STERNSTUNDE
Premiere in Peking: Mercedes CLS Shooting Break!
Weltpremiere des Concept Shooting Break auf der "Auto China 2010"
"Baut Mercedes einen Sport-Kombi?" hatten wir im Dezember unsere Leser, aber auch uns selbst gefragt und haben das Concept "Fascination", das die Daimler AG nach seiner Premiere in Paris 2008 erneut im Dezember 2009 auffällig unaufällig auch auf der Essen Motor Show erneut ausgestellt hatte, etwas genauer beleuchtet.
Jetzt ist feiert der Mercedes CLS Shooting Break in Peking Premiere und der Fall ist klar: Mercedes baut einen Sport-Kombi!
Ein spannendes Konzept, das die Gemüter ebenso bewegen wird, wie damals 2004 als Mercedes mit dem CLS erstmals ein viertüriges Coupé vorgestellt hatte. Jetzt steht die neue CLS-Generation vor der Tür und der Vorbote ist nicht ein Kombi-Coupé. Verrückt? Nein, außergewöhnlich. und ziemlich elegant! Und wir alle wissen, was nach dem CLS passierte: die anderen zogen nach!
Kann das diesmal auch passieren? Schauen Sie sich die Linienführung einmal an und urteilen Sie selbst! Wir tippen: das wird passieren!
Nur mal am Rande bemerkt: beide Karosserieformen - sowohl das viertürige Coupé als auch das Kombi-Coupé haben ihre designerischen Wurzeln in den USA. Unter der Leitung des genialen GM-Chef-Designers Harley Earl präsentierte GM auf der Motorama 1954 einen Corvette Kombi, der nie in Serie ging, und 1956 präsentierte Buick als erste GM-Division mit dem Riviera 4dr. Hardtop Coupé Sport Sedan, das erste in Serie gebaute viertürige Coupé. Was dann wie der CLS sehr schnell von anderen Marken kopiert wurde. Die Bezeichnung Shooting Break (oder auch Shooting Brake) stammt jedoch aus England. Woher sich dieser Name ableitet finden Sie hier: Shooting Brake! Auf jeden Fall scheint das Kürzel CLS für innovative Konzepte zu stehen!
Perfekte Proportionen
Breit, flach, mit langer Motorhaube und bis zum Heck durchgezogenem Dach: Das Concept Shooting Break zeigt überraschende Proportionen, die gleichzeitig deutliche Erinnerungen an die Design-Ikone CLS wecken. Ganz neu ist die Frontgestaltung, die Anklänge an den Supersportwagen SLS AMG zeigt: Die Kühlermaske mit dem großen Stern und der prägnanten, bionischen Lamelle ist nicht in die Motorhaube integriert, sondern separat gestaltet. Flankiert wird der Grill von Voll-LED-Scheinwerfern, die erstmals alle bekannten dynamischen Lichtfunktionen in LED-Technik bieten.
Für Dynamik in der Seitengrafik sorgen die hohe, nach hinten überspannte Bordkante und die Charakterlinie, die bis zur musku-lösen Ausprägung der hinteren Radläufe verläuft. Betont wird die coupéhafte
Seitenansicht mit einer niedrigen Scheibengrafik, die mit polierten Aluminiumzierstäben das Green House betont.
Im Interieur dominieren mit Holz und Leder natürliche Materialien. Prägnant ist die große durchgehende Mittelkonsole. Sie unterstreicht die Viersitzigkeit und den hohen Komfortanspruch des Concept Shooting Break. Eine edle Interpretation des Laderaums spiegelt sich in dessen Holzboden wider. Die dunkel gebeizte Seideneiche steht dabei in Kontrast zu den eingelegten Ladeschutzleisten aus Aluminium.
Mehr Leistung - mehr Effizienz
Als Antrieb des Concept Shooting Break dient ein Vorbote der kommenden neuen V-Motoren-Generation von Mercedes-Benz. Der V6 mit einem Zylinderwinkel von 60° und 3,5 Liter Hubraum zeichnet sich durch eine Direktein-spritzung aus, deren Steuerung einen erweiterten Magerbetrieb ermöglicht. Der Sechszylinder leistet 225 kW (306 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 370 Nm und setzt gemäß den BlueEFFICIENCY-Kriterien von Mercedes-Benz auch beim Verbrauch neue Maßstäbe im Wettbewerbsumfeld.
