STERNSTUNDE
Der neue Fuso Canter: vorbildlich lasterhaft
Die neue Canter Generation ist dank revolutionärem Doppelkupplungsgetriebe Duonic noch wirtschaftlicher und komfortabler
Sowohl technisch als auch optisch komplett überarbeitet startet der Fuso Canter in seine nächste Generation. Das interne Kürzel des weltweiten Bestsellers von Daimler Trucks lautet nun TF (als Nachfolger des erfolgreichen TD). Seine technische Führung im Segment leichter Lkw unterstreicht Fuso mit Duonic, dem ersten Doppelkupplungsgetriebe für Lkw. Zusammen mit höherer Nutzlast und deutlich gesenkten Wartungskosten (verlängerte Wartungsintervalle) ist der neue Fuso Canter nochmals wirtschaftlicher als bisher. Das Fahrwerk des 3,5-Tonners profitiert erstmals von einer Einzelradaufhängung vorn. Die schwereren Modelle verfügen jetzt optional über ein Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP). Die außen wie innen neu gestaltete Fahrerkabine bietet perfekten Bedienungskomfort. Die Auslieferung des neuen Canter für Europa im Werk Tramagal/Portugal beginnt im Oktober.
Duonic: erstes vollautomatisiertes Doppelkupplungsgetriebe im Lkw
Das Doppelkupplungsgetriebe Duonic ist eine der herausragenden technischen Neuheiten des neuen Fuso Canter. Er ist der weltweit erste Lkw mit dieser Technik. Neben einem geringeren Kraftstoffverbrauch schont das vom Pkw bekannte Direktschaltgetriebe, auch DSG-Getriebe genannt, die Aggregate, entlastet den Fahrer speziell auf Kurzstrecken und verbindet den Komfort eines Automatikgetriebes mit der Wirtschaftlichkeit des Schaltgetriebes. Das kompakte Doppelkupplungsgetriebe Duonic basiert auf einem mechanischen Sechsgang-Schaltgetriebe mit zwei hydraulischen Nass-Kupplungen und elektronischer Steuerung. Die beiden wartungsfreien Kupplungen sind konzentrisch aufgebaut und in das Getriebegehäuse integriert. Kupplung Nummer eins ist für die Vorwärtsgänge eins, drei und fünf zuständig, Kupplung zwei für die Gänge zwei, vier und sechs. Der große Vorteil eines Doppelkupplungsgetriebes basiert darauf, dass beim Fahren der nächste Gang bereits eingelegt ist und deshalb extrem schnell und völlig ruckfrei geschaltet wird.
Gangwechsel schnell und ruckfrei, hoher Wirkungsgrad
Im Vergleich zu einem herkömmlichen Wandler-Automatikgetriebe hat das Doppelkupplungsgetriebe Duonic mit verschleißfreier Kupplung deutliche Vorteile: Es wechselt die Gänge noch komfortabler, da völlig ruckfrei und ohne Unterbrechung des Kraftflusses. Auch entfallen die unweigerlich anfallenden Wandlerverluste des Automatikgetriebes, denn das Doppelkupplungsgetriebe Duonic arbeitet mit dem hohen Wirkungsgrad eines mechanischen Schaltgetriebes. Vom Automatikgetriebe übernimmt das Doppelkupplungsgetriebe Duonic jedoch die praktische Kriechfunktion. Sie ermöglicht Rangieren mit geringer Geschwindigkeit allein über die Steuerung per Bremspedal. Ebenso verfügt das Getriebe über eine Parkstellung.
Der neue Fuso mit Duonic: Bedienung einfach, manuelle Gangwechsel jederzeit möglich
Mit dem Doppelkupplungsgetriebe Duonic sind wie bei einem herkömmlichen automatisierten Getriebe oder einem modernen Wandler-Automatikgetriebe jederzeit manuelle Gangwechsel durch kurzes Antippen des Joystick-Wählhebels im Armaturenbrett möglich.Durch kurzes Bewegen des Wählhebels nach links wechselt der Fahrer zwischen Automatikbetrieb und manuellen Schaltungen. Der Wählhebel wird in zwei Gassen bewegt: In der linken Gasse steht der Wählhebel in Stellung „D“ für den vollautomatischen Betrieb. Bei Bedarf wechselt der Fahrer jedoch durch kurzes Antippen nach oben oder unten die Gänge manuell. Durch Antippen nach rechts steht der Wählhebel in der rechten Gasse auf „N“ wie Neutral oder Leerlauf. Von hier aus legt ein Schalten nach oben die Parkstellung ein, Schalten nach unten den Rückwärtsgang.
