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Mode & Young Classics: Mercedes-Benz-Ausstellung „Recollection Quartett“

Mercedes Youngtimer einmal anders: Auftakt zur Fashion Week in Berlin
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Mercedes-Benz ist eine Automarke mit Tradition, nicht nur die aktuellen Modelle gefallen der Kundschaft, auch viele Old- und Youngtimer erfreuen sich wachsender Beliebtheit – gerade bei denen, die mit diesen Fahrzeugen aufgewachsen sind. Mercedes-Benz hat deshalb die „Young Classics“ ins Leben gerufen, eine eigene Abteilung, die sich nur um die Belange der Youngtimer und deren Besitzer kümmert. Um der steigenden Nachfrage nach gut erhaltenen Youngtimern Rechnung zu tragen, hat Mercedes-Benz im vergangenen Jahr im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart den ersten Young Classics Store eröffnet.

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Parallel zur Mercedes-Benz Fashion Week Berlin haben Mercedes-Benz und das Antwerpener ModeMuseum (MoMu) ab 19. Januar 2011 die Ausstellung „Recollection Quartett“ in der Malwerkstatt des ehemaligen Bühnenservice der Deutschen Opern in Berlin-Mitte ins Leben gerufen.

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Dort werden vier Youngtimer von Mercedes-Benz, die das Straßenbild und den Alltag der 70er, 80er und frühen 90er Jahre geprägt haben, von belgischen Modedesignern präsentiert. Gemeinsam mit dem ebenfalls belgischen Künstler und Fotograf Frederik Heyman haben die Modedesigner Mikio Sakabe, Bernhard Willhelm, Henrik Vibskov und Peter Pilotto versucht, mit den vier schönen Sternen, Erinnerungen an die damaligen Zeiten erwachen zu lassen. Dazu hat Frederik Heyman jeweils eine Kulisse mit szenischen Motiven und surrealistischen Elementen geschaffen und die die vier international renommierten Designer ergänzen diese Inszenierungen jeweils mit eigenen Modekreationen.

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Dabei sind die Klischees beabsichtigt– insbesondere von den damals typischen Besitzern dieser Autos, wie Geschäftsleute, Handwerker und Diplomaten aber auch Gartenzwergbesitzer und Schlaghosenträger sowie Lebenskünstler und Goldkettchen-Playboys der 70er Jahre. Mit einem Augenzwinkern werden diese mit der aktuellen Welt der Mode und des Design ins 21. Jahrhundert übersetzt.

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Mercedes-Benz-TV Moderatorin Tanja Bülter leitete die Pressekonferenz mit der Kuratorin des ModeMuseums in Antwerpen, Kaat Debo und Michael Bock, Leiter Mercedes-Benz Classic und stellt die einzelnen Künstler vor.

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Bei den ausgestellten Fahrzeugen handelt es sich um eine „Strich-Acht“-Limousine (240 Diesel / W115) aus dem Jahr 1974, die als „der klassische Dienstwagen“ gilt, einen 450 SL „Lifestyle-Roadster“ von 1977 (W107), der zum Inbegriff der wilden 1970er Jahre geworden ist, einen „Handwerker-Kombi“ 230 TE von 1981 (S123) sowie ein S-Klasse Coupé 560 SEC (C126) aus dem Jahr 1991, das als „die graue Eminenz“ in die jüngere Automobilgeschichte eingegangen ist.

Mikio Sakabe und W115 (/8)

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„Der Dienstwagen“ und die Befreiung vom grauen Kostüm
Die sogenannten „Strich-Acht“-Limousinen, die von 1967 bis 1976 gebaut wurden, überzeugen bis heute durch ihre extreme Zuverlässigkeit. Mit 4,6 Millionen gefahrenen Kilometern erreicht die Baureihe W 115 eine bis dato unübertroffene Höchstmarke. Daher gilt die schlicht und funktional gestaltete Limousine als Inbegriff des deutschen Dienstwagens und machte in den 70er Jahren international als Taxi Karriere.

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Frederik Heyman präsentiert den Wagen in einer surrealistischen Kulisse, inspiriert von den endlosen Treppen in M. C. Eschers Lithografie „Ascending
and Descending“ von 1961. Im Wageninnern sitzt eine Sekretärin an der Schreibmaschine und tippt auf Arabisch „Taxi zu verkaufen“. Sie trägt ein Kleid von Mikio Sakabe, das an das klassische Cocktailkleid erinnert, aber zeitgenössisch mit großen Augen bedruckt ist. Rund um das Auto sind weitere Frauen zu sehen, die sich vom grauen Kostüm befreien, der prototypischen Uniform der Sekretärinnen und Bürogehilfinnen.

