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CAR2GO geht auf „Go!“

Das besondere smart-Projekt wird flügge
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Stellen wir uns einmal folgende Situation vor. Die heimische Fußball-Elf lockt mit einem Schlagerspiel. Problem 1: chronische Parkplatznot. Problem 2: Anreise und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind zu solchen Gelegenheiten nur selten ein Vergnügen. Vielleicht möchte man mehr als nur ein Halbzeit-Bier trinken. Ein Fan des SSV Ulm hätte z.B. im Rahmen des Ulmer CAR2GO-Pilotprojekts sich einfach in einem smart setzen und vor das Stadion düsen können. offensichtlich haben dies einige auch gemacht. Und sogar mehr als das. Denn das Pilot-Projekt ist so gut angelaufen, dass es nun als Geschäftsmodell auf europäische Hauptstädte übertragen werden soll.

Wieder mal kein Parkplatz...?

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Bevor man bei der Parkplatzsuche am Ende noch vom Glauben abfällt, besser gleich mit CAR2GO in die Kirche? Nein, ganz so ist es nicht gemeint, vielmehr reihten sich beim Startschuss im März 2009 alle 200 smarts vor dem Ulmer Münster auf.

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Dabei muss die Ausnahmesituation „Fußballschlagerspiel“ gar nicht erst stattfinden, damit das Pilotprojekt CAR2GO funktioniert. „Es genügt bereits eine mittlere Universitätsstadt wie Ulm, um zu der Erkenntnis zu gelangen, das CAR2GO-Modell wird funktionieren. Denn was in Ulm klappt, müsste in den großen Metropolen erst recht klappen!“, so Projektleiter Robert Henrich.

18.000 Kunden nach einem Jahr

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Angesichts eines Einzugsbereichs von ca. 120-170.000 Einwohnern hatten die CAR2GO-Macher mit kleineren Zahlen kalkuliert. „Wir rechneten intern mit 8.000 Nutzern nach einem Jahr, aber diese Größenordnung konnten wir bereits nach 3 Monaten erreichen", so Robert Henrich.
Auch wenn die Kundenstruktur von 18-80 Jahren reicht, so sind über 60 % der CAR2GO-Kunden unter 36. Oder anderes ausgedrückt: 30 % der Führerscheininhaber unter in der Testregion haben auf dem Führerschein das CAR2GO-Siegel. Oder noch anders: die Daimler AG erreicht auf einmal eine Kundengruppe, die sie bislang noch nicht hatte. Könnte man ja, bei entsprechenden kommenden Fahrzeug-Konzepten, sich sicherlich auch noch zu Nutze machen!

CAR2GO – was ist das?

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Ganz einfach: bislang standen 200 smarts in der Testregion zur Verfügung. Wer als Kunde registriert war, konnte sich jederzeit in einen abgestellten smart setzen und losbrausen. Der Kunde erhielt dann auf seinen Führerschein das bereits erwähnte CAR2GO-Siegel, das ihm die Aktivierung eines abgestellten CAR2GO-smarts ermöglicht. Man erledigt seine Fahrt, stellt das Auto ab. Und sucht sich für die Rückfahrt ein Neues.
Entweder einfach umschauen, weil oft in der unmittelbaren Nähe tatsächlich ein Auto steht, oder man nutzt sein smartPhone. Denn auch dafür gibt es eine App.

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Das Erstaunliche ist, dass 200 Autos genügen, um eine Testregion wie Ulm und Umland abzudecken. Das funktioniert so gut, dass 98 % der Kunden dieses System weiterempfehlen würden. Um neben der spontanen Miete (rund 80%) auch dem zunehmenden Wunsch nach einem reservierten CAR2GO-smart erfüllen zu können, wird in Ulm die Anzahl jetzt auf 300 Fahrzeuge aufgestockt.
bei soviel Zuspruch wundert es kaum, dass dieses Mobilitätskonzept nun zu einem Geschäftsmodell für die Daimler AG ausgebaut werden soll. Und Robert Henrich ist sich sicher: „Wir werden noch in diesem Jahr eine Kooperation mit mindestens einer europäische Metropole abschließen."

Die Inner-City-Flatrate

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Auf den ersten Blick mutet das vielleicht seltsam an. Denn wer geht nicht davon aus, dass ein Hersteller darauf bedacht sein sollte, seine Autos zu verkaufen und nicht zu vermieten?! Schon gar nicht zu Flatrate-Tarifen. Denn CAR2GO kostet pro Minute nur 19 Cent oder 9,90 € die Stunde. Inklusive aller Kosten für Kraftstoff, Service, Steuern, Versicherung und Wartung. Eine Mietkaution u.ä. gibt es auch nicht. Alles ist für die Kunden möglichst leicht zu handhaben: „Auto finden- fahren-fertig!"
Zwischen 600 und 1000 Mieten fallen so derzeit pro Tag an. Über 5.000 regelmäßig in der Woche. Das scheint sich als Geschäftsmodell zu rechnen – zumindest ist die Perspektive attraktiv!

Wer tankt bekommt Zeit geschenkt

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Wer – auf Kosten von CAR2GO - tankt, bekommt sogar 10 Freiminuten für die Serviceleistung gutgeschrieben. Funktioniert sowas, Herr Projektleiter? „Das funktioniert sogar hervorragend, es gibt sogar Kunden, die bei Reservierungen ausdrücklich nach zu betankenden Fahrzeugen fragen! Aber das ist hier im Schwäbischen vielleicht auch eine kulturelle Eigenart“, so ein schmunzelnder Robert Henrich.

Projektleiter Robert Henrich freut sich über eine gelungene Pilotphase.

86mal um die Erde!

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In Austin,Texas wird das CAR2GO Pilot-Projekt jetzt auf öffentliche Nutzung umgestellt.

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Und er hat auch Grund zum Schmunzeln: Das Projekt von dem es in Austin, Texas einen ungleichen Zwilling gibt, läuft gut an. Noch in diesem Jahr wird dort von der nicht öffentlichen Pilotphase in eine öffentliche umgeschaltet. Und ob es nun das Thema Fahrzeugpflege, die erforderliche Telematik oder die Kundenakzeptanz angeht, alles scheint – so Henrich – weitgehend rund zu laufen. 2009 gab es mit dem Öko Globe“ sogar eine imagebildende Auszeichnung. Selbst in Sachen Unfallschäden ist die Bilanz besser als erwartet. „Unsere smarts haben in dem Jahr rund 3.3 Millionen Kilometer absolviert. Rund 90 % davon waren Einwegfahrten zwischen 10 und 15 Kilometer!“ Dabei soll es nur 14 Unfälle gegeben haben. Alle ohne Personenschaden.

CAR2GO bald in Ihrer Stadt?

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Aber in welcher Metropole geht’s jetzt richtig los? Da will sich Robert Henrich dann noch nicht die Karten schauen lassen: "Richtig ist, wir gehen jetzt in die Ballungszentren, dort suchen wir dann Partner, mit denen wir die Markteinführung umsetzen werden."
Wenn dann so ein weißblauer smart in Ihrer Straße parkt, stehen die Chancen gut, das CAR2GO in ihrer Stadt angekommen ist.

Infos unter www.car2go.com

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Aktualisiert: Montag, 29. März 2010

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