Video: Hausbesuch im Zeichen des Doppel-M.

Das Maybach Haus in Appenzell

Video: Hausbesuch im Zeichen des Doppel-M.: Das Maybach Haus in Appenzell
Erstellt am 25. November 2015

In Appenzell ist alles Käse? Weit gefehlt, hier hat sich ein kleines aber feines Zentrum für die exklusivste Automobilmarke der Welt etabliert. Das Maybach Haus.

Fast wären wir dran vorbeigefahren. Hätte nicht ein Maybach vor der Tür geparkt. Ein schlichter Quader mit großen Fensterflächen beherbergt das Maybach Haus. Das kein Museum sein will, auch nicht wirklich ein Schatzkästchen, sondern lebendiger Mittelpunkt für all jene, die der Marke ihre Liebe entgegen bringen – wie auch sein Initiator und Hüter, der Niederländer Ronald Bussink (siehe Foto links).

Ein ganz besonderer Duft empfängt uns als wir das Maybach Haus betreten. Eine Melange aus Leder, Pflegemittel und Motor liegt in der Luft, das Licht ist freundlich, ebenso die Atmosphäre. Der Raum  beherbergt sechs ausgesucht elegante Fahrzeuge und wirkt nicht zuletzt auch wegen der sanft eingespielten original Maybach-Klänge. Das Maybach Haus ist eine Lounge, die sich dem Doppel-M, aber auch anderen hochexklusiven Modellen mit Stern verpflichtet fühlt.

Nur auf Einladung ist diese Stätte offen. Direkt vor uns steht ein Mercedes-McLaren in der raren Sondervariante "Z 199 Stirling Moss" – nicht weniger als der schnellste Serienroadster der Welt - und rechts vom Eingang parkt ein weißer SLR, blütenrein gewissermaßen mit nur etwas über 300 km auf der Uhr. Ja, hier kann man solche Autos auch kaufen. Aber keine Sorge, Maybach gibt es noch genügend, wie z.B. den Maybach 57 S mit Nummer 3315. Die letzte Seriennummer seiner Art. Und ihm gegenüber präsentiert sich ein Maybach 62 S in der raren Swarovski-Edition. Hier glitzern sogar die Keder der Kopfstütze im schönen Schein der künstlichen Edelsteinchen. Das dürfte – von der einen oder anderen Plastik-Pflanze mal abgesehen - aber auch so ziemlich das einzige sein, was hier im Maybach Haus „künstlich“ ist.

Fotostrecke: Maybach Haus

15 Bilder Fotostrecke | Video: Hausbesuch im Zeichen des Doppel-M.: Das Maybach Haus in Appenzell #01 #02 Denn der Antrieb für das Maybach Haus ist echt. Echte Markenliebe. Liebe zur Marke Maybach und Liebe zum guten Stern aus Stuttgart. Und der Wille, stets das Beste erreichen zu wollen. Initiator ist Ronald Bussink, der, als die Daimler AG die Marke Maybach 2012 eingestellt hatte, im März 2013 das Maybach Haus in Appenzell ins Leben rief. Auch ohne die Rechte an der Marke Maybach zu besitzen, entschied er sich für diesen ebenso schlichten wie treffenden Namen. Und die Daimler AG hatte keine Einwände.  

 

Video: Markenbegeisterung auf hohem Niveau - das Maybach Haus in Appenzell

 

Maybach-Liebhaber wurde der Mercedes-Fan Bussink eher durch einen Zufall. Als sich die Auslieferung für die bestellte S-Klasse etwas länger hinzog als geplant, bot ihm sein Händler an: „Probieren Sie es doch einmal mit einem Maybach!“ Ronald Bussink war einverstanden – für verschiedene Dienstreisen war ein komfortables Auto dringend erforderlich – aber nach seiner Zusage, es mit dem Maybach versuchen zu wollen, kamen die Zweifel: „Was würden meine Kunden sagen?“, fragte sich der Niederländer, der hauptberuflich Riesenräder konstruiert und das für den internationalen Markt. „Da haben wir den Maybach bei unserem ersten Kundenbesuch erst einmal um die Ecke geparkt!“. Seinem Geschäftspartner aber ist dies durch Zufall nicht entgangen und meinte: „Ein Auto wie den Maybach darf man doch nicht verstecken. Es symbolisiert schließlich, dass sein Besitzer immer nur das Beste will. Privat wie auch im Beruf!“

„Der Mann hatte recht!“, erklärt uns der leidenschaftliche Automobil-Enthusiast, „und damit fing dann auch mein Umdenken an. Ich bin bis dato in noch keinem besseren Auto gefahren.“ Auch Bussinks Ehefrau ließ sich auf einer der ersten Reisen im First Class Fond überzeugen. Als nach einer langen Fahrt Ronalds Gattin vorschlug, noch ein bisschen länger zu fahren, da sie mit dem Buch noch nicht fertig sei, reifte in dem Geschäftsmann eine adäquate Business-Idee: „Wenn es mir so geht, dann werden andere Menschen ähnlich empfinden.“ Von diesem Gedanken beseelt stockte Bussink seine Maybach Flotte auf. Nicht aus reiner Liebhaberei, sondern auch weil er damit weltweit einen ganz besonderen Service bieten konnte. „Wer aus Asien zu einem Termin nach Europa kam, der brauchte nun nicht mehr auf das geliebte Maybach-Fahren verzichten. Wir konnten samt geschulten Fahrern einspringen“, so Ronald Bussink. Und das mittlerweile nahezu weltweit.

