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CLASSICS

Mercedes-Benz Baureihen: W 210 (1995-2003)

Der Neoklassiker mit vier Augen
Bild: 'Mercedes-Bernz W210 w 210, E-Klasse vier Augen CDI E320 E270019.jpg'

Als die neue E-Klasse der Baureihe 210 im Juni 1995 debütiert, blickt die Limousine mit einem ganz neuen Gesicht in die Welt: Erstmals trägt eine E-Klasse von Mercedes-Benz eine markante Frontpartie mit vier elliptischen Scheinwerfern. Für Aufsehen sorgt außerdem die coupéähnliche Heckgestaltung. Beide Designelemente, die sich deutlich von der vergleichsweise strengen Linienführung der Baureihe 124 abheben, werden von Fachleuten und Öffentlichkeit sehr positiv aufgenommen. Prompt wird die Limousine W 210 mit dem renommierten Designpreis „red dot design award“ (Designpreis Roter Punkt) ausgezeichnet. Die neue E-Klasse zeichnet sich jedoch nicht nur durch ihre unverwechselbare Gestalt, sondern durch den Einsatz von mehr als 30 technischen Neuerungen aus. Bemerkenswert ist außerdem der sensationell niedrige Luftwiderstandsbeiwert von cw=0,27.

Aussattungsvarianten wie bei der C-Klasse

Bild: 'Mercedes-Bernz W210 w 210, E-Klasse vier Augen CDI E320 E270017.jpg'

Gänzlich neu ist auch die Organisation der Ausstattung: Von der C-Klasse-Baureihe 202 übernehmen die Planer das Konzept verschiedener Design- und Ausstattungslines. Zur Auswahl stehen die drei Varianten Classic, Elegance und Avantgarde. Gegenüber der Basisversion Classic, die sich durch ihr bewusst zurückhaltendes Auftreten auszeichnet, bietet die Elegance-Variante eine Reihe von Zusatzausstattungen für Interieur und Exterieur. Erwähnenswert sind dabei Leichtmetallräder im Zehnloch-Design sowie Chromauflagen auf Türgriffen, Stoßfängern und den seitlichen Schutzleisten. Die Avantgarde-Linie ist die technisch-progressive Modellvariante, die sich auch optisch spürbar von den beiden anderen Versionen abhebt. Am deutlichsten erkennbar ist die abweichende Kühlermaske, die fünf Chromstäbe und hochglänzend schwarz lackierte Lamellen zeigt. Ein weiterer Unterschied betrifft die Verkleidungen der B-Säulen, die mit einer Farbverlauffolie in Wagenfarbe versehen sind.

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Die Chromauflagen der Türgriffe, Stoßfänger und Flankenschutz-Leisten entsprechen der Elegance-Variante. Avantgarde-Fahrzeuge zeichnen sich aber auch durch einige technische Zusatzausstattungen aus: Sie sind serienmäßig tiefergelegt und mit Sportfahrwerk sowie Breitreifen auf 16-Zoll-Leichtmetallrädern im Fünfloch-Design ausgerüstet. Zur Serienausstattung gehören außerdem neuartige Xenon-Scheinwerfer mit Gasentladungslampen und dynamischer Leuchtweitenregulierung, die bei den anderen Varianten auf Wunsch erhältlich sind. Für Kunden, die auf ein besonders dynamisches Erscheinungsbild ihres Fahrzeugs Wert legen, wird zusätzlich zu den drei Design- und Ausstattungslines eine AMG-Version angeboten.

Extras für Sicherheit und Komfort als Serienausstattung

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Allen Varianten ist eine besonders reichhaltige Serienausstattung gemeinsam, darunter zwei Dutzend Extras, die in der bisherigen E-Klasse nicht oder nur als Sonderausstattung erhältlich sind. Dazu gehören das Elektronische Traktionssystem (ETS), ein elektronisches Fahrberechtigungssystem, elektrische Fensterheber vorn und hinten, Außentemperaturanzeige, Staubfilter und die dritte Bremsleuchte auf der Hutablage. Auch auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit markiert die neue E-Klasse den Stand der Technik. Dank einer optimierten Karosseriestruktur mit großen Deformationszonen und noch wirksameren Rückhaltesystemen im Innenraum sind die Limousinen der Baureihe 210 in ihrer Gesamtkonzeption die sichersten Automobile ihrer Klasse. Als weltweit erster Automobilhersteller setzt Mercedes-Benz in der E-Klasse serienmäßig Gurtkraftbegrenzer ein. Der Seitenaufprallschutz wird durch den Einsatz eines neu entwickelten Sidebags noch besser. Zu den zahlreichen anderen innovativen Systemen, die in der E-Klasse Premiere feiern, gehört ein Regensensor für die Scheibenwischer, ein Luftgütesensor für die Klimatisierungsautomatik und die Ultraschall-Einparkhilfe Parktronic (PTS).

Baureihe W210 geht mit acht Varianten an den Start

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Das Typenprogramm der E-Klasse umfasst zunächst acht Modelle: Drei davon haben einen Dieselmotor, nämlich die Typen E 220 Diesel (70 KW/95 PS), E 290 Turbodiesel (95 kW/129 PS) und E 300 Diesel (100 kW/136 PS). Mit Ottomotor ausgerüstet sind die Modelle E 200 (100 kW/136 PS), E 230 (110 kW/150 PS), E 280 (142 kW/193 PS), E 320 (162 kW/220 PS) und E 420 (205 kW/279 PS). Ausschließlich für den Export nach Italien wird der Typ E 250 Diesel produziert, eine vierte Selbstzünder-Variante, die vom bewährten Fünfzylindermotor mit Vierventiltechnik angetrieben wird. Die Palette aus Reihenmotoren mit vier, fünf und sechs Zylindern sowie einem V8 besteht im Wesentlichen aus bekannten Aggregaten, die sich bereits in den Baureihen 124 und 202 bewähren und im W 210 in mehr oder weniger abgewandelten Ausführungen zum Einsatz kommen.

