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MERCEDES TREFFEN

Mercedes Treffen

Mercedes Treffen

Wie in der Automobilszene üblich, gibt es auch unter den Liebhabern der Stuttgarter Automobilwerke Mercedes eigens organisierte Mercedes Treffen, in denen sich die Automotiv bewanderten zu jährlichen, manchmal auch Monatliche, Versammlungen zusammenfinden, um ihre Oldtimer, Youngtimer und Serienautos, Tuningwagen auszufahren und beim gemütlichen Zusammensein, im Sommer bei Grill und (selbstverständlich alkoholfreiem) Bier, im Winter bei Bratäpfeln und Glühwein, über das für und wider der Alten Maschinen, Tuning und Wartungstips für neuer Jahrgänge oder dem einfachen Socialising mit Gleichgesinnten frönen.

Die Mercedes Treffen werden meist von kleineren oder größeren Automobilclubs oder Communities von Webseiten und Onlineforen organisiert und stehen meist vorrangig den Besitzern von Mercedes als Versammlung offen. Die Treffen haben bundesweite Verbreitung und werden von beinahe jeder Gehaltsgruppe besucht, wobei sich bei den Liebhabern vom Mercedes Fahrzeugen ein meist gehobeneres Klientel finden lässt, vergleichsweise zu anderen Automarken.

Auch ist die Alterstufe eher den gereifteren Jahrgängen anzusiedeln und sich fast deckungsgleich mit der Zielgruppe von Mercedes Benz auf den Mercedes Treffen. Auch finden sich solche Versammlungen als kleine Subgruppen auf globaler gehaltenen Automobilmessen und Autoshows und selbst auf themenunabhängigen Festivals sind die Liebhaber von Mercedes als Gruppierung zu finden.

Dabei zeigt sich, das die Automobilfans eine sehr liberale Haltung entgegen der sonst üblichen Vereinsmeierei, wie sie oftmals herrscht, zeigen und bieten sich daher auch für Interessierte an, die gerne einmal an einem Mercedes Treffen teilnehmen wollen. Eines lässt sich jedoch für alle sagen: Liebhaber von Silberpfeilen, Erlkönigen, Gebrauchtwagen und Neuwagen, Mercedes C-Klassen und Mercedes E-Klassen, rundum alle Fahrzeuge die unter dem Stern des Stuttgarter Industriemagnaten mit Weltweitem Ruhm werden auf Mercedes Treffen nicht vor verschlossenen Türen stehen.

In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts prägte sich neben den eher konservativen Automobilclubs und Benz-Fans eine weitere Gruppierung, die den Leistungen der großen Vorbilder wie AMG nacheifern: Die Tuning Gemeinde, die sich in der Mercedes Benz Szene etabliert hat, findet sich ebenso auf eigenen Treffen wieder, auf denen die erbrachten Leistungen und gemoddeten Features verglichen werden.

Sie finden auf der Basis der meist mit Leistungsreserven versehenen Mercedes Benz Fahrzeuge nicht nur ein prestigeträchtiges Spielfeld, sondern auch technisch reizvolle Aufgaben an den Qualitätsfahrzeugen aus Stuttgart. So mag es komisch erscheinen, wenn man auf der einen Seite von der recht jungen Modder und Tunerszene in Deutschlands spricht, während auf der anderen Seite die oft zu Unrecht als 'Altherrenclubs' bezeichneten Mercedesclubs stehen, die der Klassischen Pflege und Erhaltung ihrer Schätze aus dem Badener Land zugetan sind, doch bilden sie alle zusammen eine Gemeinschaft, die sich auch auf den weniger speziellen Mercedes Treffen zusammen finden lässt - Wie es so schön in einem Deutschen Sprichwort heißt: Jedem Tierchen sein Pläsierchen, gilt dies auch für die Automobilfans von Mercedes Benz und ihrer Fanzusammenkünfte auf den Mercedes Treffen.

