Alle Jahre wieder lockt die Mille Miglia die schönsten Automobile und große Fahrer-Legenden nach Italien. An den Start zu den berühmten 1000 Meilen rollten auch etliche Traum-Klassiker aus dem Hause Mercedes-Benz. Wir bekamen das Angebot, mit einem 220A Ponton-Mercedes (1954) teilzunehmen. Eine solche Gelegenheit läßt man natürlich nicht ungenutzt verstreichen. Überglücklich sagten wir sofort zu. Doch welche enormen Strapazen dieser klassische Renn-Event für Mensch und Material bedeutet, sollten wir erst im Verlauf der Traditions-Tour erfahren.
Stelldichein der automobilen Klassiker
Mercedes-Benz ist dieses Jahr mit dem größten Werksteam nach Italien angereist, insgesamt gingen neun Flügeltürer 300SL an den Start, sowie drei SSK und ein SS (pilotiert u.a. von Entwicklungsvorstand Dr. Thomas Weber der Daimler AG), sowie der eingangs erwähnte 220A Ponton und ein Prototyp I des W194 –letzter besetzt mit Ex-Formel-1-Piloten Mika Häkkinen sowie David Coulthard.
Alte Bekannte
Ebenfalls im Teilnehmerfeld dabei: Jochen Maas sowie Uschi Glas-Hermann im 300SL, sowie Formel 1-Legende Sir Jackie Stewart. Das Feld selbst wurde von einem aktuellen SLS unter Dieter Glemser und zahlreichen Werksfahrzeugen begleitet.
Tag 1: Brescia - Bologna
Der Startschuß für die 193 km von Brescia nach Bologna fiel am Donnerstag um 19.30 Uhr. Zuvor stellten sich die Fahrzeuge in der Innenstadt von Brescia. Sehr zur Begeisterung der Bevölkerung, welche das Teilnehmerfeld mit einem Blitzlichtgewitter in die Nacht verabschiedete. Vom Gardasee führte die Strecke über 193 km bis nach Bologna. Das Gros der Teilnehmer hatte die Nachtetappe gegen 2 Uhr morgens hinter sich gebracht.
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