Mercedes 125! Jahre Unverwechselbarer Stil
Mehr als einfach nur Mercedes Oldtimer: Meilensteine des Mercedes-Benz Designs
Wegweisende Automobilkonzepte und hohe Design-Kompetenz haben bei Mercedes-Benz die denkbar längste Tradition. Schon das erste Automobil der Welt, der Benz Patent-Motorwagen aus dem Jahr 1886, macht mit seinen filigranen Formen klar, dass ein neues Zeitalter der Mobilität begonnen hat. In der Folgezeit begeistert die Linienführung der Mercedes-Benz Automobile immer wieder mit innovativen Ansätzen und spiegelt sowohl Philosophie als auch Profil der Marke wider.
Kontinuität und Kreativität
Professor Peter Pfeiffer, von 1999 bis 2008 Leiter des Design-Bereichs, konkretisiert: „Ein Mercedes-Benz ist eine Mischung aus Kontinuität und Kreativität, aus Tradition und Moderne, die den stilistischen Langzeitwert der Mercedes-Modelle begründet und die dazu beiträgt, dass aus vielen unserer Automobile begehrenswerte Klassiker werden."
Zeitlos schön
Professor Gorden Wagener, der heute für das Mercedes verantwortlich zeichnet, drückt es so aus: "Ein Mercedes ist immer als Mercedes zu erkennen. Und ein Mercedes sieht auch nach 30 Jahren noch nicht alt aus. Wir nennen das Longlife-Design."
1886 / Benz Patent-Motorwagen
Carl Benz präsentiert mit seinem patentierten „Motorwagen für Gasmotorenbetrieb" das erste Automobil der Welt. Die vom Fahrrad inspirierte Form des dreirädrigen Fahrzeugs ist der Ausdruck puristischer Ingenieurskunst und unterscheidet sich auf den ersten Blick von den vorherrschenden Pferdekutschen und Dampfwagen. Die filigrane Formgebung vermittelt Leichtigkeit und Dynamik. Die sichtbare Technik kündet ebenfalls auch optisch von Fortschritt.
1901 / Simplex 40 PS
Die grundlegend neue und bis heute aktuelle Architektur des Automobils definiert Anfang 1901 der Mercedes 35 PS. Er stellt den Urtyp aller modernen Personenwagen dar. Dieser Meilenstein der Automobilgeschichte etabliert erstmals eine eigenständige Fahrzeugform. Charakteristische Merkmale sind die lang gestreckte Form, der vorn tief im Rahmen eingebaute Motor, der Antrieb auf die Hinterräder und der organisch in die Front integrierte Kühler, der als Bienenwabenkühler zum markenprägenden Erkennungszeichen wird. Das Konzept setzt der Simplex 40 PS 1902 mit zahlreichen Detailverbesserungen fort.
1909 / Blitzen-Benz
Das innovative Design des als Renn- und Rekordwagen konzipierten „Blitzen-Benz" folgt erstmals aerodynamischen Erkenntnissen und strahlt gleichzeitig hohe Dynamik durch die in sich schlüssige Formensprache aus. Auch wenn Aerodynamik bei den Straßenfahrzeugen noch keine große Bedeutung hat, setzt der „Blitzen-Benz" Maßstäbe in der Automobilentwicklung: Das Fahrgestell mit Motor und Vorbau ist nicht mehr an der Spritzwand von der eigentlichen Karosserie getrennt, sondern bildet mit ihr eine formale Einheit.
1911 / Spitzkühler
Parallel zum flachen Bienenwabenkühler entwickelt die Daimler-Motoren-Gesellschaft eine zweite charakteristische Kühlerform - den Spitzkühler, der vor allem für die sportlichen und leistungsstarken Modelle der Typenpalette verwen¬det wird und bis heute zu den Erkennungsmerkmalen der Marke mit dem Stern gehört.
1934 / 500 K und 540 K
Mit ihren maßgeschneiderten Formen und den elegant, fließenden Linien gelten die Typen 500 K und 540 K als Objekte vollkommener Schönheit und verkörpern den automobilen Hochadel par excellence. Die zeitlosen Höhepunkte des Mercedes-Benz Designs werden in einer Vielzahl unterschiedlichster Karosserievarianten angeboten. Der Roadster gilt bis heute als absoluter Traumwagen. Das Coupé mit der „Sindelfinger Karosserie" begründet die Tradition der modernen Luxus-Coupés von Mercedes-Benz. Die gediegene Ausführung der Karosserie setzt sich in der Gestaltung des Innenraums konsequent fort. Dadurch entsteht der Eindruck vollkommener Harmonie, der durch die hochwertigen und exzellent verarbeiteten Materiellen unterstrichen wird.
1951 / 300 S Coupé
Opulent geschwungene Kotflügel und die lang gezogene Motorhaube prägen den optischen Auftritt des 300 S Coupés. Die traditionelle Formgebung vermittelt Verlässlichkeit, Repräsentation und Qualität in den unsicheren Nachkriegsjah¬ren. Das Gesamtkonzept gilt in den 1950er-Jahren als „Maßstab für das im Automobilbau Erreichbare". Das luxuriöse Interieur gewährleistet „die größtmögliche Schonung von Körper und Nerven", so ein zeitgenössischer Kommentar.
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Aktualisiert: Samstag, 22. Januar 2011
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