STERNSTUNDE
Mercedes A-Klasse E-Cell
Das familientaugliche Elektroauto für die Stadt: der kompakte Fünfsitzer mit batterie-elektrischem Antrieb und mehr als 200 km Reichweite wird ab Herbst 2010 gebaut
Nach der B-Klasse F-CELL mit Brennstoffzelle bringt Mercedes-Benz mit der neuen A-Klasse E-CELL jetzt sein zweites unter Serienbedingungen gefertigtes Elektroauto auf die Straße. Der voll alltags- und familientaugliche Fünfsitzer mit batterie-elektrischem Antrieb basiert auf der fünftürigen Ausführung der aktuellen A-Klasse und bietet einen großzügigen und flexibel nutzbaren Innen- und Kofferraum. Die beiden hocheffizienten Lithium-Ionen Batterien ermöglichen eine Reichweite von mehr als 200 km (NEFZ). Für den Vortrieb sorgt ein leiser, lokal emissionsfreier Elektromotor mit 70 kW (95 PS) Spitzenleistung und einem hohen Drehmoment von 290 Nm. Insgesamt 500 Exemplare der neuen A-Klasse E-CELL werden ab Herbst 2010 in Rastatt gebaut.
Auch elektrisch bleibt die A-Klasse typisch Mercedes
Fünf Türen, fünf Sitzplätze, das gleiche Kofferraumvolumen wie bei der A-Klasse mit Verbrennungsmotor (435 bis 1.370 Liter), 350 Kilogramm Zuladung nach EG-Richtlinie sowie eine hohe Variabilität im Innen- und Kofferraum: Das alles macht die neue A-Klasse E-CELL zu einem voll alltags- und familientauglichen Automobil. Dank der intelligenten Sandwich-Konstruktion bietet sie nicht nur maximalen Raumkomfort, sondern auch höchste Crash-Sicherheit für Passagiere und Technik. „In unserer knapp 125jährigen Unternehmensgeschichte haben wir umfangreiche Erfahrungen und Erkenntnisse auf dem Gebiet der Elektrofahrzeuge – sowohl mit Batterie als auch mit Brennstoffzelle - gesammelt. Durch dieses Know-how konnten wir mit dem smart fortwo electric drive und der B-Klasse F-CELL bereits zwei voll alltagstaugliche Elektro-Fahrzeuge auf die Straße bringen. Mit der A-Klasse E-CELL setzen wir diesen Weg nun konsequent fort. Im Herbst starten wir die Produktion unseres dritten Elektro-Pkw und erweitern unser Portfolio um einen batterie-elektrisch angetriebenen Mercedes, der unseren Kunden Fahrspaß, Komfort und Sicherheit auf dem gewohnten Niveau bietet wird“, so Dr. Thomas Weber, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Konzernforschung und Entwicklung Mercedes-Benz Cars.
Null Emissionen, voller Mercedes-Benz Fahrspaß
Neben vorbildlicher Sicherheit, optimalem Komfort und hoher Alltagstauglichkeit bietet die A-Klasse E-CELL noch weitere Stärken, die für heutige Elektroautos nicht selbstverständlich sind: Agilität und Fahrspaß. Maßgeblich dafür ist der tiefe Fahrzeugschwerpunkt, der unter anderem aus der niedrigen Einbaulage der Batterien im so genannten Sandwichboden resultiert. Dies führt zu einer ausgewogenen Straßenlage und einem agilen Fahrzeug-Handling. Damit unterscheidet sich die A-Klasse E-CELL maßgeblich von anderen Elektroautos, bei denen die schwere und voluminöse Speicherbatterie beispielsweise im Kofferraum oder im Bereich der Rücksitze untergebracht ist. Weiterer Vorteil dieser Einbauposition: Sie bietet bestmöglichen Schutz vor Intrusionen bei einem Front- oder Heckaufprall, weil die Energiespeicher außerhalb der Verformungszonen der Karosserie liegen. Zudem kann die besonders stabile Konstruktion des Sandwichbodens Batterie und Insassen auch bei einem Seitenaufprall hervorragend abschirmen.