Maybach-Liebhaber durch puren Zufall

Das Maybach Haus dürfte derzeit die größte Auswahl an Maybach-Modellen weltweit bieten.

Fahrbericht: Mercedes-Maybach S 600 Generaldirektor für 90 Minuten Mit einem Startpreis von 134.000 Euro überrascht Mercedes-Benz nicht nur den Autoren, sondern auch die Mitbewerber im Luxussegment. Als Daimler damals nach 10 Jahren das – vorläufige – Ende von Maybach verkündet hatte, schmiss der quirlige Holländer noch lange nicht das Handtuch, sondern gründete das Maybach Haus. Und fühlt sich ganz dem Spirit der Marke verpflichtet. Es gilt höchste Perfektion zu zeigen. Heute ziert das Original-Marken-Logo die Wand, das einst die Messebesucher empfing. Auf dem Empfangstisch – übrigens ein Werk eines Appenzeller Schreiners, seines Zeichens aktueller Schreiner Weltmeister, liegen Original-Maybach-Servietten. Selbst die Maybach-Papiertaschen für Prospekte oder Pressematerialien haben Ronald Bussink und seine Mitstreiter gerettet. Oder sagt man besser gehortet? Mit einem Schmunzeln präsentiert er schließlich eine blaue Jacke, die vormals wohl ein Koch bei einer Veranstaltung getragen hatte. Natürlich mit Maybach-Logo.    

„Schauen Sie sich doch nur die eleganten Linien an. Es stimmt einfach nicht, dass der Maybach nur eine veredelte S-Klasse ist. Achten Sie auf den Verlauf der Haube, oder wie das Greenhaus auf die Karosse gesetzt ist“, schwärmt der Holländer, „ich kann mich eine Stunde vor dieses Auto setzen und mich an dem Fluss der Linien erfreuen!“ Aber er bleibt nicht bei den Äußerlichkeiten, sondern lobt den Komfort, die technischen Raffinessen und natürlich die V12-Antriebsquellen, die von seiner zweiten großen Auto-Liebe kommen: AMG!    

"Wenn Sie das Beste haben können, warum dann etwas anderes wollen?"

Von einem abflauenden Interesse an der Marke Maybach will Bussink nichts wissen. „Nein, das Interesse an der Marke Maybach wächst und die Exklusivität der Fahrzeuge steigt. Schließlich werden sie ja nicht mehr produziert“, so unser Gastgeber, der uns jetzt noch zu einem Exponat führt, ohne dass dieser Ort nicht perfekt wäre. Neben dem originalen Maybach-Blumenschmuck steht eine Maybach-Mustertheke. Mit Materialproben aller einst lieferbaren Außenfarben, Interieur-Leder und Teppichen. So einen Maybach kaufte man schließlich nicht von der Stange. Und das gilt auch heute noch.

AMG ist die zweite Passion von Ronald Bussink und diese verknüpft er mit sozialem Engagement für die Laureus Stiftung

Aber Ronald Bussink hebt hier nicht etwa nur das Erbe auf. In seinem Maybach Haus werden nicht nur Erinnerungen an die Marke bewahrt, das wäre seinem Betreiber vermutlich zu wenig. Für Ronald Bussink gibt es kein „zurück“, sondern nur nach „vorn“.   Und so überrascht es uns nicht, als wir bei unserem Hausbesuch auch Unterlagen zum neuen Mercedes-Maybach S 600 Pullman entdecken.

 Weitere Infos: www.Maybachhaus.com

 

1 Kommentar

  • Pano

    Pano

    Ich habe bei den Schönen Sternen ein bißchen mit einem der Mitarbeiter von Herr Bussink reden können. Sehr spannend was er zu berichten hatte. Ich habe von Herr Bussink selber eine Visitenkarte mit der Aufschrift "your personal invitation" in die Hand gedrückt bekommen. Nett. Diese Einladung werde ich aber so schnell nicht annehmen können... Noch ein Wort zum Video. Ein schönes Filmchen habt ihr da gedreht. Und mit sehr schöner Musik unterlegt, Grüße und viel Spaß in Essen Pano

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