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CLASSICS

Kompakt und Klasse. Teil 4: So hätte der 190er auch aussehen können...!

Aufbruch in die Moderne - die Geburt der dritten Baureihe!
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Dank Vierradlenkung lässt sich das Auto auch vorwärts in enge Lücken einparken. Der Wendekreis beträgt gerade mal 5,7 Meter. Selbst bei geringem Seitenabstand ermöglichen zwei Schiebetüren ein bequemes Ein- und Aussteigen; sie öffnen nach vorne, wobei sich die Außenspiegel selbsttätig anklappen. Das Auto hat Vorderradantrieb und ein Automatikgetriebe. Klimaanlage, Servolenkung und Gurtstraffer gehören gleichfalls zur Ausstattung. Die vergleichsweise hohe Sitzposition, die niedrige Gürtellinie und große Fensterflächen sorgen für optimale Rundumsicht.

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Die Studie NAFA wird nicht zu einem Serienfahrzeug weiterentwickelt. Aber sie gerät nicht in Vergessenheit: Die mit ihr gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Konstruktion der A-Klasse ein, deren Prototyp 1996 debütiert. Und im smart City Coupé, 1997 vorgestellt und heute als smart fortwo bekannt, feiert das Konzept eines kompakten Stadtautos seine Serienreife und ist seither in großen Stückzahlen produziert worden.

Mercedes-Benz A-Klasse (W 168, 1997 bis 2004)

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Der Wunsch nach einem Auto mit sehr geringen Außenabmessungen, gleichwohl allen Werten der Marke Mercedes-Benz, nimmt Anfang der 1990er Jahre erste Formen an. Mercedes-Benz stellt das Sandwich-Prinzip vor, bei dem die Karosserie in zwei horizontale Ebenen gegliedert wird: Die Antriebseinheit befindet sich vor und unter der Bodenplatte, so dass sie beim Crash nach unten wegtaucht und nicht in den Innenraum eindringt.

Vision 93

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Einen Vorgeschmack auf die A-Klasse gibt Mercedes-Benz der Öffentlichkeit im September 1993 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt/Main. Hier stellt die Marke ihre Vision A 93 vor, einen Wagen mit Frontantrieb und neuartigem Karosseriekonzept, bei dem Motor, Getriebe, Tank und Achsen unterhalb des Passagierraums liegen: Das Sandwich-Prinzip ist Realität geworden, die Verbindung aus geringen Außenmaßen (3350 Millimeter Länge) mit einem großen und variablen Innenraum sowie dem Sicherheitsniveau nach Mercedes-Benz Standard überzeugt. Eingeflossen sind in die Vision A 93 beispielsweise Elemente des Forschungsfahrzeugs F 100. Die Karosserie der Studie besteht noch komplett aus Aluminium. Für die A-Klasse wird später das Konzept des intelligenten Leichtbaus entwickelt. Er kombiniert verschiedene Werkstoffe wie Stahl, Kunststoff, Aluminium und Magnesium miteinander. So wird die Fahrzeugkonzeption ebenso unter den Aspekten Gewicht und Umweltverträglichkeit optimiert wie unter dem Gesichtspunkt der Kosten.

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Die Vielseitigkeit des Fahrzeugkonzepts stellt die Vision A 93 mit drei verschiedenen Motorisierungen unter Beweis. Neben jeweils einem sparsamen Ottomotor mit 55 kW und einem Diesel-Direkteinspritzer mit 44 kW gibt es auch eine Ausführung mit Elektroantrieb, der 44 kW leistet. Variabel gibt sich die Studie auch beim Innenraum: Der Wagen lässt sich je nach Situation umbauen, vom bequemem Viersitzer bis hin zum Ladekünstler mit einem Stauraumvolumen von 1000 Litern. Grundlage für dieses revolutionierende Raumkonzept ist wieder die neuartige, hoch liegende Rahmen-Bodenanlage, die für eine in dieser Fahrzeugkategorie bisher unerreichte Crash-Sicherheit sorgt. 1994 zeigt Mercedes-Benz das in Details veränderte Konzeptfahrzeug unter dem Namen Studie A auf dem Automobilsalon Genf. Die amerikanische Zeitschrift „Motor Week“ verleiht ihm den Titel „Best Concept Car 1994“.

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Das positive Echo in Presse und Öffentlichkeit führt zu einer schnellen Entscheidung im Mercedes-Benz Vorstand. Noch im Dezember 1993 beschließt er die Serienfertigung der A-Klasse. Das Projekt erhält die Baureihennummer W 168. Die Produktion soll im Werk Rastatt erfolgen. Auf der Frankfurter IAA im September 1995 wird zwei Jahre nach der Weltpremiere der Vision A 93 das Innenraumkonzept der A-Klasse präsentiert. Die Gesamtlänge des Fahrzeugs ist gegenüber der Studie mittlerweile um 225 Millimeter gewachsen. Und das schon zuvor respektable Platzangebot hat noch stärker zugenommen, insbesondere im Kofferraum.

Im März 1997 hat die A-Klasse schließlich offiziell Premiere. Mercedes-Benz stellt die fünftürige Version auf dem Automobilsalon in Genf vor. Der Verkaufsstart folgt acht Wochen später im Mai 1997, im Oktober steht der Wagen dann bei den Händlern. Die A-Klasse ist, trotz des „Elchtests“, sehr erfolgreich. Im Rahmen einer Modellpflege im Jahr 2001 wird auch eine Version mit längerem Radstand eingeführt. Im Jahr 2004 folgt mit der Baureihe 169 die zweite Generation der A-Klasse. Diese gibt es in Form einer viertürigen Limousine und eines zweitürigen Coupés. Die A-Klasse bildet auch die Basis für den Compact Sports Tourer von Mercedes-Benz, der 2005 unter der Bezeichnung B-Klasse auf den Markt kommt und ebenfalls zum Erfolgsmodell wird.

GALERIE: KOMPAKT UND KLASSE. TEIL 4: SO HÄTTE DER 190ER AUCH AUSSEHEN KÖNNEN...!

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Kommentare: 1
Aktualisiert: Donnerstag, 29. Juli 2010

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mb4life » Max aus Sandhausen (19)

Mi, 28.07.2010 // 13:32 Uhr

Danke für diesen außergewöhnlichen Bericht, mit einem Blick hinter die Kulissen der damaligen Entwicklungsabteilung. Ich halte das Design des 190er für absolut zeitlos. Gut dass Breitschwerdt und Sacco ein eigenes Aussehen durchgesetzt haben und keine Verkleinerung eines anderen Modells aktzeptieren wollten.

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