Vergleichsmessungen haben es bewiesen: Das Doppelkupplungsgetriebe Duonic arbeitet so sparsam wie das manuelle Canter-Getriebe. Bei ungeübten Fahrern führt das Doppelkupplungsgetriebe Duonic sogar nahezu durchweg zu einem signifikanten Kraftstoff-Minderverbrauch. Gleiches gilt für den serienmäßigen Eco-Modus mit verbrauchsoptimierten Schaltpunkten. Er wird per Tastendruck zugeschaltet. Mit Übersetzungen von 5,397 (erster Gang) bis 0,701 (sechster Gang) ist das zugrunde liegende Sechsganggetriebe sehr weit gespreizt. Dies bedeutet in der Praxis sowohl zugstarkes Anfahren als auch kraftstoffsparendes Dahinrollen mit niedrigen Drehzahlen im höchsten Gang. Dank der engen Stufung des Getriebes steht in jeder Fahrsituation der passende Gang parat
Hochmoderne Euro-5 Motoren mit sehr breitem nutzbarem Drehzahlband bringen den Fuso Canter in Fahrt
Das jeweilige Getriebe ist mit dem bewährten Euro-5-Vierzylinder-Turbodieselmotor verbunden. Das Triebwerk mit 3,0 l Hubraum steht nun in drei Leistungsstufen von 96 kW (130 PS) über 110 kW (150 PS) bis 129 kW (175 PS) zur Verfügung. Der moderne langhubige Motor mit dem internen Kürzel 4P10 brilliert mit modernster Technik: zwei obenliegende Nockenwellen mit robustem Antrieb über eine Kette, vier Ventile pro Zylinder, Abgasturbolader mit variabler Turbinengeometrie, Common-Rail-Einspritzsystem und Piezo-Injektoren zur präzisen Zumessung des Kraftstoffs. Die untere und obere Leistungsstufe sind beim Modellwechsel unverändert geblieben. Die mittlere Motorisierungsstufe hat nominell von 107 kW (145 PS) auf 110 kW (150 PS) zugelegt. Das maximale Drehmoment von 370 Nm blieb unverändert, steht jedoch nun über ein außergewöhnlich breites Drehzahlband von 1320 bis 2840 U/min zur Verfügung. Damit ist der neue Canter mit dieser Motorisierung ein Muster an Durchzugskraft und Fahrbarkeit
Pluspunkte des neuen Canter: Geringer Kraftstoffverbrauch – hohe Wirtschaftlichkeit
Der neue Canter ist auf Wunsch mit einer Start-Stopp-Funktion sowohl für das Doppelkupplungsgetriebe Duonic als auch das manuelle Schaltgetriebe erhältlich. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit trägt die Erhöhung der Nutzlast genauso bei wie die signifikante Senkung der Wartungskosten. Auch eine Verlängerung des Wartungsintervalls von 30 000 auf 40 000 km verbessert nochmals die herausragende Wirtschaftlichkeit des Fuso Canter durch eine weitere Senkung der Wartungskosten
Abgas-Nachbehandlung: Abgasrückführung und Partikelfilter
Wie bisher gibt es den Canter mit zwei Abgas-Nachbehandlungssystemen. Eine Kombination aus Abgasrückführung und Partikelfilter reinigt die Abgase der Modelle mit 3,5 t und 6,0 t Gesamtgewicht sowie der unteren der beiden Leistungsstufen mit 7,5 t Gesamtgewicht. Die stärkste Ausführung des Motors mit 129 kW (175 PS) verfügt in der Gesamtgewichtsklasse von 7,5 t wie bisher zusätzlich über SCR-Technik mit AdBlue-Einspritzung. Diese zukunftsträchtige und in schweren Nutzfahrzeugen verwendete Kombination ermöglicht mehr Leistung bei noch geringerem Verbrauch. Der AdBlue-Tank des Canter ist auf der linken Seite unmittelbar neben dem Kraftstofftank untergebracht und fasst 12 l. Aufgrund des niedrigen AdBlue-Verbrauchs errechnet sich daraus eine Reichweite von rund 8000 km.
Der Fuso Canter verfügt über eine automatische Regeneration des Dieselpartikelfilters. Bei extremem Kurzstreckeneinsatz kann aufgrund der niedrigen Motortemperaturen eine manuelle Regeneration des Partikelfilters notwendig werden. Eine Statusanzeige im Multifunktionsdisplay zeigt dem Fahrer ggf. die Notwendigkeit der manuellen Regeneration an, die mit dem neuen Canter nun angeboten wird. Die manuelle Regeneration kann durch einen Schalter aktiviert werden. Der neue Canter mit 7,5 t Gesamtgewicht erfüllt serienmäßig die derzeit schärfste freiwillige Abgasstufe EEV. Alle anderen Modelle erfüllen serienmäßig Euro 5 und optional EEV.
Vorderachse mit Einzelradaufhängung für den 3,5-Tonner
Parallel zur Motorisierung steigen Fahrsicherheit und Komfort des Fuso Canter auf ein neues Niveau. Die Vorderachse der 3,5-t-Variante zeichnet sich jetzt durch eine Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern aus – ein spürbares Plus für Handling und Fahrkomfort.Alle Canter verfügen über Scheibenbremsen an beiden Achsen sowie – neu – über ein elektronisches Bremssystem. In den beiden oberen Gewichtsklassen ist der Canter jetzt auf Wunsch mit einem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) zu bekommen. In das ESP integriert ist eine Antriebs-Schlupfregelung, der hydraulische Bremsassistent, ein hydraulischer Bremskraftverstärker für den Fall einer Undichtigkeit des Vakuum-Bremskraftverstärkers sowie eine Drehmomentreduzierung über das Motorsteuergerät, um durchdrehende und blockierende Räder beim Gangwechsel auf rutschiger Fahrbahn zu verhindern. Ebenfalls wird der neue Canter optional mit Fahrer- und Beifahrer-Airbag ausgeliefert.
Neues Canter Cockpit noch komfortabler und funktioneller
Das grundlegend überarbeitete Fahrerhaus des neuen Canter definiert ein neues Komfortniveau in der Klasse der leichten Lkw. Das funktionelle Frontlenker-Fahrerhaus des Canter ist durch ein neues, zweifarbiges und harmonisch gestaltetes Cockpit gekennzeichnet. Die verwendeten Materialien sind hochwertig und in ihrer Haptik aufgewertet. Fahrer und Beifahrer profitieren von einem nochmals verbesserten Durchgang von links nach rechts im Fahrerhaus.
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Aktualisiert: Dienstag, 08. November 2011
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