Mercedes Treffen gehören zu den vielfältigsten Veranstaltungen überhaupt. Es gibt viele vereine in Deutschland, ebenso wie Museen, die solche Treffen organisieren und jedes Jahr aufs neue kommen die Fans der Stuttgarter Automobilmarke zusammen. Doch neben den Privaten Mercedes treffen kommen durchaus noch Zusammenkünfte zustande, die von den Meistern persönlich organisiert werden, so in etwa die Merceses-Fahrtrainings, über die im späteren Verlauf ein Erfahrungsbericht vorliegt, aber auch halb offizielle Treffen zu Jubiläen oder anderen besonderen Anlässen geben dem Mercedes Fan die Möglichkeit zu einem Treffen zu gelangen.

Mercedes-Benz ist es seit jeher sehr wichtig den Kult um die eigene Marke zu erhalten, dabei setzt man vor allem auf die Förderung von Privaten Clubs, die sich meist um spezielle Baureihen oder Modelle kümmern. Manche von ihnen haben bereits einen gewissen Weltrang erreicht, da sie Mitglieder aus aller Herren Länder in sich vereint wissen, und mit mehreren Tausend Mitgliedern tatsächlich eine gewisse Größe erreicht haben. Weiterhin veranstaltete die Daimler AG selbst noch solche Treffen wie die Zusammenkunft zum Fahrsicherheitstraining, ebenso wie zur Vorstellung neuer Modelle neben den Modellreihen vergangener Jahre und in Kooperation mit dem Mercedes Benz Museum finden auch „Ausritte“ der besonders gepflegten und gut erhaltenen Mercedes Oldtimer und Youngtimer statt. Mercedes Treffen haben eine besondere Kultur entwickelt, die sich zu halten scheint und sich rund um die Faszination „Sternstunde“ dreht – Mercedes-Fans aus aller Welt kommen zusammen, wenn es auf größeren oder kleineren Messen heisst „Wir versammeln uns und zeigen unsere Fahrzeuge“.

Das ist die Magie der Mercedes-Benz-Fans, die so unwiderstehlich auf die Mitglieder der Clubs wirkt und jedes Jahr aufs neue Freunde, Besitzer und Fans der mobilen Nobelklassen auf die Versammlungen in ganz Europa zieht, doch nun zu dem Angesprochenen Erfahrungsbericht von Jörg, als Fahrer einer Sattelmaschine an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen hat:

Jörg fährt im Europaverkehr eine MB 1735 Sattelzugmaschine; Hier seine Erfahrungen am Nürburgring: Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Projektleiter des Mercedes-Benz Fahrsicherheitstrainings, Herrn Edgar Heidelmeier, ging es auch schon direkt ans eingemachte. Zuerst wurden wir durch die speziell zu diesem Zweck angereisten Instruktoren eingewiesen. In der Theorie besprachen wir die verschiedenen Fahrstile und die damit verbundenen Gefahren. Mit Verwunderung mussten selbst alte Hasen feststellen, dass, auch wenn man noch soviel Erfahrung hat, es in der Theorie doch ganz schön hapert. Unsereins, der den ganzen Tag auf dem Bock sitzt, würde sich natürlich nie so bewusst, in eine Gefahrensituation bringen, beziehungsweise sehen bestimmte Situationen für uns gar nicht so gefährlich aus.

Wenn man jedoch in der Theorie ganz nüchtern darüber redet, was zum Beispiel Reifen aushalten müssen, wie lange Bremswege sind oder wie gefährlich selbst starre Ladungen sind. Sehr überrascht mussten wir dann zugeben, dass wir zwar über Erfahrung verfügen, jedoch keiner von uns Aus lernt. Nachdem wir die Theorie einigermaßen Verdaut hatten, ging es dann nach einer Kaffeepause dann auch wieder in die Praxis. „Bremsen auf Nasser Fahrbahn“, Das bewusste durchführen einer Vollbremsung mit Zugmaschinen und Kastenwagen kostete trotz gerader Strecke und dem Wissen, dass einige mit ABS ausgestattet waren auf diesem Mercedes Treffen ganz schon Überwindung. Wenn man sich dann doch zusammengerissen hat und voll in die Eisen ging, merkte man... nichts. Die Fahrzeuge mit ABS verringerten lediglich die Geschwindigkeit, und die Fahrzeuge ohne ABS blieben bei getretener Bremse und Kupplung überraschend Spurstabil. „Bremsen auf Nasser Fahrbahn in der Kurve“.

