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Mercedes 500 E: Happy Birthday, Mr. Understatement

Mercedes Youngtimer der besonderen Art: Die "taximäßigste" Art 326 PS zu bewegen wird 20!
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Sport-Talent im Business-Look: Vor genau 20 Jahren präsentierte Mercedes eine der potentesten Limousinen der 90er-Jahre, den Mercedes-Benz 500 E. Doch der wirkte nicht wie ein Dampfhammer mit vier Türen, sondern vergleichsweise harmlos. Der will doch nur spielen? Von wegen! Wir werfen einen Blick zurück auf den legendären Mercedes Youngtimer!

Stell dir vor, Mercedes baut eine der potentesten Limousinen der 90er-Jahre und keiner merkt’s. Gut, ganz so schlimm war es damals, im Jahre 1990, nicht. Mercedes-Benz tat schon einiges, um das neue Spitzenmodell der E-Klasse (W 124) ins Rampenlicht zu rücken. Doch das, was dereinst auf dem Pariser Salon debütierte, sah eben nicht nach Dampfhammer mit vier Türen aus, sondern eher so wie ein Großteil der deutschen Taxiflotte.

GALERIE: 20 JAHRE MERCEDES 500 E: HAPPY BIRTHDAY, MR. UNDERSTATEMENT

Dezent, dezenter, 500 E

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Eine Mercedes-Mittelklasse mit V8, mit 326 PS, mit serienmäßigen Kotflügelverbreiterungen und mit fetten 16-Zöllern – das muss vor 20 Jahren doch wie ein Kometeneinschlag gewesen sein! Wäre es vielleicht auch, wenn Mercedes um die motorische Allmacht des 500 E viel Aufhebens gemacht hätte. Doch die Stuttgarter ließen den König der E-Klasse (fast) wie einen Bürgerlichen daherkommen. Will heißen: Nur Eingeweihten war es auf Anhieb möglich, einen 500 E von einem 300 E zu unterscheiden. Die Kotflügelverbreiterungen waren faktisch vorhanden, aber kaum zu erkennen! Zumindest wenn man es nicht wußte.

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Tatsächlich fielen seine Kotflügelverbreiterungen fast schon schamvoll dezent aus und die Räder wirkten trotz ihrer Größe alles andere als aufreizend. Auch die Tieferlegung (ein Begriff der vor 20 Jahren im Zusammenhang mit Mercedes fast schon ein Sakrileg war) ging dem normalen Betrachter glatt durch. 23 Millimeter sind – aus heutiger Sicht – ja auch nicht gerade rekordverdächtig.

V8-Power im E-Format

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Das eigentliche (Knall-)Bonbon saß unter der Haube: ein V8 mit exakt 4973 ccm Hubraum und 326 PS. Am Gewicht des 500 E – immerhin gut 1,7 Tonnen – störte sich der Achtender kaum und riss die Limousine in nur 5,9 Sekunden auf Tempo 100. Schluss war bei abgeregelten 250 km/h.
Motor und Viergang-Automatikgetriebe waren in ähnlicher Form bereits aus dem 500 SL bekannt. Im 500 E erhielt das Triebwerk aber gleich mehrere Neuerungen: So kam hier erstmals der so genannte Einheitsdeck-Motor zum Einsatz, dessen Kurbelgehäuse sowohl für ein 4,2- als auch für das 5,0-Liter-Aggregat genutzt wurde. Der 5,0-Liter-Motor fiel so um 16,5 Millimeter niedriger aus, kürzere Pleuel bewahrten das Hub-Bohrungsverhältnis. Neu im 500 E war auch die Bosch LH-Jetronic mit elektronischer Steuerung und Luftmassenmessung, die die bisher verwendete mechanisch-elektronische KE-Einspritzung ablöste. Ansonsten besaß der 500 E im Vergleich zum 500 SL eine kürzere Endübersetzung, was die Beschleunigung, aber auch den Verbrauch geringfügig steigerte. Ab Oktober 1992 reduzierte Mercedes die Motorleistung des 500 E geringfügig (auf 320 PS), um die Schadstoffemissionen zu verringern.

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Aktualisiert: Donnerstag, 04. November 2010

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