Stilvoll sportlich: das Exterieur
Die Proportionen sind eindeutig Coupé: Lange Motorhaube, schmale Fenster-grafik mit rahmenlosen Seitenscheiben, dynamisch nach hinten geneigtes Dach erzeugen eine wie zum Sprung geduckte Grundhaltung. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass das Concept Shooting Break über vier Türen und ein Kombiheck verfügt. So verrät die Designstudie ihre philosophische Verwandtschaft zum viertürigen Coupé CLS, das 2004 ein neues Marktsegment begründete und heute schon als Design-Ikone eine ganz besondere Stellung in der Geschichte des Automobils einnimmt. Eine vergleichbare Rolle könnte einst im Rückblick auch das Concept Shooting Break einnehmen, das Ideen des 2008 gezeigten Showcars Concept FASCINATION aufnimmt und in die Zukunft projiziert.
Das Concept Shooting Break ruht in der großen Tradition stilvoll kultivierter Sportlichkeit, die große Mercedes-Coupés seit jeher auszeichnet, und trägt dieses einmalige Erbe einen faszinierenden Schritt weiter“, sagt Professor Gorden Wagener, Designchef von Mercedes-Benz. „Gleichzeitig setzt es ein Zeichen für die zukünftige Formensprache von Mercedes-Benz.“ Zum Vokabular der Formensprache gehört ein abwechselndes Spiel von Linien und überspannten Flächen, das ein lebendiges Spannungsfeld erzeugt. Sofort ins Auge springt die expressive Gestaltung der Front, die Anklänge an den Supersportwagen SLS AMG zeigt und deren Kühlermaske erstmals nicht in die Motorhaube integriert ist. Dies ermöglicht besseren Fußgängerschutz und hilft gleichzeitig, die sportlich-lange Motorhaube noch besser in Szene zu setzen. Dominiert wird der Grill vom großen Zentralstern, der die Verwandtschaft zu den anderen Coupés der Marke betont. Er wird getragen von einer bionisch geschwungenen Lamelle. Ihre geschwungene Form findet sich wieder in der expressiven Ausprägung der Frontschürze und Lufteinlässe.
Ein besonderer Blickfang sind die Voll-LED-Scheinwerfer, die erstmals alle dynamischen Lichtfunktionen in LED-Technik bieten. Ihr Innenleben ist von oben nach unten in drei gepfeilte Ebenen gegliedert: In der obersten Ebene ein LED-Blinker, darunter umfasst ein auffälliges LED-Positionslicht die LED-Abblendlichtfunktion. Das Positionslicht wird auch noch bei eingeschaltetem Abblendlicht formal wahrgenommen und bildet somit ein neuartiges und eigenständiges Nachtdesign und Erkennungsmerkmal. In der untersten Ebene des Scheinwerfers befinden sich die LED-Fernlicht- und Nightview-Funktionen. Insgesamt 71 LEDs sorgen für ein unverwechselbares Erscheinungsbild und gegenüber bisherigen Systemen deutlich erlebbare verbesserte Sicht.
Die Seitengrafik des Concept Shooting Break wird dominiert durch die niedrigen, rahmenlosen Seitenscheiben, deren coupéhafte Form durch einen polierten Aluminiumrahmen noch zusätzlich betont wird. Durch bordkantenpositionierte Außenspiegel wird die Seitenlinie markant betont und die Rundumsicht im
Bereich der A-Säulen verbessert. Die Seitenscheiben ruhen auf einer hohen Bordkante, die in einer Neuinterpretation der klassischen „Dropping Line“ ikonischer Mercedes-Coupés nach hinten gelassen abfällt. Zusätzliche Spannung entsteht durch den Hüftmuskel, auf dem sich die Seitenlinie dynamisch abstützt. Aus diesem Zusammenspiel ergibt sich der Eindruck eines Sprinters, der sich im Startblock für ungestümen Vorwärtsdrang spannt. Das Dach ist bis zum Heck durchgezogen und fällt dabei Coupé-typisch ab. Eine Besonderheit sind die versenkten, filigranen Türgriffe, die bei Berührung Sensor gesteuert ausfahren und so den Zugang zum Innenraum freigeben.
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Aktualisiert: Dienstag, 20. April 2010
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