Bernhard Willhelm und R107 (SL)

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„Der Lifestyle-Roadster“ und der legendäre Playboy
Der SL-Roadster mit abnehmbarem Hardtop (Baureihe R 107), der von 1971 bis 1985 gebaut wurde, steht wie kein anderer Mercedes-Benz für die 70er Jahre. Er symbolisiert die Abkehr vom kompromisslos harten Sportwagen hin zum kultivierten, aber leistungsstarken Luxus-Zweisitzer. Durch den Einsatz in US Serien wie „Hart aber herzlich“ und „Dallas“ wurde er Teil des American Way of Life.

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In seiner Installation greift Heyman die große Popularität dieses „Lifestyle- Roadsters“ in den USA auf, ebenso wie die damaligen Werbekampagnen von Mercedes-Benz, die den SL Roadster an sonnigen kalifornischen Stränden und am Sunset Boulevard inszenierten. Der Modedesigner Bernhard Willhelm übersetzte den klassischen Playboy der 70er Jahre, der mit aufgeknöpftem Hemd seine behaarte Brust und sein Goldkettchen zur Schau trug, in eine moderne Version – mit durchtrainiertem Körper in aufregendem Lycra-Outfit und mit verspiegelter Sonnenbrille.

Henrik Vibskov und S123 (T-Modell)

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„Der Handwerker-Kombi“ und das klassische Holzfällerhemd
Im September 1977 präsentierte Mercedes-Benz das erste T-Modell – den S 123. Das „T“ steht für Touristik und Transport. Aufgrund seines großen Ladevolumens fand der Kombi, der von 1977 bis 1985 produziert wurde, schnell große Verbreitung bei Handwerksmeistern. Aber auch Familien schätzten das große Platzangebot dieses Fahrzeugs. Durch die Nutzung für Sport und Freizeit gilt der S 123 als einer der ersten Lifestyle-Kombis.

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Entsprechend steht die Freizeitgestaltung in der Natur im Mittelpunkt der Installation. Heyman inszeniert eine idyllische Picknick-Szene mit Vater und Sohn am Lagerfeuer, die um die Stereotypen des robusten Holzfällers ergänzt wird. Henrik Vibskov fügt dieser Inszenierung eine modische Interpretation
der Arbeiterkleidung hinzu. Das klassische karierte Holzfällerhemd kehrt als spielerisches Accessoire zurück.

Peter Pilotto und C126 (Coupè)

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„Die graue Eminenz“ und das globale Spiel der Macht
Der C 126, der von 1985 bis 1991 gebaut wurde, ist die graue Eminenz unter den Youngtimern. Diplomaten und internationale Wirtschaftsführer schätzten den diskreten Luxus dieser Coupé-Baureihe, die ein geradliniges Äußeres mit einer opulenten Motorisierung verbindet.

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Dieses Image des Fahrzeugs transponiert Frederik Heyman in eine Installation, die die graue Eminenz im Spannungsfeld zwischen einem Schachspiel und einer dreidimensionalen Darstellung der Erde zeigt. Damit spielt er mit dem Bild von Macht und ihrer inhärenten Dualität. Drei Frauen in Kleidern von Peter Pilotto agieren im globalen Schachspiel und ihre Schatten machen deutlich, dass sie gleichzeitig Marionetten des Spiels sind. Die Kleider der Frauen erinnern an die kraftvolle Bekleidung der 80er Jahre – ein respekteinflößender Stil mit eindrucksvollen Schnitten und Farben.

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Die Ausstellung „Recollection Quartett“ in der Malwerkstatt des ehemaligen Bühnenservice der Deutschen Opern Berlin zeigt die unvergleichliche Faszination der „Young Classics“ von Mercedes-Benz. Sie ist vom 19. bis 23. Januar 2011 täglich von 12 bis 20 Uhr zu sehen (am Freitag, den 21. Januar, nur bis 17 Uhr). Der Eintritt ist frei.

Infos: www.recollection-quartett.com

GALERIE: MODE & YOUNG CLASSICS: MERCEDES-BENZ-AUSSTELLUNG „RECOLLECTION QUARTETT“

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Kommentare: 2
Aktualisiert: Mittwoch, 19. Januar 2011

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HerrLehmann » Richard aus Düsseldorf (62)

Mi, 26.01.2011 // 19:48 Uhr

Da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen. Was da auf den Bildern zu sehen ist, ist ganz großer Mist!

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justsmile68 » Rainer aus Backnang (44)

Mi, 26.01.2011 // 18:18 Uhr

Ich bin ja schon kunstbegeistert in vielen Richtungen; aber das hier ist nur "kitschiger Schrott" - entwürdigend für die schönen Fahrzeuge! Rainer Salmen, Stuttgart

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