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Bei den Dieselmotoren ist der 2,9-Liter-Reihenfünfzylinder OM 602 DE 29 LA eine echte Neuheit: Erstmals wird in einem Mercedes-Benz Pkw ein Dieselmotor mit Direkteinspritzung eingeführt, der außerdem mit Abgas-Turbolader und Ladeluftkühlung ausgerüstet ist. Gegenüber dem nahezu hubraumgleichen Dreiliter-Saugmotor mit Vorkammereinspritzung zeichnet sich die mit konventioneller Zweiventiltechnik ausgestattete Neuentwicklung durch ein deutlich höheres Drehmoment bei niedrigerem Kraftstoffverbrauch aus. Das außerordentlich hohe Drehmoment, das bereits bei 2000/min zur Verfügung steht, liefert der Abgas-Turbolader in Verbindung mit einer Ladeluftkühlung unter Verzicht auf eine hohe Nennleistung. Der neue Motor ist der erste Schritt von Mercedes-Benz bei der Einführung von direkteinspritzenden Pkw-Dieselmotoren für komfortorientierte Kunden.

Mehr Leistung

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Mehr Drehmoment ist auch das Ziel der Modifikationen, die den Ottomotoren für den Einsatz in der Baureihe 210 zuteil werden. Dazu gehören Veränderungen der Brennraumgeometrie (Typ E 200), Hubraumvergrößerungen (Typ E 230) und Veränderungen an der Einspritzanlage (Typen E 200 und E 420). Die Einspritzanlage des 4,2-Liter-V8 wird dabei auf HFM-Motorsteuerung umgerüstet, bei der mit Hilfe der Heißfilm-Luftmassenmessung sehr exakt die aktuelle Frischluftmasse ermittelt wird. Außerdem sind die Steuerungsfunktionen für Einspritzung, Zündung und E-Gas nun in einem Steuergerät des Typ Bosch Motronic 1.0 zusammengefasst. Damit kann auch die elektronische Getriebesteuerung des neuen Automatikgetriebes, mit dem der Typ E 420 ab Serienbeginn ausgerüstet wird, in das Motormanagement integriert werden.

Der Sportler aus der Mercedes-Benz E-Klasse

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Ein halbes Jahr nach Markteinführung der E-Klasse ergänzt eine besonders sportliche Version das Verkaufsprogramm. Der Typ E 50 AMG hat einen 255 kW (347 PS) starken Fünfliter-V8-Motor, der eine Weiterentwicklung des Fünfliter-Aggregats des Typ E 500 (W 124) bzw. des SL 500 (R 129) ist. Dazu kommt die umfangreiche Sportausstattung einschließlich Sportfahrwerk, Leichtmetallrädern mit Breitreifen und AMG-Styling. Der Typ E 50 AMG, der als legitimer Nachfolger des Typ E 500 aus der Baureihe 124 fungiert, wird wie der Typ E 420 von Serienbeginn an ausschließlich mit dem neuen elektronisch gesteuerten Fünfgang-Automatikgetriebe geliefert, das auch in den Achtzylinder- und Zwölfzylindermodellen der S-Klasse- und SL-Reihe eingesetzt wird. Im Juni 1996 löst das neue elektronisch gesteuerte Fünfgang-Automatikgetriebe auch bei den Vier- und Fünfzylindermodellen die Nachfolge der älteren Automatikgetriebe mit hydraulischer Steuerung ab. Die neue Getriebegeneration senkt den Kraftstoffverbrauch, bietet mehr Komfort, erhöht noch einmal Zuverlässigkeit sowie Lebensdauer und reduziert schließlich die Wartungskosten. Komfortabler abgestimmt wird zur gleichen Zeit auch der Zweiliter-Vierzylindermotor aufgrund einer im Betrieb verstellbare Einlassnockenwelle.

1996: Das T-Modell der Baureihe S 210 ist ein eleganter Raumriese

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Das neue T-Modell der E-Klasse folgt der Limousine im Mai 1996. Wie seine Vorgänger nimmt das Fahrzeug die charakteristischen Design-Merkmale der Limousinen auf. Der S 210 zeichnet sich allerdings durch ein besonders großes Platzangebot im Innenraum aus. Das verbessert Komfort und Bewegungsfreiheit der Passagiere, während zugleich das Ladevolumen um 70 Liter wächst. Wie bei der Limousine stehen die Design- und Ausstattungslinien Classic, Elegance und Avantgarde zur Auswahl. Im T-Modell kommen alle technischen Innovationen zum Einsatz, die auch die
E-Klasse-Limousine auszeichnen. Zusätzlich legen die Ingenieure besonderen Wert auf die passive Sicherheit. Dazu entwickeln sie eine völlig neue Rohbaustruktur, die unter anderem mit einer massiv verstärkten Struktur den Tank bei Heck-Kollisionen schützt. Auch die Tragteile der Rücksitzlehne und deren Verriegelung sowie Verankerungen sind stabil ausgeführt. Darüber hinaus gehören vollwertige Kopfstützen im Fond, drei Dreipunktgurte und Verzurrösen zur Sicherung des Ladeguts zur Serienausstattung des T-Modells.

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Aktualisiert: Mittwoch, 03. August 2011

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