Rally Dakar 2010, 9. Jan. | Restday in Antofagasta
Die Dakar macht 1 Tag Pause - Gelegenheit für Ellen Lohr und ihre Mitstreiter, die Seele einmal baumeln zu lassen
Wir geniessen unseren Aufenthalt in Chile. Mit schneller Internetconnection und ein bisschen Sightseeing inklusive Shopping Mall und Strandbesuch. Hach, das Leben eines Dakarjournalisten kann so hart sein….
Antofagasta selbst ist wie ganz Chile (zumindest der Norden, den wir zur Zeit noch befahren) sehr gegensätzlich. Die Hauptstrassen wirklich okay, die Shopping Mall international, aber wehe man fährt mal ein kleines Stückchen Richtung Hauptdüne (genau wie Iquique ist Antofagsta von einer grossen Düne umgeben) dann wird es doch recht slummässig. Hier dominiert Wellblech. Nichstdestotrotz ist auch hier das Strandleben bunt und Dave unser Fotograf ist motiviert seine Füsse im Pazifik zu baden. Ist gar nicht so kalt wie vermutet (angeblich…)
"Restday? - die Dakar kennt keine Pause!"
Als wir das Bivak heute morgen gemütlich gegen 10 Uhr verlassen, kommt uns ein chinesischer Teilnehmer entgegen. Der hatte offensichtlich einen Überschlag hingelegt und schleppt sich aus der Etappe vom Vortag nun endlich ins Bivak. Gleich hinter ihm kommt noch einer der RennLKW die letzte Düne vor dem Ziel heruntergefahren. Eine Sonderregelung zum Restday erlaubt es den Teilnehmern bis zum Abend um 18:00 Uhr im Ziel zu stempeln, ohne aus der Wertung zu fallen. Insgesamt ist das Teilnehmerfeld inzwischen sehr deutlich dezimiert. Insgesamt noch 75 Autos im Rennen gegenüber 60 ausgefallenen.
Claus Mühlberger erzählt uns ins gemütlicher Kaffee Runde, dass es von irgendeiner chilenischen Linksradikalengruppe Bombendrohungen gegeben hat. Und tatsächlich: vor zwei Tagen, als wir an CP 3 fotografieren gab`s eine Riesenexplosion in der Nähe. Wir hatten uns noch gewundert, ob hier wohl in einem Bergwerk gesprengt wird, oder was wohl los sei. Nun denken wir mal, dass das dann wohl ein Versuch war….Angst haben wir aber überhaupt keine, das kommt einem dann doch irgendwie sehr surreal vor.
Morgen geht’s dann zweiten mal nach Copiapo ins Wüstenbivak.
Bis dahin, eure Ellen
GALERIE: MIT DER R-KLASSE BEI DER RALLY DAKAR
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