Mit Klassikern ist das so eine Sache, mit Erbstücken erst recht. Man sollte sie in Ehren halten. Aber wie genau schaut das aus? Serienzustand beibehalten oder einen W108 nach eigenem Gusto hegen und pflegen?
Stefan Quasier hatte das Glück, diesen Mercedes-Benz 250 S direkt aus erster Hand zu bekommen. Nämlich von seinem Gr0ßvater, der sich den Mercedes Klassiker 1967 mit reichlich Extras als Neuwagen bestellte. Extras? Extras findet Stefan auch gut, und gönnte dem geerbten W108 noch einige Kleinigkeiten..
In August 1965 präsentierte Mercedes Benz die neuen Modelle der Oberklasse, die in den Versionen 250 S, 250 SE und 300 SE und mit der internen Bezeichnung W108 neue Maßstäbe in ihrer Klasse setzen sollten.
Technisch wurde, außer den beiden neuen 2,5 Liter Motoren und Scheibenbremsen rundum, ein Großteil von den Vorgängermodellen übernommen. Die Modelle mit Stahlfederung wurden als W108 bezeichnet, als eigenständige Baureihe W109 gab es die luftgefederten Modelle zu bestellen.
Statussymbol Mercedes Benz
Hildegard Knef, Franz Beckenbauer und Emerson Fittipaldi besaßen einen Mercedes Benz W108/109, die damalige Oberklasse. Von Stefan Quaiser aus Altenstadt wird der 250 S auch heute noch genauso beschrieben : "Der Wagen ist ober klasse!“
Aber bevor Enkel Stefan zu dieser Einschätzung kommen konnte, trat sein Großvater auf den Plan. Die Begeisterung für den guten Stern ist hier offensichtlich in den Famiien-Genen verankert
Rollendes Erbe
Wir schreiben das Jahr 1967, in Frankfurt am Main feiert ein kleiner Junge seinen ersten Geburtstag und sein Großvater bestellt sich einen Mercedes Benz 250 S für 33.000 Deutsche Mark. (Das, liebe Leser, war die Währung vor dem Euro und kann - nicht inflationsbereinigt - mit ca. 17.000 Euro übersetzt werden.) Rund 40 Jahre später ist der W108 immer noch im Besitz des Großvaters und in einem Zustand, dass die übernächste Generation schmachtend auf das schön geschwungene Blech schaute. Mit Erfolg. Stefan Quaiser übernahm die im originalen Dunkelblau neulackierte Limousine, die gerade einmal 83.200 Kilometer auf dem Tacho hatte. Und diese 2000 km durchschnittlich jährlich hat der 2,5 l Reihensechszylinder mit Doppelvergaser, 130 PS stark und mit einem eher trägen Dreistufen-Automatikgetriebe hauptsächlch im Schongang absolviert.
Ein sehr schöner W108 den ihr hier vorstellt. Ich wüßte aber gern mehr über die Original-Luftfederung - ist die jetzt verstellbar? Weil, so tief fährt der doch bestimmt nicht!
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MisterX » Norbert aus Hannover (43)
Ein sehr schöner W108 den ihr hier vorstellt. Ich wüßte aber gern mehr über die Original-Luftfederung - ist die jetzt verstellbar? Weil, so tief fährt der doch bestimmt nicht!