Mercedes 300CE: Attraktive Ansichtssache (C124)

90er Coupé in Bestform

Mercedes 300CE: Attraktive Ansichtssache (C124): 90er Coupé in Bestform
Erstellt am 24. Oktober 2012

Klarer Fall: Das Mercedes-Coupé der Baureihe 124 hat das Zeug zum gesuchten Klassiker. Wertgeschätzt wird die komplette Baureihe ohnedies für ihre hervorragende Verarbeitungsqualität und die zuverlässige Solidität. Beim C124 kommt ergänzend noch der Coupé-Kult hinzu. Dem Freundeskreis des begehrten Zweitürers gehört Roland Wiesenfahrt an. Für den Mercedes-Fan zählt das Coupé zur Kategorie Traumwagen.

Steht hoch im Kurs: Mercedes C124

Seinen persönlichen Traum erfüllte sich der Berufskraftfahrer 2005, als er ein gut erhaltenes Modell (Mercedes 300CE) des Baujahres 1990 erwarb. „Für mich ging damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung“, bekennt sich der 54jährige unumwunden zu seiner großen Coupé-Leidenschaften.

Der Mercedes 300CE ist tipptopp

Doch wollen auch (Auto-)Träume gehegt und gepflegt sein, wenn sie denn dauerhaft Bestand haben sollen. Und wie man sieht, macht Roland Wiesenfarth genau dies mit seinem Mercedes C124. Das Coupé steht – obgleich nun auch schon 22 Jahre alt – nämlich da wie die sprichwörtliche Eins.

Eine gute Schule: Ausbildung bei Mercedes

Gewusst wie! Denn Roland Wiesenfahrt ist vom Fach. Heute chauffiert er zwar einen schweren Truck, aber als junger Mann absolvierte er bei Mercedes eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. „Eine phantastische Zeit. Dort habe ich die Schrauberei von der Pike auf gelernt“, blickt der Mercedes-Fan auf seine Lehrjahre zurück.“

Sachlich liniert und doch emotional: die Coupés der Baureihe 124

„Viele der Mercedes-Modelle kenne ich quasi in- und auswendig", erzählt Roland Wiesenfahrt und ergänzt: "Mein Favorit war seit seinem Erscheinen freilich das Coupé der Baureihe 124. Trotz seiner sachlichen Linienführung stellt der Zweitürer für mich den Inbegriff eines sportlichen Automobils dar."

Der C124 mausert sich zum gesuchten Klassiker

"Seinerzeit konnte ich mir einen Mercedes C124 allerdings nicht leisten. Dafür fehlt eben das nötige Kleingeld“, merkt der Aalener augenzwinkernd an. Doch als gute Gebrauchte waren die Coupés für vergleichsweise wenig Geld zu erwerben. Jedenfalls zu jener Zeit, als Roland Wiesenfahrt zuschlug. Denn zwischenzeitlich sind die Preise für den angehenden Klassiker merklich angezogen.

Familienähnlichkeiten in der Baureihe 124

Die Coupés basieren auf der Bodengruppe des Viertürers der Baureihe. Jedoch fallen Radstand und Gesamtlänge um 85 Millimeter kürzer aus. Die Karosserie überzeugt mit formaler Eigenständigkeit. Die formalen Gemeinsamkeiten mit der Limousine beschränkten sich auf den Vorbau und die Heckleuchten. In Sachen Technik greifen die Ingenieure freilich großzügig auf die Limousine zurück.

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Individuelles Facelift für den Mercedes

Seit jeher bezeugen Coupès formalen Stil und einen Sinn für Individualität. Letztere betont Roland Wiesenfarth durch ein dezentes Facelift. Front- und Heckschürze im Individual-Design, Chromkappen für die Außenspiegel und der in Wagenfarbe lackierte Flankenschutz verleihen dem in Rauchsilber-Metallic geduschten Mercedes ein stimmiges Erscheinungsbild.

Verjüngungskur

Klarglasscheinwerfer und LED-Rückleuchten dienen zur Verjüngung des gefälligen Looks. Für den zusätzlichen Schuss Sportlichkeit sorgen die 18-zölligen Leichtmetallfelgen von AMG in hochglanzpolierter Optik. Roland Wiesenfahrt bestückt die schönen Alus mit Hankook-Reifen (225/40 vorne und 265/35 hinten).

