste keine hohe Lebenserwartung. Bessere Chancen und einen weiteren Traktionsvorteil bieten hier die montieren BF Goodrich Mud Terrain Reifen in der Größe 235/85 R 16.

Für passive Sicherheit wurde reichlich gesorgt

Zum Schutz des Motors und Kraftstoffbehälters wurde ein Unterfahrschutz verbaut. Die Insassen werden durch einen eingeschweißten Überrollbügel im Falle eines Crashs geschützt. Recaro-Schalensitze und Drei-Punkt-Schroth-Sicherheitgurte umklammern die Pilotinnen, ein Feuerlöschsystem rundet das Rallye-Sicherheitspaket perfekt ab.

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