STERNSTUNDE
Fahrbericht: Mercedes SLK 350 "Edition 1"
Dynamisch, kraftvoll und schön — der neue SLK 350 versteht es, Emotionen zu wecken.
Mit dem neuen SLK hat Mercedes-Benz einen Roadster entworfen, bei dem wieder mehr die traditionelle Designsprache der Stuttgarter positiv in den Vordergrund gerückt ist. Mit seiner im Vergleich zu den Vorgängermodellen verlängerten, kantigen Schnauze, transportiert der aktuelle SLK markantere Eigenständigkeit und seine kraftvolle, kernige Linienführung machen ihn auf der Straße zu einem neuen Hingucker.
Die Bestückung mit der größten Motorisierung, einem kraftvollen 3,5-Liter-V6-Motor, lassen den SLK in Kombination mit seinem ausgefeilten Spitzen-Fahrwerk zu einem Sportgerät mit großem Spaßfaktor werden, ohne dabei auf hohen Fahrkomfort verzichten zu müssen.
GALERIE: FAHRBERICHT MERCEDES SLK 350 EDITION 1
Video: so fährt sich der Mercedes SLK 350 Edition 1
Der neue SLK wirkt bulliger, sportlicher und dynamischer!
Mit der nun dritten Generation des SLKs werden sich wohl manche Geister scheiden. Signalisiert der Vorgänger mit seiner, von optischen Formel-1-Anleihen geprägten Schnauze Sportlichkeit ganz offensichtlich, sind die Frontkonturen des Newcomers subtiler. Statt einer von aerodynamischer Schnittigkeit geprägten Front bringt der neue SLK hier eine lange Haube und Bulligkeit ins Spiel – nicht minder sportlich, wie wir meinen. Und spätestens bei näherer Betrachtung der vom Stern und einer mittig verlaufenden Chromlamelle geprägten Kühlergrillpartie von SL, SLK und SLS fällt auf, dass die recht steile SLK-Front sehr dem SLS ähnelt – Zufall?
Wir hatten den neuen SLK mit dem Edition1-Paket zur Verfügung, welches nicht nur der Wagenoptik das eine oder andere Sahnehäubchen verpasste. Was den Testwagen aber zweifelsohne bei Passanten in den Focus rückte war seine designo-Lackierung in “Magno Gletschergrau“ – matt! Äußerungen wie „fantastisch, sehr schick, die passt“ bis hin zu Fragen wie „was kostet die, ist das Folie oder kann man damit in die Waschanlage?“ unterstrichen die Wirkung der ausgefallenen Farbgebung.
Die erste Frage ist mit stolzen 3.320 Euro beantwortet und die letzte Frage ist kein Thema, man muss solch einen Lack keineswegs per Handwäsche reinigen. Der hochwertige, matte Klarlack ist hart genug, um Fahrten in normale Waschanlagen schadlos über sich ergehen zu lassen. Wir haben nach mehreren Wäschen genauestens hingeschaut: es waren nicht die geringsten Spuren auf der feinen Mattierung festzustellen.
Glänzender Auftritt auch im Innenraum
Steht der SLK mit geöffnetem Dach da, kommen seinen inneren Reize besonders gut zur Geltung: Das mit hochwertigen Materialien ausstaffierte Interieur wirkt sehr edel und Elemente aus gebürstetem Aluminium sowie Sportpedale aus Edelstahl mit Gumminoppen liefern einen kontrastreichen Anblick. Das unten abgeflachte, griffige Lederlenkrad fordert förmlich zum Anfassen auf und die bei unserem SLK in Schwarz-Silber gekleideten, komplett elektrisch verstellbaren Leder-Sportsitze bieten guten Seiten- und Rückenhalt.
Hinter den Sitzen ist direkt Schluss, eine Ablagefläche sucht man vergeblich. In den Kopfstützen war der “Airscarf“ integriert, beim dem im Nackenbereich wärmende Luft in drei Stufen ausströmt. Allerdings war auch die höchste Stufe bei kühleren Temperaturen nicht wirklich ausreichend, um eine Jacke mit hohem Kragen zu ersetzen. Die dezente Ambientebelechtung in "Solar Rot“, die als schmale Linie in den Türen und an der Mittelkonsole entlang läuft, und das Comand Online samt hervorragend klingendem Harman Kardon Logic7 Surround-Soundsystem rundeten das Interieur perfekt ab.
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Aktualisiert: Freitag, 01. Juli 2011
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