H&R-Federn legen das Mercedes-Coupé tiefer

Die dynamische Ausstrahlung des langgestreckten Coupés wird von der Tieferlegung der Karosserie effektvoll unterstrichen. Hierzu verbaute der Mercedes-Fan einen Satz H&R-Federn, die eine Absenkung des Fahrzeugschwerpunkts um 30/40 mm bewirken.

Einen Innen(t)raum wird wahr

Die großräumige Kabine wartet mit einer luxuriösen Vollleder-Ausstattung auf. Holz-Accessoires (Lenkrad und Schaltknauf) bringen einen klassischen Touch in das wohlgefällige Arrangement.

Sport an Bord

Roland Wiesenfahrt ergänzte das Sicherheitspakt des C124 um Fahrer- und Beifahrer-Airbag. Zudem wurden die Instrumente konsequent auf Sportlichkeit getrimmt. So blickt der Pilot nunmehr auf einen Tachometer, der bis 320 km/h skaliert ist. Die Drehzahlanzeige reicht nun mehr bis 9.000 U/min. Was freilich keinesfalls heißen soll, dass die Nadel in solch schwindelerregende Höhen getrieben würde. Bereits ab 3.500 Touren legt sich die 3,0-Liter Maschine nämlich mächtig ins Zeug.

Der Sechszylinder des Mercedes blieb nahezu unverändert

Gleichwohl ist der Sechszylinder ein alter Bekannter. Denn unter der Motorhaube hat sich nur recht wenig geändert. Ein K&N-Luftfilter bildet die einzige Modifikation für das laufruhige Sechszylinder-Aggregat, das 180 PS bereitstellt und den Mercedes auf eine Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h beschleunigt.

Substanzerhalt als Ziel

Auch sonst soll sich nunmehr nicht allzu Vieles ändern. „So kann und soll der Mercedes bleiben, denn jetzt finden ich den C124 perfekt“, legt sich Roland Wiesenfahrt fest. Zu tun gibt es freilich dennoch etwas. Denn der passionierte Schrauber hat sich den Substanzerhalt des Mercedes auf die Fahnen geschrieben. „Wenn man ein Auto regelmäßig fährt, gibt es eigentlich immer irgendwas zu tun“, merkt der Mercedes-Fan an. Insofern wird die Arbeit wohl nicht ausgehen, denn Roland Wiesenfahrt plant, seinen geliebten Mercedes 300CE noch viele Jahre zu behalten.



Text & Fotos: Mathias Ebeling

Mercedes-Fans Facts

Fahrzeugtyp: Mercedes 300CE (C124)

Baujahr: 1990

Motor: Sechszylindermotor, Hubraum: 2962 ccm, Leistung: 180 PS, K&N-Luftfilter, Remus-Endtopf

Getriebe: Automatik

Bremsen: Original

Räder: AMG (hochglanzpoliert), 8 x 18 vorne und 9 x 18 hinten

Reifen: Hankook „Ventus V12“, 225/40-ZR18 vorne und 265/35-ZR18

Fahrwerk: H&R-Federn, minus 30/40 mm, Koni-Dämpfer

Karosserie: Front- und Heckschürze individualisiert, Seitenteile in Wagenfarbe lackiert, Chromkappen für Außenspiegel, Klarglasscheinwerfer, LED-Rückleuchten Lackierung in Rauchsilber-Metallic

Innenraum: Sportlenkrad, Holzschaltknauf, Vollleder-Ausstattung, Einbau von Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Tacho bis 320 km/h und Drehzahlmesser bis 9.000 U/min skaliert, Chromringe für Instrumente

33 Bilder Fotostrecke | Mercedes 300CE: Attraktive Ansichtssache (C124): 90er Coupé in Bestform #01 #02

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1 Kommentar

  • Sentence4Leeder

    Sentence4Leeder

    Ou Mann, der sieht ja Affengeil aus! Wahnsinn! Gut verdelt! Sehr stimmig.

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