Hier wurde von jedem Fahrer noch mehr Überwindungskraft abgefordert. Denn eine Vollbremsung in einer unübersichtlichen Kurve kommt einen ja nicht alle Tage unter die Räder. Die Situation, die hier simuliert wurde, sollte eine Ausfahrt darstellen, in deren Ende sich ein Stau befindet. Es wurden dieselben Fahrzeuge benutzt, wie bei der Vorübung. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden dass man bei einer Vollbremsung nicht die Leitplanke berührt. Nach einigen Übungen hatte man auch einigermaßen im Griff. Anders wäre es sicherlich gewesen, wenn wir die Übung mit Hänger oder Trailer hätten durchführen müssen. „Kurvenfahren mit Tankfahrzeug“.

Dies war wohl für jeden von uns der aufregendste und überraschenste Moment des Tages. Zuerst einmal wurden wir darüber aufgeklärt, dass der Tankwagen so betankt wurde, dass dies einer Starren Ladung gleich kam. Wenn man sich dann noch vor Augen hielt, dass dieses Fahrzeug einen wesentlich niedrigeren Schwerpunkt hat als Trailer-Fahrzeuge, war man umso überraschter. In einer Kurve, ähnlich einer Ausfahrt, kippte der Trailer schon bei einer Geschwindigkeit von nur 22 km/h. Das fatale an der ganzen Sache war, dass man als Fahrer diesen Vorgang zwar sah, jedoch davon nichts spürte. Ein normaler Sattelzug wäre in der selben Situation wäre schon bei einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit gekippt. Nach dieser Erfahrung waren wir dann der Meinung, dass man dann doch Glück gehabt bzw. instinktiv das richtige getan hatte, nämlich soweit wie möglich von der Leitplanke aus entlang durch die Kurve zu fahren. „Bremsen auf Nasser Fahrbahn mit Trailer und Hänger“. Hier stellte man ganz deutlich fest, das Züge welche komplett ABS gebremst sind, doch die einfachsten und sichersten sind. Züge, bei denen der Motorwagen ABS-gebremst sind, sind schon eine fatale Kombination, da hier bei einer Vollbremsung der Motorwagen zwar seine Geschwindigkeit verringert, der Trailer oder Hänger versucht jedoch die Zugmaschine zu überholen. In einer solchen Situation hilft dann meist nur noch herunter schalten und Gas zu geben um den Zug zu strecken und wieder unter Kontrolle zu bringen.

Dies ist jedoch in einer Gefahrensituation meist nicht durchführbar. Zusammenfassend kann man sagen, dass der ganze Tag sehr gut organisiert war, die Übungen doch zum Nachdenken anregten, und es gar nicht so verkehrt wäre, wenn noch mehr Fahrer dieses Fahrsicherheitstraining absolvieren würden, denn dies könnte vielleicht dazu beitragen, dass es auf unseren Straßen ein wenig sicherer würde. Auch für unsere Vorgesetzten wäre ein solcher Erlebnistag gar nicht mal so schlecht, damit die oberen Herren vielleicht einmal merken, dass ihre Fahrer doch ziemlich oft Kopf und Kragen riskieren, nur um die Ladung mit nicht einwandfreien Zügen ans Ziel zu bringen. So, Kollegen, ich hoffe, dieser kleine Ausflug hat euch auf den Geschmack gebracht, selber an einem MB-Fahrsicherheitstraining teilzunehmen.

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