Leistungsfähiger Elektroantrieb mit großer Reichweite
Der Elektromotor der A-Klasse E-CELL, eine permanent erregte Synchronmaschine, entwickelt eine Spitzenleistung von 70 kW (95 PS), eine Dauerleistung von 50 kW (68 PS) sowie ein – E-Motor-typisch hohes – maximales Drehmoment von 290 Newtonmetern, das bereits von der ersten Umdrehung an zur Verfügung steht. Damit tritt die A-Klasse E-CELL ausgesprochen souverän an und erfüllt hohe fahrdynamische Anforderungen. Von null auf 60 km/h beschleunigt das Elektroauto in 5,5 Sekunden. Per Kickdown auf das Fahrpedal sorgt eine Boost-Funktion für maximale Beschleunigung - unter Berücksichtigung des aktuellen Ladezustands und der Batterietemperatur. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 150 km/h abgeregelt.
Als Stromspeicher kommen zwei leistungsstarke Lithium-Ionen Batterien mit Hochvolt-Technik zum Einsatz. Vorteile der Lithium-Ionen Batterie sind ihre kompakten Abmessungen und die deutlich höhere Leistungsfähigkeit im Vergleich zu Nickel-Metallhydrid-Batterien (NiMH). Die Energiedichte übertrifft die der NiMH-Technologie um 30 Prozent, die Leistungsdichte um 50 Prozent. Darüber hinaus zeichnet sie sich durch einen hohen Ladewirkungsgrad und eine lange Lebensdauer aus. Der Energieinhalt der beiden Lithium-Ionen Batterien beträgt insgesamt 36 kWh. Mit voll aufgeladenen Batterien erzielt die A-Klasse E-CELL eine Reichweite von mehr als 200 Kilometern (NEFZ-Wert).
Wirksame Kühlung der leistungsstarken Batterien
Ein spezielles Thermomanagement gewährleistet die Kühlung der Hochvolt-Batterien innerhalb ihres optimalen Temperaturfensters. Die Kühlung der Batterien erfolgt über einen Niedertemperatur-Kühlkreislauf. Die Flüssigkühlung durch ein Wasser-/Glykolgemisch sorgt für eine stabile Betriebstemperatur, die den hohen Wirkungsgrad und die Langlebigkeit des Energiespeichers fördert. Bei sehr hohen Außentemperaturen wird die Batteriekühlung zusätzlich durch den Kältemittelkreislauf der Klimaanlage unterstützt. Die Kühlung des E-Antriebs und der beiden Onboard-Ladegeräte erfolgt über einen Hochtemperatur-Kühlkreis. Dieser Kühlkreis sorgt dafür, dass die Aggregate bei günstigster Betriebstemperatur arbeiten und der Antrieb die maximal mögliche Leistung erbringen kann. Die Leistungselektronik des Fahrzeugs versorgt über einen DC/DC-Wandler das 12-Volt-Bordnetz mit elektrischem Strom aus dem Hochvolt-System. Außerdem regelt sie beispielsweise auch Heizung und Klimaanlage, um die Batterie so wenig wie möglich damit zu belasten.
Flexible Lademöglichkeiten
Die Batterien der A-Klasse E-CELL können sowohl an öffentlichen Ladestationen als auch an haushaltsüblichen Steckdosen aufgeladen werden. Das System eignet sich für unterschiedliche Ladeoptionen: Für einphasige 230-Volt-Steckdosen ebenso wie für dreiphasige Anschlüsse im privaten Stromnetz mit Wall-Box und für Ladestationen. Am einphasigen 230-Volt-Netz werden ca. 8 Stunden Ladezeit benötigt, um eine Reichweite von 100 Kilometern (NEFZ) zu erzielen. Beim Laden an einer Wallbox oder Ladestation steht diese Distanz bereits nach 3 Stunden zur Verfügung.
Bei Ladestecker und Steckdose haben sich Daimler sowie andere Automobilhersteller und Energieversorger in Europa auf einen einheitlichen Standard geeinigt. Zielsetzung ist eine weltweite Standardisierung. Das sorgt für mehr Kundenfreundlichkeit und eine wesentliche Voraussetzung für die schnelle Verbreitung von Elektromobilität.
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Aktualisiert: Mittwoch, 15. September 2010
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