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AUTO DER WOCHE

Die besondere LeBenz-Art: Das zweite Leben eines Mercedes Oldtimers

Als Mercedes Tuning noch Customizing hieß: 1952er Mercedes 170 S Hot Rod
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Kennen Sie Hot Rods? Klar, das sind doch diese wilden Umbauten aus Ami-Land, oder? Vorzugsweise mit alten Fords? Stimmt, aber Hot Rods sind auch eine Lebensart. Mehr noch, sie sind heute Auto-Kultur. Respektiert und bewundert. Mercedes-Botschafter Jay Leno ist beispielsweise ein begeisterter Hot Rodder Und dann gibt es noch Zeitgenossen, die ihre Liebe zu dieser Auto-Kultur mit ihrer Liebe zu Mercedes-Benz verbinden. Eine ganz besonders ausgefallene Liebe zur Marke? Oder gar Frevel am Stern? Wir haben diesen Mercedes-Fan, der diesen 52er Mercedes 170 sein eigen nennt, in einem entlegenen Winkel von Belgien für Sie besucht!

Seit 25 Jahren unterwegs als Mercedes-Rod: 170 S von 1952

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Das Schöne an unserem allerliebsten Hobby ist, dass es uns auf wundersame Art verbindet. Jeder favorisiert gewisse Details und Stile beim Tuning und doch eint alle Freunde der Modifikationen der kleinste gemeinsame Nenner: Veränderung. Leben bedeutet Veränderung, Tuning bedeutet Veränderung. Wo die Serienproduktion bestenfalls als Rohdiamant angesehen wird, gerät der Umbau für Auto-Individualisten zur Pflicht.

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So einig sich die Veränderungswilligen also darüber sind, dass serienmäßige Autos dazu geschaffen wurden, diesen einen eigenen Stempel aufzudrücken, so sehr gehen die Meinungen doch bei der Art des Stempels auseinander. In letzter Zeit erlebt das sogenannte OEM-Tuning eine Renaissance. Dabei werden Umbauten in der Regel unter Berücksichtigung der Originalteile oder konzernverwandter Teile durchgeführt. Felgen anderer Modelle und Baureihen finden Verwendung, oder Anbauteile modellgepflegter Serien und behutsam modifizierte Karosseriedetails.

Hugo extrem

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Genau das strikte Gegenteil von alledem ist der Mercedes 170 S von Hugo Vervliet, den wir Ihnen heute vorstellen möchten. Wo Liebhaber originalgetreu restaurierter Modelle angesichts dieses Umbaus vielleicht verzweifelt zu den Herztropfen greifen und hyperventilierend Protestmails schreiben, blüht Herr Vervliet erst so richtig auf. Und wir als aufgeschlossene Redaktion, schauen uns auch gern polarisierende Gefährte an.

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Wo Hugo und seine Frau Daisy mit ihrem bronze-goldenen Ausnahme-Oldtimer aufkreuzen, sorgen sie für verblüffte Gesichter. Zugegeben, eine gewisse Portion Souveränität - andere sagen auch "Schmerzfreiheit" - gehört schon dazu, will man einen solchen Mercedes Oldtimer zu einem Hot Rod umfunktionieren. Der Vorteil des Pärchens Vervliet liegt unbestritten darin, dass die beiden bereits über zwei originale W191 verfügten. Das beruhigt dann vielleicht doch die Nerven!

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Einer davon diente als Daily Driver, der andere wurde gehätschelt und als Oldtimer nur gelegentlich bewegt. Dann kam Nummer 3 ins Spiel: Ein verlockendes Angebot stand damals, 1983, im Raum und nur umgerechnet 150 Euro trennten den etwas mitgenommenen Mercedes von seinem zukünftigen Besitzer. Kaum war der Transfer perfekt, beschloss der Belgier, aus seiner Neuerwerbung einen in Europa einzigartigen Mercedes-Benz 170 zu machen.

Der belgische Auto-Enthusiast Hugo Vervliet hat diesen einzigartigen Mercedes Hot Rod geschaffen!

Inspiration im Kaninchenstall

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Als Werkstatt diente Hugo und seinem Freund Karel Geentjes ein Kaninchenstall mit rund 300 Bewohnern. Da wir alle wissen, was Kaninchen gerne tun, verwundert es uns nicht, dass die beiden Schrauber inmitten des geselligen Treibens der pelzigen Nager wohl die eine oder andere „Inspiration“ durchströmte. was macht einen Hot Rod aus? Was ist typisch für diese Gattung. Und was passt zu meinem Mercedes 170? Hugo Verfliet entschied sich für ein Top Chop und setzte den Trennjäger an den Holmen seines Mercedes Oldtimers an. Der „Top Chop“, also das Absenken des Daches, in diesem Fall um gute zehn Zentimeter, ist ein klassischer Kunstgriff des Hot Roddings und gilt der Reduktion des Windwiderstands.

Vorsicht Dacharbeit: 10 cm wurden dem Dach abgeschnitten!

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Nun ist es beim „Top Chop“ nicht einfach damit getan, alle Holme und Dachsäulen zu kürzen und das Dach wieder aufzusetzen. Durch das Verändern der Höhe ändern sich auch die Proportionen. Soll das Dach nicht wie ein zu kleiner Topfdeckel einfach in den Innenraum fallen, muss die Dachfläche in alle Richtungen angepasst - und schwieriger noch, die Wölbung des Daches muss komplett neu geschaffen werden. Fragen Sie mal einen Karosseriebaumeister, das ist Handwerkskunst!

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Kommentare: 2
Aktualisiert: Donnerstag, 21. Januar 2010

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SebastianNast » Sebastian aus Edemissen (44)

So, 24.01.2010 // 03:39 Uhr

Jepp das ist wirklich ein sehr sehr cooles Customcar !!

Der ist ja in der Szene schon sehr lange bekannt, aber
schön hier jetzt mal ein paar mehr und gute Bilder
zu haben.

In dieser Art von Oldschool-Customscars auf
MB-Basis würde man sich wirklich einige mehr
wünschen !

Mit besten Sterngrüßen
Sebastian

Bild: '504811_885105_3598_2232_63124.jpg'

Sterninator » Thomas aus Essen (52)

Sa, 23.01.2010 // 18:20 Uhr

Respekt! Das ist echter Individualismus!

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